Die Neapolitanischen Pastierine sind die Einzelportion-Variante eines der bekanntesten Süßspeisen der neapolitanischen Tradition. Es handelt sich um kleine Mürbeteig-Tartelettes mit einem mürben, aromatischen Rand, gefüllt mit einer cremigen Masse aus Ricotta, gekochtem Weizen und Duftstoffen. Sie lassen sich gut vorbereiten und schmecken nach Ruhezeit am besten. Zu Ostern, besonders in Neapel und Umgebung, sind sie praktisch ein Muss: Der Duft von Orangenblüten durchzieht das Haus schon am Donnerstag oder Karfreitag, wenn man sie in aller Ruhe, oft mit der Familie, zubereitet. Manche folgen strikt dem Rezept der Oma, andere fügen ihre eigene geheime Note hinzu — das Ergebnis bleibt immer ein Festgebäck, das nach Frühling und Zuhause schmeckt. Die Pastierine sind auch toll zum Mitnehmen bei Verwandtenbesuchen oder zum Teilen nach dem Osteressen. Im Folgenden zeigen wir Schritt für Schritt, wie man sie macht:
- Schwierigkeit: Mittel
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 40 Minuten
- Portionen: ca. 9
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern
Zutaten
- 250 g Mehl
- 100 g Zucker
- 120 g Butter (oder Schmalz)
- eine Prise Salz
- 1 ein mittleres Ei
- 1 Eigelb
- abgeriebene Schale von 1/2 Orange und 1/2 Zitrone
- 170 g gekochter Weizen (für Pastiera)
- 100 ml Milch
- 2 Eier (mittelgroß)
- 1 Eigelb
- 170 g Ricotta aus Schafsmilch
- ganze Schalen von 1/2 Orange und 1/2 Zitrone
- 150 g Zucker
- 15 g Butter
- Halbe Fläschchen Orangenblüten-Aroma
- eine Prise Zimtpulver
- Vanillearoma
- 40 g gemischte kandierte Früchte (Orange und Zitronat)
Schritte
Beginne damit, den Mürbeteig zuzubereiten: Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Schale von Zitrone und Orange in eine Schüssel geben. Dann die kalte Butter in Stücken hinzufügen, Ei und Eigelb einarbeiten und zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den gekochten Weizen mit Milch, Butter und den Zitronen- und Orangenschalen in einen Topf geben. Bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. Abkühlen lassen und die Schalen entfernen.
Ricotta gut abtropfen lassen, durch ein Sieb streichen und mit dem Zucker verrühren. Eier und Eigelb hinzufügen sowie Orangenblütenaroma, Zimt, Vanille und fein gehackte (oder pürierte, wenn du magst) kandierte Früchte. Zum Schluss den inzwischen kalten Weizen einarbeiten und rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und damit zuvor gefettete 8-cm-Förmchen auskleiden. Mit der Füllung befüllen, dabei nicht bis zum Rand füllen, und mit den klassischen geflochtenen Streifen aus Mürbeteig dekorieren.
Im vorgeheizten Backofen (Ober/Unterhitze) bei 170°C etwa 35–40 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Ofen ausschalten und die Pastierine bei leicht geöffneter Tür im Ofen ruhen lassen.
Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Mindestens 24 Stunden ruhen lassen, bevor du sie servierst; nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Guten Appetit und… bis zum nächsten Rezept!
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