Traditionelle neapolitanische Pastiera nach Omas Rezept mit vorgekochtem Weizen, eine Zubereitung, die zusammen mit dem Casatiello, dem Tortano und der Pizza chiena zur großen und bunten Sammlung der kampanischen Rezepte gehört. Die traditionelle neapolitanische Pastiera, ein traditionelles Ostergebäck, ist im Grunde eine Tarte, hergestellt mit einem Boden aus Mürbeteig mit Schmalz und einer Füllung aus Ricotta und gekochtem Weizen in Milch. Ein üppiges, festliches Dessert, das auf keiner Oster-Menüidee fehlen darf. Es ist zwar etwas aufwendig, aber absolut einen Versuch wert — heute machen wir es zusammen.
Die Pastiera ist eines der typischen Desserts unter den kampanischen Traditionen, die zur Osterzeit zubereitet werden. In der klassischen Originalrezeptur der Pastiera gibt es 7 Streifen als Dekoration, und die verwendeten Aromen sind Orangenschalen, Vanille und Orangenblütenwasser. Die Hauptzutaten der Füllung sind gekochter Weizen und Ricotta. Heute gibt es viele Varianten der traditionellen Version, zum Beispiel die Schokoladen-Pastiera, und oft wird die Ricotta durch Puddingcreme ersetzt, was zur Pastiera mit Vanillecreme führt. Aber woher kommt die Pastiera eigentlich und warum hat sie 7 Streifen?
Der Legende nach wählte die Meerjungfrau Partenope die Bucht von Neapel als Wohnort und bezauberte die Menschen dort mit ihrer süßen, melodischen Stimme. Um ihr zu danken, begannen die Bewohner, ein Ritual zu feiern, bei dem sie der Meerjungfrau sieben Gaben (genau wie die Streifen) darbrachten: Mehl, Eier, Weizen, Orangenblüten, Ricotta, Zucker und Gewürze. Jede Gabe hatte ihre eigene Symbolik, und in den geschickten Händen der Meerjungfrau Partenope wurden sie zur berühmten Pastiera.
Natürlich sind das nur Legenden, und obwohl die Ursprünge dieses Desserts in der Antike wurzeln und im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, ist die Pastiera heute ein Schatz für ganz Italien: Die Tradition, Weizen zu kochen und in Süßspeisen zu verwenden, ist in vielen Regionen verbreitet. In Sizilien zum Beispiel ist die Cuccia ein typisches Löffeldessert aus Ricotta, kandierten Früchten und gekochtem Weizen.
Aber nun ab in die Küche: Wir zeigen euch, wie man die Pastiera mit vorgekochtem Weizen zubereitet — praktisch und schneller als die Variante mit langer Koch- und Einweichzeit des Weizens, aber genauso lecker. Bevor wir anfangen: Wenn ihr über meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, könnt ihr meiner Facebook-Seite und meinem Instagram-Profil folgen.
Schaut euch auch diese neapolitanischen Süßspeisen an.
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Portionen: 12-14 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Leistung 291,44 (Kcal)
- Kohlenhydrate 39,31 (g) davon Zucker 23,72 (g)
- Proteine 6,08 (g)
- Fett 12,79 (g) davon gesättigt 5,81 (g)davon ungesättigt 6,35 (g)
- Fasern 1,09 (g)
- Natrium 90,43 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 100 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten für die originale Pastiera
- 400 g Ricotta (am besten Schafsmilch-Ricotta)
- 220 g Zucker
- 300 g gekochter Weizen
- 300 g Milch
- 3 Eier (große)
- 30 g Butter
- 150 g kandierte Früchte (100 Orange und 50 Zitronat)
- 2 Teelöffel Orangenblütenwasser
- nach Belieben Orangenschale
- nach Belieben Zitronenschale
- 1 Prise Salz
- 1 Esslöffel Vanilleextrakt
- 20 g Blütenhonig
- 430 g Weizenmehl Tipo 00
- 200 g Schmalz (oder Butter)
- 170 g Puderzucker
- 2 Eier (kleine)
- nach Belieben Zitronenschale
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt (oder Vanillin)
- nach Belieben Puderzucker (zum Bestäuben)
- Backform
für Pastiera Ø 28 cm
- Backofen
- Nudelholz
- Backpapier
So wird die originale neapolitanische Pastiera gemacht
Gebt den vorgekochten Weizen in einen Topf, bedeckt ihn mit der Milch und fügt die Butter, zwei Esslöffel Zucker (aus der Gesamtmenge) und die Schalen von Orange und Zitrone hinzu.
