Ricotta‑Schokoladen‑Tarte

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Der hausgemachte Kuchen mit dem Duft Siziliens.

Die Ricotta‑Schokoladen‑Tarte ist einer jener Süßspeisen, die nicht darauf abzielen, zu beeindrucken, sondern den Gaumen einfach verwöhnen wollen. Frisch verarbeitete Ricotta, handgehackte Schokolade und Orangenschale, zusammen mit dem Mürbeteig, der nach Zuhause riecht, schenken uns eine unglaublich umhüllende und köstliche Tarte. Heute geht es um ein einfaches Ricotta‑Dessert, wie jene, die keiner großen Erklärung bedürfen – alle Großmutters Rezepte, die Teil der sizilianischen Küche sind, funktionieren genau so.
Die verwendete Schafsmilch‑Ricotta ist dieselbe, die wir in den Cannoli finden, wenn die Füllung nach Vanille und Erinnerungen duftet. Es ist die Ricotta, die in frittierten Iris innen weich und außen goldbraun ist, und in Cartocci, bei Raviole, den Spagnolette aus Marsala, der gebackenen Cassata und der klassischen Cassata – Desserts, die nie nur süß sind, sondern Geschichten erzählen. Denn jedes Dessert ist anders, aber die Stimme bleibt dieselbe und spricht von Tradition!
Diese Tarte mit Ricotta und Schokoladenstückchen gehört dazu, wie die einfache Ricotta‑Tarte. Ich habe sie noch traditioneller gemacht, indem ich Schokoladenspäne aus Zartbitter verwendet habe.
Dieser Kuchen ist keine Neuheit, keine Modeerscheinung – er ist einfach eine weitere Art, Ricotta, Zuhause und Sizilien zu sagen:
eine Scheibe nach der anderen, ohne Eile…

Ab in die Küche, machen wir sie zusammen — aber zuerst erinnere ich euch: Wenn ihr über alle meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt meiner Facebook‑Seite und meinem Instagram‑Profil.

Schaut euch auch diese anderen sizilianischen Desserts mit Ricotta an: Ich bin sicher, ihr werdet sie lieben!

https://studio.youtube.com/video/DWGQ7lPJoPs/edit
  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Sehr günstig
  • Ruhezeit: 30 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Portionen: 10
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten für die Ricotta‑Tarte mit Schokostücken

  • 250 g Weizenmehl (Typ 00)
  • 1 Eigelb
  • 150 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillin (oder Vanilleessenz)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Backpulver (Backpulver für Kuchen)
  • nach Belieben Zitronenschale (Bio)
  • 50 g Puderzucker
  • 600 g Ricotta aus Schafsmilch (gut abgetropft)
  • 60 g Zucker
  • nach Belieben Orangenschale (Bio)
  • 120 g Zartbitterschokolade
  • nach Belieben Zimtpulver (nach Geschmack)
  • Vanille (Vanilleschote oder Vanilleessenz)

Küchenutensilien

  • Tarteform 24 cm
  • Backofen
  • Schüsseln

Schritte zur Zubereitung der Ricotta‑Schokoladen‑Tarte

  • Für den Mürbeteig:
    Verteilt das Mehl auf der Arbeitsfläche und bildet einen Brunnen.
    Gebt die kalte Butter in Stücken in die Mitte und arbeitet sie ein, bis eine sandige Konsistenz entsteht. Weitet den Brunnen wieder und gebt den Puderzucker dazu. Schlagt in die Mitte das Ei und das Eigelb und beginnt mit einer Gabel zu mischen, dabei nach und nach das Mehl einarbeiten.

  • Gebt das Eigelb in die Mitte und beginnt mit einer Gabel zu mischen, dabei nach und nach Zucker und Mehl einarbeiten.

    Gebt die abgeriebene Zitrusschale hinzu.

  • Gebt das Backpulver, eine Prise Salz und das Vanillin dazu und knetet den Teig mit den Händen weiter, ohne ihn zu überhitzen, bis ein glatter, kompakter Teigling entsteht. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und lasst ihn im Kühlschrank ruhen.

  • In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Füllung.
    Lasst die Ricotta gut abtropfen, idealerweise 24 Stunden im Kühlschrank in einem Sieb. Sobald sie trocken und kompakt ist, gebt sie in eine Schüssel und rührt sie mit dem Puderzucker, bis sie cremiger wird.

