Das Pistazien-Marzipan ist eine Alternative zum traditionellen Mandelmarzipan, das für die Martorana-Früchte oder das Marzipanschäfchen verwendet wird. Es ist unverzichtbar bei der Zubereitung des Osterlamms von Favara und kann außerdem nützlich sein, um die grüne Überzugsmasse der sizilianischen Cassata herzustellen. Das Pistazien-Marzipan ist einfach zuzubereiten und gehört zur großen Familie der Gerichte der sizilianischen Küche. Wenn ihr also wirklich besondere und charakteristische sizilianische Süßspeisen zubereiten möchtet, empfehle ich euch, es auszuprobieren: hausgemacht mit leicht gerösteten Pistazien schenkt es euch ein Produkt mit einzigartigem Geschmack und intensivem Aroma. Ihr könnt das Pistazien-Marzipan nach der Kaltmethode herstellen, wenn das Produkt nicht schnell verbraucht wird; mit der Warmmethode hingegen, falls ihr keine lange Haltbarkeit benötigt. Ab in die Küche: ich erkläre euch das Rezept in wenigen einfachen Schritten und ihr werdet sehen, dass das Pistazien-Marzipan wirklich sehr, sehr einfach herzustellen ist. Bevor ich loslege: Wenn ihr über meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt meiner Facebook-Seite (hier) und meinem Instagram-Profil (hier) und findet viele weitere im Buch „La Sicilia è in tavola“.
Schau dir auch diese typischen sizilianischen Süßspeisen an:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Portionen: ca. 1 kg
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für die Pistazienpaste bzw. das Pistazien-Marzipan
- 500 g Pistazien (geschält, ungesalzen)
- 500 g Puderzucker
- 80 g Glukosesirup
- 60 g Wasser
Utensilien
- Schüssel
- Pfannen
- Mixer
- Arbeitsfläche
Zubereitung
Für dieses Rezept benötigt ihr reinen Puderzucker ohne Stärke. Ich empfehle daher, ihn zuhause mit einem guten Mixer selbst herzustellen. Ich verwende dafür einen Smoothie Maker.
Beginnt für das Pistazien-Marzipan damit, das Pistazienmehl zuzubereiten. Ich empfehle, das Mehl selbst herzustellen, damit ihr die Kerne vorher rösten könnt (Pistazien sind fetthaltige Kerne). Nach dem Kauf – unbedingt ungesalzen – entfernt ihr die Schalen, falls die Pistazien noch in der Schale sind, aber lasst die Häute dran. Gebt die Pistazien in eine Pfanne und erwärmt sie bei häufigerem Rühren, bis das typische Aroma gerösteter Nüsse aufsteigt; verbrennt sie nicht, sie sollen nur leicht goldbraun werden. Alternativ könnt ihr sie 5 Minuten bei 160°C in der Heißluftfritteuse rösten oder etwas länger im Ofen, ohne die Temperatur zu erhöhen. Lasst sie abkühlen und mahlt sie dann sehr fein in einer Küchenmaschine (wie einem Bimby) oder im oben genannten Blender.
Habt ihr den Zucker gemahlen und das Pistazienmehl vorbereitet, mischt beides zusammen und gebt den Glukosesirup hinzu: er hilft, die Paste weich zu halten. Fügt dann das Wasser hinzu.
Vermischt alles und beginnt dann, die Masse kräftig mit den Händen zu bearbeiten, damit das Pistazienmehl sein Öl freigibt und sich der Zucker auflöst, wodurch die Masse besser formbar wird. Gebt kein zusätzliches Wasser hinzu, knetet stattdessen so lange, bis ihr eine plastische, formbare Konsistenz erreicht.
Euer Pistazien-Marzipan ist jetzt fertig und bereit für die weitere Verwendung in euren Rezepten.
Aufbewahrung, Hinweise und Tipps
Wenn die Pistazienpaste nicht für die Agnelli oder für eine lange Aufbewahrung benötigt wird, könnt ihr sie auch mit der Warmmethode und ohne Glukose herstellen.
So geht’s: Gebt in einen kleinen Topf 70 g Wasser und den im Rezept vorgesehenen Zucker (auch Kristallzucker ist in diesem Fall geeignet). Wartet, bis der Sirup zu kochen beginnt, lasst ihn eine Minute köcheln und gebt dann das Mehl dazu. Rührt um und stellt den Topf wieder auf die Hitze für eine weitere Minute, dabei ständig umrühren, bis die Paste beginnt, sich in einer einzigen Masse vom Topfboden zu lösen. Stürzt die Masse auf die mit reichlich Puderzucker bestäubte Arbeitsfläche und wartet, bis sie etwas abgekühlt ist, bevor ihr sie knetet. Keine Sorge wegen einer klebrigen Konsistenz: beim Abkühlen wird die Paste sehr fest und formbar wie Knetmasse (falls sie euch zu fest oder bröselig erscheint, auch im kalten Zustand, gebt ein oder zwei Teelöffel Wasser hinzu und knetet noch einmal). So könnt ihr sie problemlos in allen Rezepten verwenden.
Bewahrt sie im Kühlschrank auf, gut verschlossen in einer Frischhaltefolie oder -tüte, und verbraucht sie innerhalb von etwa zehn Tagen oder bevor sie zu stark austrocknet.
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