Vegane süße Danubio

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Ich hatte richtig Lust auf einen schönen Kuchen für das kommende Ostern und die Feiertage, wollte aber natürlich etwas Leichtes machen. Da kam mir die Idee, den veganen süßen Danubio zu probieren.

Der Danubio stammt aus der Campania und ist ursprünglich eine herzhafte Torte. Er besteht aus vielen aufgehenden Teigkugeln, eine Art Briocheteig, aber weniger fett, die mit Käse und Wurst gefüllt und dicht nebeneinander gebacken werden. So bleiben sie verbunden und man kann bei Bedarf eine Kugel abreißen und genießen. Man kann ihn auch in einer süßen Variante machen, pur oder gefüllt.

Ich habe mich entschieden, ihn süß, aber ohne Füllung zu machen, damit jeder eine Kugel vom Danubio abzupfen und pur essen kann oder mit etwas Marmelade für eine leckere, leichte Jause. Aber sie eignen sich auch zum Frühstück. Ich habe nachgerechnet: eine Kugel hat 4 WW-Punkte aus Kohlenhydraten, 0,5 Punkt Protein und 0,5 Punkt Zucker. Einfach noch Protein hinzufügen und das Frühstück ist komplett.

Außerdem habe ich statt nur Weißmehl die Hälfte mit Vollkornmehl gemacht. Ich werde versuchen, ihn komplett mit Vollkorn zu machen, und wenn er genauso gut und fluffig wird, schreibe ich das hier in das Rezept.

Noch etwas Besonderes: ich habe ihn in der Heißluftfritteuse gebacken, aber natürlich kannst du auch den Backofen verwenden. Mit der Heißluftfritteuse kannst du ihn sogar im Sommer backen, ohne die Küche aufzuwärmen. Ich hör jetzt auf und komme zum Rezept. Es sind viele Schritte, aber eigentlich ist es ganz einfach. Probier’s aus und du wirst sehen.

Weitere leichte Süßigkeiten für die Feiertage sind diese:

Vegane süße Danubio, Mangia senza Pancia
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Sehr günstig
  • Ruhezeit: 5 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Kochzeit: 30 Minuten
  • Portionen: 11 Stück
  • Kochmethoden: Backofen, Heißluftfritteuse
  • Küche: Gesund
  • Saisonalität: Ganzjährig, Ostern

Zutaten

  • 250 g Manitoba-Mehl
  • 200 g Vollkornmehl
  • 280 ml Sojamilch (ungesüßt)
  • 5 g Trockenhefe
  • 15 g vegane Margarine
  • 60 g Vollrohrzucker
  • 15 g Leinsamen (gemahlen, ca. 1 Esslöffel)
  • 3 Esslöffel Wasser
  • 5 g Salz
  • Gesamtpunkte = 58 WW-Punkte
  • Punkte pro Kugel = 5 WW-Punkte

Werkzeuge

  • Handbesen
  • Stabmixer
  • Küchenmaschine
  • Heißluftfritteuse

Schritte

  • Bereite zuerst den Vorteig vor: Verrühre 80 ml lauwarme Milch mit 5 g Trockenhefe und 10 g Vollrohrzucker. Stell ihn beiseite und warte, bis die Hefe reagiert: nach etwa 15 Minuten siehst du viele Bläschen an der Oberfläche.

    Wenn keine Bläschen entstehen, war die Hefe vielleicht nicht gut oder die Milch war zu heiß. Dann besser sofort neu ansetzen, damit du nur den Vorteig wiederholen musst.

  • Jetzt bereite den veganen Ei-Ersatz vor. Zerkleinere zunächst 15 g Leinsamen im Stabmixer. Gib sie dann in eine kleine Tasse mit 3 Esslöffeln Wasser. Verrühre alles und stell es beiseite.

    Die Leinsamen saugen das Wasser auf und werden gelartig, ein bisschen wie Eiweiß.

  • Jetzt kommen wir zum sogenannten Tang Zhong, einer Technik aus japanischen Rezepten, um Brot besonders fluffig zu machen. Es ist im Grunde ein Roux aus Mehl und Wasser oder Milch, der als natürlicher Verdicker dient und zu Hause sehr einfach herzustellen ist.

    Gib in einen kleinen Topf 40 g Manitoba-Mehl und gieß während des Rührens 200 ml Sojamilch in einem feinen Strahl hinzu. Lass alles sanft kochen und rühre ständig mit einem Schneebesen. Wenn es aufkocht, rühre noch etwa 2 Minuten, bis es andickt. Dann ausschalten und abkühlen lassen.

  • Bereite jetzt alle anderen Zutaten vor: 200 g Manitoba-Mehl, 200 g Vollkornmehl, den Vorteig, die aufgequollenen Leinsamen, 5 g Salz, 50 g Zucker und den Roux.

