Wie entsteht ein Rezept?, habt ihr euch das schon mal gefragt? Diese Mimosa-Muffins sind auf Vorschlag von Lauretta entstanden, der Lebensgefährtin meines Vaters. Vor ein paar Wochen war ich bei ihnen zum Abendessen und habe erzählt, dass ich dieses Jahr ein Gebäck zum Frauentag machen wollte. Natürlich war der erste Gedanke die Mimosa-Torte mit Creme und Ananas. Aber ich hatte zwei Probleme: zum einen, ich esse keine Ananas, die mag ich überhaupt nicht; zum anderen die zeitliche Planung zur Zubereitung und Dekoration der Torte.
Um das Rezept aufzunehmen, hätte ich zwei Torten backen müssen. Einen Morgen für die beiden Biskuitböden und einen weiteren Vormittag, um zu füllen und zu dekorieren. Also zwei Tage Arbeit für einen Beitrag. Ganz ehrlich, ich hatte schon keine Lust mehr. Vor vier Tagen schrieb mir Lauretta: „Warum machst du nicht Muffins, die machst du doch immer großartig, und dekorierst sie wie die Torte?“ Da ging mir ein Licht auf. Sie hatte recht: Ich konnte Mimosa-Muffins mit Creme machen und sie wie die Torte dekorieren. Ich habe die Ananas weggelassen und stattdessen die leckeren Amarenen von Fabbri 1905 genommen – und hier sind wir nun!
Wie oft habt ihr gedacht: „Dieses Jahr mache ich die Mimosa-Torte!“ und dann doch drauf verzichtet? Also dieses Jahr, zum 8. März, habe ich mich für Muffins entschieden! Ehrlich gesagt: zwei Biskuitböden backen – ich habe nicht mal zwei gleich große Formen – abkühlen lassen, bevor man weitermachen kann, dann die Füllung, die Dekoration… kurz gesagt: allein beim Gedanken daran ist mir die Lust vergangen. Wie ich in meinen Videorezepten immer sage: ich liebe einfache, schnelle und richtig gute Rezepte und versuche deshalb, den Ablauf so weit wie möglich zu vereinfachen. Die Mimosa-Torte ist sicher köstlich, aber auch diese Muffins mit Creme und Amarenen können sich sehen lassen!
Natürlich müsst ihr die Puddingcreme rechtzeitig vorbereiten und komplett abkühlen lassen, bevor ihr sie zum Füllen und Dekorieren der Muffins verwendet. Nachfolgend findet ihr die Mengenangaben für die Großmutters Puddingcreme. Also, keine Ausreden mehr!
Auf dem Blog findet ihr viele Süßrezepte mit hausgemachter Puddingcreme, zubereitet nach Omas Rezept Licia. Eine cremige, aromatische und superleckere Creme, perfekt zum Füllen, Dekorieren und um jedes Dessert besonders zu machen. Alle Rezepte findet ihr in der Sammlung „Süße Rezepte mit hausgemachter Puddingcreme“. Hier unten verlinke ich euch meine Favoriten und die meistgelesenen Beiträge des Blogs. Außerdem findet ihr dort das vorletzte Rezept: die Mattonella-Torte, ein einfaches und schnelles No-Bake-Rezept – müsst ihr euch unbedingt anschauen!
Ich danke – und bitte euch ebenfalls, Lauretta zu danken – dass sie mir diese Idee in den Kopf gesetzt hat, sodass ich dieses Gebäck zum Frauentag mit euch teilen kann! Ich hoffe, es gefällt euch und dass euch das Amarenen-Herz schon beim ersten Bissen überzeugt!
Ich erinnere euch daran, dass ich jeden Morgen in der Facebook-Gruppe und auf der Fanpage von „Le Ricette di Bea“ mit meinem Tagesrezept für euch da bin! Ein tolles Ritual, um den Tag mit einer süßen oder herzhaften Kleinigkeit zu beginnen!
