Als ich in die Niederlande kam, fiel mir gleich eines der ersten Dinge im Kühlregal auf: Ein Bereich neben Joghurt und Milch mit 1-Liter-Tetrapacks, die eine Art Schokoladensauce enthielten. Auf dem Etikett stand: Chocolade Vla. Es gab sie nicht nur in Schokolade, sondern auch in anderen Geschmacksrichtungen, doch mein Blick fiel, leider, immer auf die Schokolade! Ehrlich gesagt stand auf vielen Tetrapacks auch „fettarm“ oder „0% Fett“: sehr interessant!
Natürlich habe ich sie gekauft und beim Probieren festgestellt, dass es sich um eine sehr leckere Creme handelt, ein bisschen „puddingig“ und ein bisschen „joghurtig“. Tatsächlich ist es ein Produkt auf Basis frischer Milch, das hier in den Niederlanden sehr verbreitet ist und von Groß und Klein als Zwischensnack oder auch als Dessert gegessen wird. Neben Schokolade gibt es viele Geschmacksrichtungen: Vanille, Frucht und Karamell.
Wer von der Diät abweichen will, findet auch die Version mit Sahne (slagroomvla) und sogar die dubbelvla, also doppelte Vla: zwei Geschmacksrichtungen in einer Packung, die beim Ausgießen miteinander verschmelzen und wunderschöne Farben entstehen lassen! Alle sind lecker, das kann ich aus Erfahrung sagen!
Ich bin ziemlich stur und hatte mir vorgenommen, diese Schokoladensauce nachzuahmen, um sie noch leichter zu machen als die Light-Variante aus dem Handel und vor allem um auf Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel und andere Zusatzstoffe zu verzichten, die in Supermarktprodukten oft vorhanden sind. Ich habe herumprobiert und eines Tages meinem Sohn diese Sauce hingestellt, ohne ihm zu sagen, was es ist. Er probiert und sagt: „das ist die chocolade vla„. Hurra: Experiment gelungen! Und der Niederländer hat das Ergebnis zu 100% abgesegnet…
Aktualisierung vom 6. Juni 2022: Nach 10 Jahren habe ich das Rezept neu geschrieben und die Fotos ersetzt, denn die von 2012 waren schrecklich. Dieses Mal habe ich die Vla in einer veganen Version gemacht. Ich selbst schmecke keinen Unterschied, aber wenn du willst, kannst du wie im alten Rezept Kuhmilch und Honig anstelle von Mandelmilch und Ahornsirup verwenden.
Weitere leichte süße Cremes findest du hier:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Kochzeit: 5 Minuten
- Portionen: 2
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Gesund
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
Wie bereits in der Einführung erklärt, habe ich dieses Rezept neu geschrieben und es vegan gemacht. Wenn du lieber Kuhmilch und Honig verwenden möchtest, ist es nicht mehr vegan, aber genauso köstlich und die Weight Watchers-Punkte ändern sich nicht!
- 125 ml Pflanzenmilch (ohne Zucker)
- 10 g Maisstärke (oder Kartoffelstärke, ca. 2 Teelöffel)
- 25 g Zartbitterschokolade 70% (vegan)
- 2 Teelöffel Ahornsirup
- Gesamtpunkte = 6 WW-Punkte
- Punkte pro Portion = 3 WW-Punkte
Werkzeuge
- Kleine Töpfe
- Handschneebesen
- Teigschaber
- Frischhaltefolie
Schritte
Als Erstes die Zutaten vorbereiten und abmessen. Besonders die Schokolade mit einem Messer in kleine Stücke schneiden, damit sie gut zerbröselt.
Die Stärke gut mit 3 Teelöffeln kalter Milch auflösen, dann die gehackte Schokolade dazugeben und verrühren. In einem separaten Topf die restliche Milch zusammen mit dem Ahornsirup erhitzen und zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen. Gieße sie sofort in die Schüssel mit der Maisstärke-Schokoladen-Mischung und rühre schnell mit dem Schneebesen, damit sich die Schokolade gut auflöst.
Alles zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren erneut zum Kochen bringen. Sobald die Sauce anfängt, anzudicken, noch einmal kräftig umrühren und die Hitze ausschalten. Das dauert wirklich nur ein paar Minuten, eher mehr zu erklären als zu tun!
Die Schokoladensauce in einen kalten Behälter füllen, ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Creme legen, damit keine Haut entsteht, und abkühlen lassen. Im Kühlschrank hält sie sich 2–3 Tage. Aber wenn du nicht widerstehen kannst: Unsere Vla schmeckt auch warm sehr gut…
Diese Schokoladensauce ist wirklich kalorienarm und kann mit Obst oder auch mit einem einfachen Keks serviert werden, ganz ohne schlechtes Gewissen! Oder wie auf dem Foto mit gehackten Haselnüssen und ein paar Erdbeeren oder Bananenscheiben.
Dieses Rezept ist erprobt und bei vielen meiner Leserinnen sehr beliebt, die es probiert haben. Ich bin sicher, auch diese vegane Version wird allen gefallen. Hinterlasse mir einen Kommentar und sag mir, ob du sie ausprobiert hast!
Enjoy!
von Giovanna Buono

