Piemontesischer Bonet – Originalrezept für den Schokoladenpudding mit Amaretti. Der Bonet aus dem Piemont ist eine traditionelle Spezialität der Langhe, manche nennen ihn auch Bunet. Er hat alte Wurzeln und vor der Entdeckung Amerikas gab es eine weiße Version, die sich vom heutigen Kakao-Bonet unterschied. Da es sich um ein traditionelles Rezept handelt, hat jede Familie ihre eigene Variante: so gibt es Leute, die dem klassischen Rezept Rum oder Fernet hinzufügen, welche, die gerne Kaffee dazugeben und andere nicht. Manche verwenden Milch, andere Sahne – kurzum, es ist ein sehr bekanntes Dessert, ein samtiger und ausgesprochen zarter Pudding, der stark an die Creme caramel erinnert, aber keine einheitliche Interpretation hat. Meine Version des Bonet kommt zum Beispiel ohne Sahne aus. Das Großmutterrezept des piemontesischen Bonet, das ich euch verrate, ist wirklich ein Großmutterrezept – von einer lieben Freundin aus Mailand. Ich bin Sizilianerin und kannte dieses Dessert nur vom Hörensagen, bis ich vor einiger Zeit in Mailand zu Gast war und es bei der Großmutter dieser Freundin aus Turin zum ersten Mal probiert habe – ich war sofort verliebt. Also habe ich mir ein paar Tipps und die Zutaten geben lassen, um es auf meinem Blog nachzukochen: Wollt ihr das Großmutterrezept des Turiner Bonet kennen? Hier ist es – probiert es aus, denn es ist wirklich köstlich, raffiniert und eindrucksvoll. Bevor ihr aber loskocht, erinnere ich euch daran, dass ihr, wenn ihr über alle meine Rezepte informiert bleiben wollt, meiner Facebook-Seite (hier) und meinem Instagram-Profil (hier) folgen könnt.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Preiswert
- Ruhezeit: 8 Stunden
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Portionen: 10
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für den piemontesischen Bonet – Originalrezept
- 500 ml Vollmilch
- 4 Eier (groß)
- 85 g Zucker
- 35 g ungesüßtes Kakaopulver
- 60 g Amaretti (Mandelkekse)
- 25 ml Kaffee (Espresso)
- 20 ml Rum (für Patisserie, ich habe ihn nicht verwendet)
- 80 g Zucker
- 1 Esslöffel Wasser
Utensilien
- Backofen
- Backform für Kastenform 20 cm
- Backform (Blech) für das Garen im Wasserbad
- Handschneebesen
- Schüssel
- Teigschaber aus Silikon
- Kochtopf klein und antihaftbeschichtet
Schritte
Zerbröselt die Amaretti und gebt sie in eine Schüssel, fügt das ungesüßte Kakaopulver und den Zucker hinzu.
Vermischt alles, gebt die Eier dazu und verrührt vorsichtig mit dem Schneebesen, dann gießt ihr die Milch nach und nach dazu. Gebt den Espresso und den Rum hinzu und rührt alles glatt.
Gebt den Zucker in einen kleinen Topf mit dickem Boden, am besten antihaftbeschichtet, fügt das Wasser hinzu und stellt ihn bei geringer Hitze auf den Herd. Rührt kontinuierlich mit einem Silikonspatel oder einem Holzlöffel, bis sich der Zucker auflöst. Gießt dann den Karamell in die Form und verteilt ihn mit Hilfe des Spatels auch an den Rändern, bis die Form zur Hälfte bedeckt ist. Zucker schmilzt bei 186°C – VORSICHT beim Umgang damit und beim Hantieren mit der Form, denn sie wird sehr heiß; seid außerdem schnell, denn der Karamell härtet rasch aus.
Gießt die Masse in die karamellisierte Form. Keine Sorge, wenn sie euch dünnflüssig erscheint – das ist völlig normal.
Stellt die Form in eine größere Auflaufform und füllt diese mit Wasser, bis die Form zur Hälfte im Wasser steht – der Pudding muss im Wasserbad garen.
Schiebt alles in einen vorgeheizten Ofen bei 180°C und backt für etwa 60–80 Minuten oder bis sich die Masse scheinbar von den Rändern löst.
Lasst den Pudding nach Ende der Garzeit 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen, dann abkühlen und für 8 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Stürzt das Dessert, indem ihr es vorsichtig erwärmt: 15 Sekunden bei sehr niedriger Flamme auf einem kleinen Herd erhitzen und dann schnell auf einen Teller stürzen.
Ihr werdet sehen, wie das Dessert glänzend und karamellglasiert präsentiert wird.
Garniert den Bunet mit Amaretti und serviert ihn.
Dieses Dessert hält sich 48 Stunden im Kühlschrank, gut verschlossen in einem luftdichten Behälter.
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