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Portionen: 12 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Internationaler Frauentag, alle Jahreszeiten
Zutaten für 12 Mimosa-Muffins mit Puddingcreme
- 230 g Mehl (für lockere Kuchen)
- 20 g Maisstärke (oder Kartoffelstärke)
- 100 g Zucker
- 70 ml Pflanzenöl (oder 65 g weiche Butter bei Zimmertemperatur)
- 2 Eier (bei Zimmertemperatur)
- 150 ml Milch (bei Zimmertemperatur)
- 2 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Fläschchen Vanille (oder ein Päckchen)
- 1 Prise Salz
- 250 ml Milch (bei Zimmertemperatur)
- 30 g Mehl (oder Maisstärke)
- 1 Ei (bei Zimmertemperatur)
- 35 g Zucker
- 1 Fläschchen Vanille (oder ein Päckchen bzw. das Mark einer Vanilleschote)
- 15 Amarenenkirschen (von Fabbri 1905)
Um die Puddingcreme nach Omas Art vorzubereiten, die ihr zum Füllen und Dekorieren der Mimosa-Muffins braucht, könnt ihr das Rezept unter folgendem Link nachlesen und Schritt für Schritt folgen: Omas Puddingcreme. Beachtet jedoch die oben angegebenen Mengen für die Zubereitung. In der Rezeptkarte findet ihr außerdem die benötigten Werkzeuge und die Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Werkzeuge zur Zubereitung der Mimosa-Muffins mit Cremekern und Amarenen
- 1 Schüssel
- 1 Handmixer
- 1 Löffel
- 1 Sieb
- 1 Küchenwaage
- 1 Teigschaber
- 1 Muffinform
- 12 Muffinförmchen (Papier)
- 1 Abkühlgitter
- 1 Backofen
- 1 Spritztüte
- 1 Messer
- 1 Teller
- 1 Gabel
- 1 Kelle
Die Liste der nötigen Werkzeuge für diese Muffins ist zwar etwas länger, aber lasst euch nicht abschrecken: die Zubereitung läuft glatt und schnell – so wie bei allen Rezepten, die ich euch vorstelle!
Schritte für die Zubereitung der Mimosa-Muffins mit Cremekern und Amarenen
Ich beginne mit der Vorbereitung der Muffins, indem ich alle benötigten Zutaten bereitlege, abwiege und auf der Arbeitsfläche anrichte. Ich heize den Ofen auf Ober-/Unterhitze auf 170–180 °C vor, damit er heiß ist, wenn die Muffins hineinkommen. Ich nehme die Schüssel, den Handmixer und alle anderen Utensilien und bin endlich bereit loszulegen.
Ich gebe den Zucker in die Schüssel, schlage die Eier (bei Zimmertemperatur) auf und füge eine Prise Salz hinzu. Wenn ihr ein Fläschchen Vanille oder ein Päckchen verwendet, gebt das jetzt zu den Flüssigkeiten. Ich schalte den Handmixer ein und schlage die Masse, bis sie reichhaltig, luftig und leicht weißlich ist. Das dauert ungefähr fünf Minuten.
Dann gebe ich nach und nach die Flüssigkeiten dazu: Zitronensaft, Pflanzenöl und die Milch bei Zimmertemperatur. Wenn ihr Butter verwendet, sollte sie weich bei Zimmertemperatur sein und in Stücke geschnitten, damit sie sich leichter einarbeiten lässt. Sobald die Flüssigkeiten gut vermischt sind, schalte ich den Handmixer aus und fahre mit den Mehlen fort.
Mit einem Sieb und einem Löffel gebe ich die zuvor abgewogenen Mehle hinzu. Löffelweise, bis die Menge aufgebraucht ist. Ich schalte den Handmixer auf die niedrigste Stufe und arbeite den Teig. Ihr werdet sehen, dass er luftig und klumpenfrei wird. Dann schalte ich den Handmixer aus – ab jetzt brauche ich ihn nicht mehr.
Ich lege die Papierförmchen in die Muffinform und beginne mit einem kleinen Schöpflöffel, den Teig einzufüllen. Lasst etwa 1 cm Rand frei, damit der Teig beim Aufgehen genug Platz hat und die typische Muffinform annimmt.
Ich schiebe das Blech in die Mitte des Ofens und backe die Muffins 25 bis 30 Minuten bei 170 °C (Ober-/Unterhitze). Macht ab circa 25 Minuten die Stäbchenprobe, bevor ihr den Ofen ausmacht, und kontrolliert regelmäßig den Backfortschritt.
Ich nehme die Muffins aus dem Ofen und setze sie auf ein Abkühlgitter, damit sie komplett auskühlen und nicht weiter durch das heiße Blech nachgaren. Ich habe die Mimosa-Muffins 1 Stunde und 30 Minuten auskühlen lassen, bevor ich weitergemacht habe. Mindestens eine Stunde ist sinnvoll; habt ihr etwas mehr Zeit, lasst sie vollständig abkühlen, damit sie beim Abschneiden des Hütchens nicht auseinanderfallen. Dann geht es ans Füllen mit der hausgemachten Puddingcreme.
