Das Rezept für Linguine mit Venusmuscheln und Kirschtomaten ist sicher nicht neu und als echte Neapolitanerin darf es beim Festessen am Heiligabend bei mir nie fehlen.
Allerdings wird dieses Gericht gehäuft mit sehr viel Öl zubereitet und wird dadurch recht kalorienreich, obwohl die Venusmuscheln an sich sehr leicht sind und nur wenige Weight Watchers-Punkte haben.
Wie macht man das Gericht also leichter? Zunächst habe ich ein paar Kirschtomaten dazugegeben, um das Volumen des Gerichts zu erhöhen, ohne die Punkte zu steigern, und statt viel Öl habe ich die Kochflüssigkeit der Muscheln verwendet, die nach Meer schmeckt und die Linguine wunderbar gewürzt hat.
Obwohl ich zunächst Zweifel hatte, musste ich feststellen, dass das wenige verwendete Öl ausreichte, die Pasta zu benetzen und viel Geschmack zu geben: Das Endergebnis war ein tolles, aromatisches und nahrhaftes Meeresgericht. Es macht zudem sehr satt, deshalb habe ich hier etwas mehr Pasta als sonst verwendet.
Außerdem gab es noch einen besonderen Gast: eine Muschel, deren Schale innen gebogen war, die beim Öffnen an einen Schmetterling erinnerte, wie du weiter unten sehen wirst — was für ein Vergnügen! Genug geredet, los geht’s mit dem Rezept.
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- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 2 Stunden
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 30 Minuten
- Portionen: 4
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Gesund
- Saisonalität: Herbst, Winter und Frühling, Weihnachten
Zutaten
- 1 kg frische Venusmuscheln
- 320 g Linguine (oder klassische Spaghetti)
- 4 Teelöffel Olivenöl extra vergine
- 2 Zehen Knoblauch
- 400 g Kirschtomaten im Glas (Im Sommer lieber frische Kirschtomaten verwenden)
- 2 Esslöffel trockener Weißwein
- 1 Bund frische Petersilie
- nach Geschmack Salz und Pfeffer
- nach Geschmack Chiliflocken (optional)
- Punkte pro Portion = 10 WW-Punkte
Zubereitung
Zuerst, sobald du vom Einkauf zurück bist, die Venusmuscheln sofort in kaltem, gesalzenem Wasser einweichen, um eventuell vorhandenen Sand zu entfernen. Mindestens 1-2 Stunden im Wasser lassen und das Wasser ein- bis zweimal wechseln.
Die Muscheln abgießen und ohne Zugabe von Wasser in einen großen Topf bei hoher Hitze geben. Zudecken und ein paar Minuten garen, dabei den Topf gelegentlich schütteln. Überprüfen, ob sich die Muscheln geöffnet haben, sonst noch ein paar Minuten weitergaren.
Abkühlen lassen und dann alle Muscheln herausnehmen, dabei die Kochflüssigkeit durch ein sehr feines Sieb oder am besten durch Mulltuch passieren, um weiteren Sand und Verunreinigungen zu entfernen. Leere Schalen und Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, wegwerfen.
In einer großen Antihaftpfanne Knoblauch und optional Chili in Scheiben zusammen mit dem Öl geben. Langsam anschwitzen und sobald der Knoblauch leicht goldbraun ist, die Muscheln hinzugeben und vorsichtig umrühren. Die Muscheln ein Paar Minuten ziehen lassen und dann den Wein dazugeben und bei starker Hitze verdampfen lassen.
Wenn der Wein verdampft ist, die gefilterte Kochflüssigkeit der Muscheln und die gut abgetropften Kirschtomaten aus dem Glas hinzugeben und mit dem Löffel zerdrücken, damit die Tomaten ihren Saft freigeben. Bei Verwendung von frischen Kirschtomaten diese halbieren und in die Pfanne geben.
Zudecken und bei niedriger Hitze kochen lassen, bis die Sauce etwas eingedickt ist. Probieren und nur bei Bedarf mit Salz abschmecken. Am Ende der Garzeit einen Teil der grob gehackten Petersilie hinzugeben.
Während die Sauce zubereitet wird, die Linguine oder Spaghetti in reichlich gesalzenem Wasser kochen. Wenn die Pasta fertig ist, abgießen und direkt in die Pfanne mit der Sauce geben. Mehr Petersilie und frisch gemahlenen Pfeffer nach Belieben hinzufügen.
Gut vermischen und unsere Linguine mit Venusmuscheln und Kirschtomaten auf einer Servierplatte anrichten. Was für ein wundervolles Gericht!
Man braucht nur noch einen grünen Salat als Vorspeise und schon hat man eine ausgewogene und nahrhafte Mahlzeit.
Ich bereite das Gericht jedes Mal zu, wenn ich hier in den Niederlanden frische Venusmuscheln finde, was nicht oft vorkommt, und jedes Mal lecken wir uns die Finger!
Guten Appetit an alle!
von Giovanna Buono

