Ich muss gestehen, dass ich früher schon versucht habe, vegane Crêpes mit Kichererbsenmehl zu machen, aber sie wurden nichts: sie blieben mehlig und klebten in der Pfanne. Dann habe ich in meiner Facebook-Gruppe ein Rezept von einer lieben Leserin, Katia, gesehen, die cecine gemacht hatte.
Das hat mich neugierig gemacht und ich habe genau gelesen, wie sie es gemacht hat. Vielleicht ist das keine bahnbrechende Entdeckung, aber ich habe meinen Fehler verstanden: ich hatte den Teig nicht ruhen lassen. Nachdem ich das geändert habe, sind bei mir keine Cecine, sondern richtige Crêpes herausgekommen, weil ich den Teig in der Pfanne schön dünn verteilt habe.
Schön, oder? Sie sind super gelungen, zart, genau wie Crêpes mit Ei, überhaupt nicht mehlig und haben einen feinen Geschmack, der sie perfekt für herzhafte oder süße Rezepte macht. Und außerdem sind sie so einfach zuzubereiten – wirklich ein Kinderspiel…
Und man braucht nicht viel: nur Kichererbsenmehl, Wasser, eine Prise Salz und etwas Öl. Eine gute Antihaft-Pfanne und los geht’s. Mit diesen Mengen erhältst du 8 Crêpes, nicht sehr groß, etwa 16 cm Durchmesser, und ca. 1,5 Weight-Watchers-Punkte pro Stück: schauen wir uns gleich an, wie ich sie zubereitet habe – und nochmals vielen Dank an Katia für das Rezept!
So habe ich die Crêpes verwendet:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 8 Stunden
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: 8
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Gesund
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
- 100 g Kichererbsenmehl
- 200 ml Wasser
- 1 Prise Salz
- 10 ml natives Olivenöl extra (2 Teelöffel)
- Gesamtpunkte = 12 WW-Punkte
- Punkte für 1 Crêpe = 1,5 WW-Punkte
- Punkte für 2 Crêpes = 3 WW-Punkte
Küchenutensilien
- Schüssel
- Sieb
- Handschneebesen
- Pfanne
- Spatel
Schritte
Ich empfehle, den Teig für die veganen Crêpes am Abend anzusetzen, damit du sie am Morgen schon ausbacken kannst: der Teig sollte ein paar Stunden ruhen. Fang an, indem du das Wasser in die Schüssel misst: denk daran, dass 200 ml Wasser gleich 200 g sind. Gib dann eine Prise Salz dazu (auch wenn die Crêpes für süße Rezepte gedacht sind, glaub mir) und rühre mit dem Schneebesen, damit sich das Salz etwas auflöst.
Dann das gesiebte Kichererbsenmehl hinzufügen und gut mit dem Schneebesen verrühren.
Sobald du einen relativ flüssigen, klumpenfreien Teig erhalten hast, decke die Schüssel ab und lass sie über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Dieser Schritt ist sehr wichtig: wie ich am Anfang der Rezeptbeschreibung erklärt habe, habe ich früher den Teig nicht ruhen lassen und deshalb sind die veganen Crêpes nie gut geworden.
Am nächsten Tag 2 Teelöffel Öl zum Teig geben und nochmals mit dem Schneebesen verrühren, damit alles gut vermischt ist. Schon 1 Teelöffel Öl reicht aus, aber es macht kaum einen Unterschied bei den WW-Punkten.
Erhitze nun eine 20-cm-Antihaft-Pfanne gut.
Gieße einen Schöpflöffel Teig in die Mitte der Pfanne und drehe die Pfanne schnell, sodass sich der Teig über den gesamten Boden verteilt. Reduziere die Hitze etwas und warte, bis die Unterseite gegart ist.
Wann wenden? Du merkst es daran: wenn du versuchst, die Crêpe am Rand der Pfanne mit einem Silikonspatel zu lösen, sollte sie sich sehr leicht lösen, ohne dass du stark hebeln musst. Sei geduldig und drück nicht zu sehr: sie werden nicht kleben, auch wenn die Pfanne nicht eingefettet wurde. Natürlich gilt das nur, wenn die Pfanne von guter Qualität ist. Die erste Crêpe ist immer die schwierigste, die anderen gelingen dann viel leichter.
Backe die Crêpe also von beiden Seiten, bis sie leicht goldbraun ist, und lege sie dann auf einen Teller. Ich lege ein Stück Küchenpapier darunter, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.
Wiederhole diesen Vorgang für alle Crêpes.
Sobald alle veganen Crêpes fertig sind, kannst du sie direkt füllen oder für einen Tag ungekühlt aufbewahren (ich habe sie im ausgeschalteten Ofen aufbewahrt) oder auch einfrieren. Dabei die Crêpes mit etwas Backpapier trennen, so lassen sie sich später leicht voneinander lösen.
Ich habe außerdem ein herzhaftes Rezept vorbereitet, das ich dir bald zeigen werde. Vorab: es passt perfekt zur Oster-Tafel und wird mit Spargel zubereitet. Wirklich köstlich.
Wir haben das Gericht sehr genossen, sogar der Niederländer hat es bestätigt – ein gutes Zeichen, denn oft haben wir nicht den gleichen Geschmack. Sag mir, ob du sie ausprobierst: hinterlasse einen Kommentar hier unten oder in meiner Facebook-Gruppe, den Link findest du weiter unten, im Club von Mangia senza Pancia.
Viel Spaß!
von Giovanna Buono
Tipps
Wenn es dir wirklich schwerfällt, diese veganen Crêpes zu backen, weil sie in der Pfanne kleben, gib erst 1 Teelöffel Öl in den Teig. Bevor du mit dem Backen beginnst, gib den zweiten Teelöffel Öl in einen kleinen Teller und pinsle die Pfanne vor dem Backen jeder Crêpe damit ein. So ändern sich die WW-Punkte nicht.
Katia hat so die cecine zubereitet, also eher Pancake-ähnliche Fladen mit demselben Teig. Dafür einfach den Teig nicht bis zum Pfannenrand laufen lassen. Ich werde auf jeden Fall auch diese Cecine probieren.