  • Gib den abgekühlten Roux zusammen mit dem Vorteig in die Schüssel der Knetmaschine oder der Küchenmaschine und mische gut. Dann die Leinsamen, den Zucker und das Salz dazugeben. Jetzt kannst du nach und nach die beiden Mehlsorten hinzufügen.

  • Wenn der Teig eine glatte Kugel bildet, leg ihn zum ersten Gehen in eine große leicht bemehlte Schüssel. Es ist noch kühl hier, deshalb habe ich eine heiße Fleecejacke über die Schüssel gelegt, die Schüssel mit Folie abgedeckt und die Jacke darüber geschlagen, um alles warm zu halten. Lass den Teig eine Stunde ruhen: er muss nicht auf das Doppelte gehen, nur entspannen und etwas aufgehen.

  • Jetzt musst du alle Kugeln formen. Mein Teig wog zu diesem Zeitpunkt etwa 830 Gramm, deshalb habe ich ihn in 11 Stücke von ca. 75-76 Gramm geteilt.

    Du kannst mehr oder weniger Kugeln machen, ganz nach Belieben. Wenn du eine andere Anzahl machst, musst du die Gesamt-WW-Punkte durch diese Anzahl teilen, um die Punkte pro Kugel zu berechnen.

  • Bevor du weitermachst, fette eine Springform ø 22 cm mit 5 g veganer Margarine ein und mehle sie leicht ein.

  • Nimm den Teig wieder und forme mit wenig Mehl jede Portion, rolle sie auf und forme eine Kugel. Wiederhole das, bis alle Kugeln fertig sind.

  • Setze die Kugeln nach und nach in die gefettete und bemehlte Form, leicht voneinander entfernt. Wie du siehst, bleibt Platz für die weitere Gehzeit.

  • Hier war ich etwas technisch: ich habe wieder die Jacke druntergelegt, die Form draufgestellt, die Form mit einer Zellophantüte abgedeckt und um zu vermeiden, dass die Folie den Teig berührt, habe ich ein umgedrehtes Sieb darübergelegt, ein Tuch zum Fixieren und dann alles mit der Jacke eingepackt.

    Klingt komisch, hat aber super funktioniert!

  • Tatsächlich sind die Kugeln nach etwas mehr als 3 Stunden riesig aufgegangen, beinahe zu viel! Ich habe mich deshalb nicht getraut, sie mit Milch zu bestreichen. Wenn du willst, kannst du das gerne tun.

  • Jetzt kannst du die Form in den Korb der Heißluftfritteuse stellen und bei 155°C 20 Minuten backen, danach weitere 5 Minuten bei 140°C.

    Ich habe es im Ofen nicht ausprobiert, denke aber, dass es etwa 30 Minuten bei 180°C dauert. Wenn du es im Ofen probierst, sag mir bitte, wie du es gemacht hast.

    Nach kurzem Abkühlen stürze den Danubio und lass ihn auf einem Kuchengitter auskühlen.

  • Und hier ist unser veganer süßer Danubio bereit zum Servieren. Ein Puderzucker-Stäubchen obendrauf — herrlich … und der Duft erst!

    Vegane süße Danubio, Mangia senza Pancia
  • So habe ich ihn gegessen: Ich habe eine Kugel abgerissen, sie halbiert und mit meiner Erdbeermarmelade bestrichen. Wirklich eine Delikatesse.

    Vegane süße Danubio, Mangia senza Pancia
  • Ich muss ihn für Ostern noch einmal machen. Die Colomba bekommt man hier nicht so leicht, und vegane Varianten sind noch seltener. Ich werde ihn mit Rosinen und einem Hauch Millefiori-Aroma versuchen, sozusagen eine Mischung aus Colomba und Pastiera. Na ja, zumindest der Duft wird passen!

    Sag mir Bescheid, wenn du ihn auch ausprobierst und ob er dir geschmeckt hat. Ich freue mich auf deine Kommentare hier oder auf Facebook.

    Guten Appetit!

    von Giovanna Buono

Aufbewahrung

Der Danubio lässt sich wie Brot einige Tage aufbewahren. Du kannst die Kugeln auch einfrieren und mehrere Monate lagern: nach dem Auftauen sind sie wie frisch.

FAQ (Fragen & Antworten)

  • Kann ich Öl anstelle von Butter verwenden?

    Ja, du kannst insgesamt 1 Esslöffel verwenden, aber der Geschmack wird natürlich etwas anders sein.

Autorenbild

Mangia senza Pancia

Blog über die Weight Watchers-Diät mit leichten und leckeren Rezepten! Herausgegeben von Giovanna Buono.

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