Es gibt Rezepte, die einfach irgendwo im Blog schlummern, mit gnadenlosen Fotos und etwas zu schludrigen Beschreibungen. Ihr merkt vielleicht gar nicht, dass sie existieren, so alt sind sie. Und zum Glück beachtet ihr sie nicht! Aber ich weiß, dass sie überarbeitet werden müssen. Diese herzhaften Cookies sind genau so ein Rezept. Früher habe ich sie oft gemacht, als Cookies in herzhafter Version noch nicht „in“ waren. Die Cookies waren damals nur die mit Schokostückchen. Also habe ich sie heute wieder aufgegriffen, etwas verändert und etwas leichter gemacht. Jetzt sind sie genau buttrig genug, duften nach Salbei, sind reich an Oliven und haben diese rustikale Konsistenz, die sie perfekt zum Knabbern zu jeder Tageszeit macht, ohne lange nachzudenken. Sie sind die klassischen Aperitif-Kekse, die auf dem Tisch verschwinden, bevor sie richtig ankommen. Gut pur, hervorragend mit Käse oder Wurst. Vor allem aber sind sie einfach und lassen sich gut vorbereiten. Probiert sie aus und sagt mir, ob ihr sie abwandelt: ich liebe es zu sehen, wie Rezepte von Küche zu Küche anders werden.
Weitere herzhafte Kekse, die ich euch empfehlen kann:
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 15 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für herzhafte Cookies
In diesem Rezept habe ich Mehl Typ 1 verwendet, das den Cookies eine eher rustikale Textur verleiht. Wenn ihr eine neutralere Variante bevorzugt, könnt ihr stattdessen das klassische Type-00-Mehl in der gleichen Menge verwenden. In diesem Fall wird wahrscheinlich der Esslöffel Milch, den ich dem Teig hinzugefügt habe, nicht nötig sein.
Mit diesen Mengen habe ich 15 Cookies von jeweils etwa 28–30 g zubereitet.
- 200 g Mehl Typ 1
- 30 g geriebener Grana Padano (oder Parmesan)
- 1/2 Esslöffel Backpulver für herzhafte Teige
- 1/2 Teelöffel Natron
- 80 g Butter (weich)
- 1 Ei (mittelgroß)
- Taggiasca-Oliven (etwa zwanzig)
- 1 Esslöffel Milch
- 1 Blatt Salbei
- 1 Walnusskern
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Utensilien
- 1 Wiegemesser
- 1 Sieb feinmaschig
- 1 Schüssel
- 1 Tasse
- 1 Schneebesen (Hand)
- 1 Backblech
- Backpapier
Zubereitung der herzhaften Cookies
Mit dem Wiegemesser den Walnusskern grob zusammen mit dem Salbeiblatt hacken. Dann eine großzügige Prise Salz hinzufügen und noch feiner hacken. Das Salz wirkt leicht abrasiv und hilft, die ätherischen Öle besser freizusetzen. Beiseitestellen.
In einer Schüssel das Mehl zusammen mit Backpulver und Natron sieben. Dann den geriebenen Käse und die Salbei‑Walnuss‑Mischung hinzufügen und mit einem kleinen Schneebesen gut vermengen.
In einer Tasse die weiche Butter mit dem Ei verrühren. Es ist nicht nötig, eine glatte Creme zu erhalten; es ist normal, dass die Masse unregelmäßig bleibt. Sie wird sich perfekt mit den trockenen Zutaten verbinden. Ich habe sie der Einfachheit halber zusammen verarbeitet, aber wenn ihr möchtet, könnt ihr sie auch nacheinander zugeben: in diesem Rezept beeinflusst die Reihenfolge das Ergebnis nicht.
Dann diese Mischung zu den trockenen Zutaten geben und mit einer Hand zu einem Teig verkneten. Es entsteht eine eher krümelige Masse.
Die schwarzen Oliven grob hacken, dann zum Teig geben, zusammen mit einem Esslöffel Milch und einer großzügigen Prise schwarzen Pfeffers. Erneut kräftig kneten, bis die Masse homogen, weich, aber nicht klebrig ist. Falls sie zu fest ist, etwas mehr Milch zugeben.
Jetzt Portionen von etwa 28–30 g abnehmen, Kugeln formen und diese dann zwischen den Handflächen flach drücken.
Die herzhaften Cookies nach und nach auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und dabei etwas Abstand zwischen ihnen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 20 Minuten backen. Sie sollten goldbraun, aber in der Mitte noch weich sein. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Genießen etwas abkühlen lassen. Heiß sind sie zerbrechlich. Lauwarm sind sie perfekt. Guten Appetit! Paola.
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