Im restlichen Italien nennt man es Pasta mit Tenerumi auf sizilianische Art, für uns Sizilianer hingegen ist es „a pasta cche taddi“ und gehört zur sizilianischen Küche und zu den Rezepten der Großmutter. Sicher ist es keine schnelle Sommerpasta, oder zumindest nicht für den Rest der Welt, aber ich versichere euch: Für uns Sizilianer gibt es nichts Sommerlicheres als Pasta mit Tenerumi, am liebsten mit einer großzügigen Portion gesalzener Ricotta oder Caciocavallo. Erinnert ihr euch an die Pasta mit der langen Zucchini, die wir mit der Suppe aus Langer Zucchini mit Kartoffeln und Tomaten zubereitet haben? Genau: Viele bereiten die Pasta mit den taddi zu, indem sie die zarten Teile, die Blätter und Triebe der langen Zucchini (also die taddi) zur selben Suppe geben und dann die Pasta hineingeben. Aber es gibt ein anderes Großmutters Rezept für Pasta mit Tenerumi: „a pasta cche taddi alla palermitana“! Eine trockene, gehaltvollere Pasta mit Tenerumi, weniger ’Suppe‘ als die erste. Die Pasta mit Tenerumi auf palermitanische Art wird mit zerbrochener langer Pasta, gekochten Tenerumi, einer Tomatensauce im Stil von „picchi pacchi“ zubereitet, und das Besondere ist, dass die Pasta im Kochwasser der Tenerumi gekocht wird. Und ja, ihr denkt jetzt an die Tomatensauce „picchi pacchi“ – keine Sorge, auch ‚pic pac‘ oder ‚picchio pacchio‘ genannt – das ist nichts anderes als ein palermitanisches Sugo, einfach und schnell zubereitet und mit angeschmortem Knoblauch verfeinert.
Ab in die Küche: Nehmt euch Zeit, sammelt Geduld und lernt, wie man die Tenerumi reinigt, um daraus eine köstliche Pasta zu machen. Zuvor noch die Erinnerung: Wenn ihr über alle meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, könnt ihr meiner Facebook-Seite (hier) und meinem Instagram-Profil (hier) folgen.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Portionen: 4
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Sommer, Herbst
Zutaten für die Pasta mit Tenerumi
- 400 g Pasta (lange, gebrochen)
- 2 Bündel Tenerumi (zarte Zucchinentriebe)
- 400 g geschälte Tomaten
- nach Geschmack Salz
- nach Geschmack extra natives Olivenöl
- 1 Zehe Knoblauch
- nach Geschmack Chili
- nach Geschmack gesalzene Ricotta (falls gewünscht)
Werkzeuge
- Topf
- Pfanne
Wie man die Pasta mit Tenerumi zubereitet
Der lästigste Teil dieses Rezepts ist das Reinigen der Tenerumi. Also, nachdem ihr frische besorgt habt: Geduld sammeln und ab in die Küche.
Nicht alle Blätter eines Bündels sind verwendbar: Nehmt nur die kleineren, zarteren Blätter und die Endstücke der Triebe. Manchmal, wenn sie zart sind, könnt ihr auch die Blattstiele der größeren Blätter mitverwenden.
Wichtig ist, die Fäden zu entfernen und abzuziehen, am besten mit einem Messer. Der zarteste Teil der Tenerumi sitzt immer am Ende des Stiels, dort, wo die neuen Triebe sind: Diese sammeln.
Legt die Tenerumi zum Einweichen für etwa zehn Minuten in kaltes Wasser.
In der Zwischenzeit den Knoblauch im Öl anbraten, ohne ihn zu verbrennen. Gebt die geschälten Tomaten dazu und lasst sie bei mittlerer Hitze köcheln.
Zerdrückt die Tomaten mit einer Gabel. Am Ende der Garzeit, wenn eine schön dicke „picchi pacchi“-Sauce entstanden ist, schmeckt mit Salz und Chili ab.
Spült die Tenerumi gründlich ab, dann gebt sie in leicht gesalzenes kochendes Wasser und kocht sie 10–15 Minuten oder bis sie weich sind. Hebt sie mit einer Schaumkelle heraus, lasst sie gut abtropfen, schneidet sie in Stücke und gebt sie zur Sauce. Lasst alles noch ein paar Minuten köcheln, damit die Sauce etwas eindickt.
Kocht die Pasta im Kochwasser der Tenerumi, gießt sie fast vollständig ab und gebt sie zum restlichen Belag. Gut durchmischen und anrichten.
Mit reichlich gesalzener Ricotta bestreuen und genießen.
Aufbewahrung, Hinweise und Tipps
Bereitet die Menge Pasta zu, die ihr tatsächlich verzehren wollt: warm oder lauwarm schmeckt sie deutlich besser als kalt. Die Sauce mit Tenerumi hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen in einem luftdichten Behälter, 3–4 Tage.
Für eine vegane Variante einfach den Käse weglassen.
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