Heute schlage ich euch diese köstlichen und knusprigen Freselline vor, hergestellt ohne Gluten, ohne Milch oder Milchprodukte und ohne tierische Fette. Es ist ein einfaches Rezept mit einer sehr übersichtlichen Vorgehensweise, die ich Schritt für Schritt erkläre. Sie sind sehr vielseitig, appetitlich und in der Form anpassbar. Wir können die Freselline ohne Gluten anstelle von Brot verwenden, z. B. für einen leckeren Panzanella‑Salat, eine neapolitanische Caponata, als Crostini in Suppen und so weiter, ganz nach Geschmack und Fantasie.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 18 Stunden
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Portionen: 14
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Frühling, Sommer und Herbst
Zutaten
- 50 g Caputo-Mischung ohne Gluten für Brot und Pizza (fioreglut)
- 50 ml Wasser (Zimmertemperatur)
- 3 g Frische Hefe ohne Gluten
- 450 g Caputo-Mischung ohne Gluten für Brot und Pizza (fioreglut)
- 275 ml Wasser (warm)
- 5 g Feines Salz
- 50 ml Extra natives Olivenöl
- 1/4 Teelöffel Kristallzucker
- Aufgegangener Vorteig
Schritte
Die angegebenen Wassermengen in diesem Rezept beziehen sich auf die von mir verwendete glutenfreie Mischung. Wenn andere Mehle verwendet werden, kann es notwendig sein, etwas mehr oder weniger Wasser sowohl im Vorteig als auch im Hauptteig zuzugeben, da Mehle – glutenfrei oder nicht – nicht alle die gleiche Flüssigkeitsaufnahme haben.
Wir bereiten den Vorteig zu
In einer Schüssel die frische Hefe im vorgesehenen Wasser auflösen.
Die 50 Gramm der glutenfreien Mischung getrennt sieben und zur Wasser‑Hefe‑Mischung geben. Gut verrühren, mit Frischhaltefolie abdecken und etwa zwei Stunden fermentieren lassen.
Nach zwei Stunden den Vorteig in die Schüssel einer Küchenmaschine geben.
Es ist ein sehr einfacher Teig, aber wegen seiner extrem klebrigen, fast cremigen Konsistenz empfehle ich, die Küchenmaschine zu verwenden, um die Zutaten zu verarbeiten – meiner Meinung nach erzielt man so ein besseres Ergebnis.
Wie auf dem Foto oben zu sehen ist, wird der Vorteig sich nicht so stark aufgehen wie bei Weizenmehlen. Auf den ersten Blick wirkt er tatsächlich wenig oder gar nicht aufgegangen.
Nachdem wir den Vorteig in die Küchenmaschine gegeben haben (die Schüssel, in der wir den Vorteig hergestellt haben, zurückbehalten), zunächst 200 Milliliter warmes Wasser zugeben (es darf nicht sehr heiß oder kochend sein, nur leicht erwärmt) und mit dem Knethaken verrühren.
Wenn sich die Zutaten grob verbunden haben, die gesiebte Mischung, das Salz, den Zucker und das restliche Wasser hinzufügen und weiterkneten, bis alles gut verbunden ist.
Jetzt das Öl zugeben und so lange kneten, bis das Öl vollständig aufgenommen ist.
Der Teig sollte kompakt und fest sein.

Den Teig in die Schüssel zurückgeben, in der wir den Vorteig vorbereitet haben. Gut mit Frischhaltefolie verschließen und für 12 Stunden im kälteren Teil des Kühlschranks ruhen lassen (im Winter sonst im kältesten Bereich unten).
Nach 12 Stunden den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und je nach Raumtemperatur ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig vorsichtig aus der Schüssel nehmen. Formt ihn behutsam zu einem Laib, indem ihr ihn auf euch selbst einrollt. Nachdem ihr ihn gerollt habt, dreht ihn so, dass die Naht nach oben zeigt, und verschließt mit den Fingerspitzen die beiden Teigkanten, die entstehen.
Den Laib mit der Naht nach oben in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform legen und maximal drei bis vier Stunden, abhängig von der Raumtemperatur, gehen lassen.
Mit einem sauberen Geschirrtuch ohne Waschmittelgeruch abdecken und an einem zugfreien Ort ohne Temperaturschwankungen stehen lassen.
Nach der Gehzeit den Ofen auf 180 °C vorheizen und den Laib sofort auf mittlerer Schiene für etwa 45–50 Minuten backen. Die angegebenen Zeiten beziehen sich auf meinen Gasofen, statisch, mit nur Unterhitze.
Wenn der Laib gleichmäßig goldbraun und durchgebacken ist, aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, bevor ihr ihn in Scheiben schneidet, da er sonst buchstäblich zerbröseln würde.
Wenn er kalt ist, in Scheiben schneiden. Persönlich habe ich die Scheiben etwa einen Zentimeter dick geschnitten.
Zweites Backen / Trocknen
Die Scheiben ohne Übereinanderlegen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 160 °C für etwa eine Stunde trocknen, dabei nach 30 Minuten wenden. Die Scheiben sollten gut trocken und dehydriert sein, damit sie sich besser und länger aufbewahren lassen. Je nach Ofen kann die benötigte Zeit variieren. Nicht bei einer höheren Temperatur als 160 °C backen, da sie sonst außen zu schnell bräunen würden, innen aber weich blieben. Für eine stärkere Bräunung könnt ihr die Scheiben kurz unter den Grill legen und sie dabei gelegentlich wenden, nur für wenige Minuten, bis die gewünschte Farbe erreicht ist.
Um sie am besten zu genießen, werden Freselline bei kalten Belägen (wie z. B. bei der „neapolitanischen Caponata“) mit etwas Wasser leicht befeuchtet, warm oder kalt, und dann mit allem gewürzt, was euch schmeckt.
Die Freselline lassen sich in einem luftdichten Gefrierbeutel oder einer gut verschlossenen Blechdose aufbewahren.