Nach dieser Zeit hole ich die Schüssel mit der Puddingcreme, die ich am Vorabend zubereitet habe, und rühre sie mit einem Löffel oder einem Schneebesen glatt, damit sie wieder schön cremig ist. Die Creme fülle ich in einen Spritzbeutel mit einer ausreichend großen Tülle, damit ich zügig und ohne Probleme arbeiten kann.
Ich nehme einen Teller und ein Messer und schneide das Hütchen des Muffins ab – Stück für Stück, so mache ich es bei allen Muffins. Kein Stress, wenn man den Dreh einmal raus hat, geht es schnell. Mit der Messerspitze höhle ich die Mitte jedes Muffins leicht aus, so dass ein Hohlraum entsteht, den ich mit Creme füllen kann.
Dann nehme ich den Spritzbeutel und fülle den Muffin – aber nicht zu viel. Wenn zu viel Creme drin ist, würde sie beim Essen herauslaufen. Mit einer Gabel nehme ich eine Amarenenkirsche aus dem Sirupglas und setze sie mittig in den Muffin.
Ich setze das Hütchen wieder auf und bestreiche die Oberfläche mit etwas Creme. Mit den Händen brösele ich dann das Innenstück des Hütchens und streue die Brösel obenauf – so entsteht die typische, wunderschöne Mimosa-Dekoration, die wir alle kennen.
Die Mimosa-Muffins mit Puddingcreme und Amarenen sind fertig und bereit, an die Familie, Gäste oder Freundinnen serviert zu werden – perfekt, wenn ihr z. B. einen Abend unter Frauen plant. Jede Gelegenheit ist gut, um diese kleinen Desserts mit Creme und Amarena zu genießen.
Ich wünsche euch guten Appetit und erinnere euch daran, dass ihr hier im Blog täglich viele weitere einfache, schnelle und leckere Rezepte findet – wie dieses hier!
Ihr könnt diese Muffins auch zum Valentinstag oder zu Ostern servieren. Zwei unterschiedliche Anlässe, bei denen dieses Rezept meiner Meinung nach immer sehr gut passt, um ein Menü oder eine Feier abzuschließen.
Aufbewahrung, Tipps und Varianten des Rezepts:
Aufbewahrung der Mimosa-Muffins mit Creme und Amarenen: Ihr könnt die Muffins in einer Kuchenbox mit Deckel für ein paar Tage aufbewahren. Ich empfehle, sie nicht sofort zu füllen, sondern erst kurz vor dem Servieren – so bleibt die Creme frisch im Kühlschrank und verdirbt nicht. Also Hütchen abschneiden, füllen und außen dekorieren macht ihr am besten direkt vor dem Servieren.
Wenn ihr die Muffins bereits gefüllt und dekoriert habt, könnt ihr sie trotzdem ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie werden dann etwas fester, aber so geht wenigstens nichts verloren. Merkt euch: holt die Muffins nur aus dem Kühlschrank, wenn ihr sicher seid, dass sie verzehrt werden, und lasst sie etwa 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, bevor ihr sie serviert.
Tipps zum Rezept: Schlagt die Ei‑Zucker‑Masse gut auf, bis sie eine schöne, dichte weiße Schaumstruktur bildet. Das dauert ein paar Minuten, ist aber die Basis für gelungene Muffins. Siebt die Mehle (Weizenmehl, Stärke/Maisstärke) und das Backpulver, bevor ihr sie zur Eiermasse gebt. Füllt die Förmchen nicht zu sehr – lasst etwa 1 cm Rand frei, damit die Muffins genügend Platz zum Aufgehen haben und die typische Form bekommen.
Varianten des Rezepts: Ihr könnt die Amarenen z. B. durch Ananaswürfel ersetzen, wenn ihr das mögt, kleine Apfelwürfel oder anderes Obst eurer Wahl. Ihr könnt auch einen Kern aus Haselnusscreme (Nutella) machen, wenn ihr euch die Arbeit mit der Puddingcreme sparen wollt. Dann sehen die Muffins außen natürlich anders aus, weil die Nutella einen dunklen Farbkontrast zum zerbröselten Teig oben bildet. Wie angegeben könnt ihr das Pflanzenöl durch Butter ersetzen und Maisstärke oder Kartoffelstärke verwenden, um besonders luftige Muffins wie Wolken zu erhalten.