  • Schneidet die Vanilleschote auf, kratzt das Mark heraus und gebt es zur Ricotta.
    Reibt die Orangenschale und gebt sie zur Masse.

  • Hackt die Zartbitterschokolade zu Spänen und hebt sie vorsichtig unter die Ricotta‑Creme, rührt behutsam. Wer mag, kann noch eine Prise Zimt hinzugeben.

  • Nehmt den Mürbeteig aus dem Kühlschrank, knetet ihn kurz mit den Händen, damit er geschmeidig wird, rollt ihn auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz aus und kleidet die Tarteform damit aus. Drückt die Ränder gut an und entfernt überstehende Teigreste. Stich den Boden mehrmals mit einer Gabel ein.


  • Füllt die Ricotta‑Masse in die Form und glättet sie.
    Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und gitterförmig auf der Oberseite anordnen.


  • Backt die Tarte im statischen Ofen bei 180°C für etwa 40–45 Minuten, bis sie schön goldbraun ist.

  • Lasst die Tarte nach dem Backen komplett in der Form abkühlen, bevor ihr sie herauslöst. Dann auf eine Platte legen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Aufbewahrung, Hinweise und Tipps


Bewahrt die Ricotta‑Schokoladen‑Tarte im Kühlschrank auf, abgedeckt mit Frischhaltefolie oder unter einer Kuchenglocke. Bei Raumtemperatur bleibt sie bis zu 24 Stunden gut, im Kühlschrank ist sie 3–4 Tage perfekt, dabei innen cremig und außen knusprig.
Vor dem Servieren die Tarte mindestens 15–20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen: Die Ricotta wird weich und das Schokoladenaroma intensiver.
Wenn ihr eine festere Konsistenz bevorzugt, könnt ihr die Tarte auch am Vortag zubereiten: Das Ruhen hilft der Füllung, sich zu setzen, und macht das Schneiden ausgeglichener. Ihr könnt die Orangenschale durch Zitronenschale ersetzen oder beides kombinieren für ein subtileres Aroma. Die Schokolade kann Zartbitter, extra Zartbitter oder gemischt sein, ganz nach Geschmack.

Wenn die Ricotta zu feucht sein sollte, empfehlen wir, sie auf ein sauberes Baumwolltuch (ohne Weichspüler‑ oder Waschmittelgeruch) zu geben und vorsichtig abzutupfen.

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FAQ (Fragen und Antworten)


  • Kann ich die Ricotta‑Schokoladen‑Tarte im Voraus zubereiten?

    Ja, ihr könnt sie auch einen Tag vorher vorbereiten. Das Ruhen im Kühlschrank hilft der Füllung, sich zu setzen und macht das Schneiden einfacher.


  • Welche Ricotta ist am besten geeignet?

    Wir empfehlen Schafsmilch‑Ricotta, gut abgetropft; ihr könnt aber auch Ricotta aus Kuhmilch verwenden, solange sie trocken und cremig ist.


  • Kann ich statt Zartbitter Vollmilchschokolade verwenden?

    Ja, das könnt ihr, beachtet aber, dass das Ergebnis süßer sein wird. Zartbitter sorgt besser für das Gleichgewicht mit der Ricotta.


  • Lässt sich der Mürbeteig vorbereiten?

    Klar, ihr könnt ihn auch am Vortag zubereiten und gut in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank aufbewahren.


  • Kann man die Tarte einfrieren?

    Ja, ihr könnt sie bereits gebacken einfrieren, ganz oder in Stücken. Zum Servieren langsam im Kühlschrank auftauen lassen.


  • Woran erkennt man, dass die Tarte fertig ist?

    Die Oberfläche sollte schön goldbraun sein und der Teig fest. Die Füllung härtet beim Abkühlen natürlich noch etwas nach. Während des Backens geht die Tarte leicht auf; wenn sie auch in der Mitte aufgegangen ist, könnt ihr sie als durchgebacken betrachten: Ofen ausschalten, kurz ruhen lassen und dann herausnehmen. Die Ricotta wird beim Abkühlen fester.

Autorenbild

ilcaldosaporedelsud

„Il caldo sapore del sud“ ist der Blog, auf dem du die echten Rezepte der traditionellen sizilianischen und italienischen Küche findest: Pasta-Rezepte, Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch, Süßspeisen und vieles mehr…

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