Köchelt das Ganze etwa 20–30 Minuten bei mittlerer Hitze, bis die Milch größtenteils aufgenommen ist und eine dichte, cremige Masse entsteht. Entfernt dann die Schalen.
Ihr könnt den Weizen so lassen, wie er ist, oder mit einem kurzen Mixvorgang etwas feiner und cremiger machen.
Lasst die Masse abkühlen.
In einer großen Schüssel die Ricotta mit den Eiern, dem Zucker, den Aromen, dem Honig und den kandierten Früchten verrühren.
Wenn eine glatte, homogene Masse entstanden ist, gebt die abgekühlte oder lauwarme Weizenmischung dazu und mischt alles sorgfältig.
Stellt die Füllung dann in den Kühlschrank.
Gebt das Mehl auf die Arbeitsfläche, fügt das Schmalz (oder die Butter) hinzu und verarbeitet alles miteinander, bis eine bröselige Konsistenz entsteht.
Formt eine Mulde, gebt die Eier, den Zucker und das Vanillearoma hinzu und arbeitet alles zu einem glatten, homogenen Teig. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und stellt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.
Nach der Ruhezeit rollt den Teig auf etwa 0,5 cm Dicke auf einem Blatt Backpapier aus und hebt ihn mit einer schnellen Bewegung an und legt ihn in die Form (so dass das Backpapier oben liegt und nicht unten).
Rollt das Nudelholz über die Form, um den Teigüberschuss zu entfernen, und füllt dann die Ricotta-Weizen-Masse in die Form.
Rollt den restlichen Teig aus und formt die typischen Streifen (7 – so sagt man zumindest), schneidet sie mit einem gezackten Teigrädchen (nicht glatt, ein weiterer aktuell geäußerter Wunsch).
Dekoriert die Pastiera und backt sie in einem statischen Ofen bei 180 °C für ungefähr eine Stunde und zehn Minuten.
Beim Backen geht die Pastiera etwas auf (ähnlich wie ein Käsekuchen) und kann leicht aufreißen — das ist normal.
Nach der angegebenen Backzeit aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, bevor ihr sie aus der Form holt.
Die Pastiera sollte mindestens einen Tag bei Raumtemperatur ruhen (manche sagen bis zu drei Tage), damit sich die Aromen optimal entfalten — und gerne mit Puderzucker bestäubt servieren.
Sie hält sich bei kühler Raumtemperatur zwei bis drei Tage, abgedeckt mit einem Baumwoll- oder Leinentuch; manche bewahren sie bis zu 7–10 Tage bei Raumtemperatur auf. Andere stellen sie in den Kühlschrank oder frieren sie bereits portioniert ein.
Wir bewahren sie selten länger als drei Tage: Bei uns gehört es zur Tradition, am Karfreitag zwei Pastiere zu machen und sie zwischen Ostern und Ostermontag zu verzehren.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist die Pastiera napoletana?
Die Pastiera napoletana ist ein traditionelles Dessert aus der Küche Kampaniens, zubereitet mit Ricotta, gekochtem Weizen, Eiern und Aromen und wird besonders in der Osterzeit gegessen.
Was ist das Geheimnis einer cremigen Pastiera?Das Geheimnis der Pastiera nach Omas Rezept ist die Ruhezeit: Sie sollte mindestens 24 Stunden ruhen, bevor sie serviert wird. So wird die Füllung kompakter und cremiger und die Aromen verbinden sich perfekt.
Warum hat die Pastiera 7 Streifen?
Der Tradition zufolge stehen die 7 Streifen der Pastiera für die sieben Gaben, die der Meerjungfrau Partenope dargebracht wurden: Mehl, Ricotta, Eier, Weizen, Orangenblüten, Zucker und Gewürze.
Wie lange muss die Pastiera ruhen, bevor sie serviert wird?
Die Pastiera sollte mindestens 24 Stunden ruhen, damit sich die Aromen verbinden und eine kompaktere, cremigere Konsistenz entsteht.
Ist die Pastiera napoletana ein vegetarisches Rezept?
Ja, die Pastiera napoletana ist vegetarisch, da sie mit Zutaten wie Ricotta, Eiern, Weizen und Zucker zubereitet wird und kein Fleisch oder Fisch enthält.

