Sizilianische Ossa di Morto oder „oss’e mottu“ bzw. auch die Kekse „moscardini“ – das Originalrezept. Die „Ossa di Morto“ aus Sizilien sind Kekse mit zweierlei Konsistenz, die zusammen mit „Rame di Napoli“, „Nzuddi„, Bersaglieri, Biscotti Regina, Cotognata, Mostarda zum großen Korpus der Dolci dei Morti und der Tradition des 1. November gehören. Sie sind mit dem Fest Allerheiligen und dem Gedenktag der Verstorbenen verbunden und im gesamten Herbst in jeder Bar, Konditorei, Bäckerei und jedem Lebensmittelladen auf Sizilien zu finden. Ein würziger, angenehmer Snack, der allein oder in Gesellschaft genossen werden kann.
Früher hatten diese Süßigkeiten verschiedene Formen, erinnerten aber meist an Knochen; sie gehören zu den Erinnerungen jedes Sizilianers. Ihre weiße Schale und der duftende, knusprige Karamell weckten die Fantasie der Kinder, die die harte Karamellschicht abnagen, um die makellose, weiße Schale darunter zu entdecken, neugierig auf das Geheimnis ihrer Herkunft…
Heute, wo uns viele verschiedene Süßigkeiten umgeben, sind die Ausmaße unserer kleinen Kekse zwar kleiner geworden, nicht aber ihr Geschmack und ihre evocative Wirkung. Ab in die Küche: Entdecken wir zusammen, wie man sizilianische Ossa di Morto zubereitet und wie die spezielle Herstellung aussieht. Zuvor erinnere ich euch daran, dass ihr, wenn ihr über alle meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, meine Facebook-Seite (hier) und mein Instagram-Profil (hier) folgen könnt.
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- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 1 Tag
- Portionen: 60 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Herbst
Zutaten
- 300 g Weizenmehl (Type 0)
- 300 g Zucker
- 1 cucchiaino Zimt, gemahlen
- 4 Nelken, gemahlen (Zu Pulver gemahlen)
- 100 ml Wasser
Werkzeuge
- Backblech
- Backofen
- Topf
- Schüssel
- Arbeitsfläche
Zubereitung
Wiegt die Zutaten ab und legt 50 g Zucker und 50 g Mehl beiseite. Bringt das Wasser zum Kochen, nehmt den Topf vom Herd und gebt die 250 g Zucker sowie die Gewürze hinein. Rührt um und lasst den Zucker so weit wie möglich auflösen. Gebt den Sirup zu 250 g Mehl. Knetet lange; macht euch keine Sorgen, wenn der Teig klebrig ist – jetzt ist der Moment, fast das gesamte Mehl und den Zucker hinzuzufügen. Knetet alles zu einer homogenen Masse; ihr erhaltet die auf dem Foto gezeigte Konsistenz. Gebt nicht mehr Mehl hinzu, sondern verwendet eine Spachtel, um den Teig zu handhaben und abzukühlen.
Bemehlt die Arbeitsfläche mit dem restlichen Mehl, teilt den Teig in vier Teile und rollt daraus Stränge von etwa 1,5 cm Durchmesser. Schneidet diese in Zylinder von etwa 3 cm Länge, bestreicht den Boden leicht mit etwas Wasser und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.
Nun könnt ihr auf zwei Arten weitermachen:
– Im Ofen etwa 6 Stunden bei 50 °C (am besten Umluft) trocknen lassen.
– Traditionell an einem trockenen, gut belüfteten Ort 1–2 Tage (manchmal auch 3) trocknen lassen. Nach dem Trocknen sollten sie außen weiß sein und innen sehr weich bleiben. Backt sie bei 160 °C für 15 Minuten; ihr werdet sehen, wie der Karamell aus dem Keks läuft und goldbraun wird. Schaltet dann den Ofen aus und lasst die Kekse im abgeschalteten Ofen abkühlen und vollständig trocknen; danach herausnehmen und bei Zimmertemperatur genießen.
Wichtige Hinweise und Aufbewahrung
Beachtet, dass die Füllung nach dem Trocknen innen weich bleiben muss. Meine ersten Versuche mit diesem Gebäck scheiterten, weil ich die falsche Trocknungsmethode angewendet habe. Wenn man die Kekse an einem nicht belüfteten Ort im Haus liegen lässt, bildet sich die äußere Kruste nicht schnell genug, sodass der Keks auch innen austrocknet und der Karamell nicht richtig ausläuft. Das Geheimnis liegt genau hier: im deutlichen Unterschied der Konsistenzen zwischen innen und außen. Das weiche Herz schmilzt beim Backen und findet einen Weg nach außen durch den Boden des Kekses, der feucht bleibt, weil er auf dem Blech oder Tablett liegt. Ich empfehle deshalb, falls der Boden zu trocken erscheint, mit leicht angefeuchtetem Finger behutsam etwas Feuchtigkeit aufzutragen – aber achtet darauf, die obere Kruste nicht zu befeuchten.
Wenn ihr es eilig habt, legt die Teigzylinder auf ein Blech und lasst sie im Ofen sechs Stunden bei 50 °C trocknen.
Bewahrt die Ossa di Morto gut getrocknet und gebacken in einer Blechdose auf; so bleiben sie lange frisch.
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