Hier kommt ein Braten, der keine Spezialeffekte braucht. Gute Zutaten, etwas Gemüse, eine clevere Garweise und die richtige Zeit genügen. Das ist mein Kalbsbraten mit Gemüsesoße: schlicht, aromatisch, zum Teilen gemacht. Das „geschützte Garen“ respektiert die Fasern des Fleisches und hebt die natürlichen Säfte hervor, ohne invasive Eingriffe. Es ist eine sanfte Methode, ideal für magere Kalbsschnitte; sie sorgt für Zartheit und einen konzentrierten Bratensaft, den man zu einer samtigen Sauce verarbeiten kann – perfekt, um ihn mit gutem Brot aufzunehmen. Zudem ist die Zubereitung unglaublich praktisch. Wenige Handgriffe, alles in Carta Fata einpacken und ab in den Ofen. Keine zu überwachenden Anbratvorgänge, keine Spritzer, kein ständiges Wenden: der Braten gart sanft allein, während wir uns in Ruhe anderen Dingen widmen können. Kurz gesagt: Geschmack, Praktikabilität und Einfachheit. Vergessen wir nicht, dass Einfachheit, gut gemacht, der wahre Luxus in der Küche sein kann. Wenn ihr also ein gutes Hauptgericht ohne Stress zubereiten wollt, ist das hier genau das Richtige für euch.
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- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde 10 Minuten
- Portionen: 4 Personen
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für den Kalbsbraten
Ich habe einen bereits gebundenen Kalbsbraten verwendet, der aus einem mageren Oberschnitt stammt. Alternativ könnt ihr auch das Magatello (Hüfte) verwenden.
- 800 g Kalbsbraten
- 2 Karotten (300 g netto ohne Abfälle)
- 2 Stangen Sellerie (120 g netto ohne Abfälle)
- 1 gelbe Zwiebel (100 g netto ohne Abfälle)
- 1 Zweig Rosmarin
- natives Olivenöl extra
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Werkzeuge
In diesem Rezept habe ich mich für die CARTA FATA entschieden, um ein gleichmäßiges und saftiges Garen zu erzielen. Falls ihr euch fragt, was das ist und wie man es richtig anwendet, klickt am besten HIER, um einen Artikel zu lesen, in dem ich es ausführlich vorstelle. Es sieht aus wie eine einfache Folie, oder? Aber das ist sie keineswegs. Im Ofen verwandelt sie sich in eine kleine Kammer mit natürlichem Dampf. Man findet sie meist nur in gut sortierten Haushaltswarenläden oder online. Wenn ihr sie kaufen möchtet, schaut HIER. Sie ist zwar etwas teurer, funktioniert aber wunderbar.
Wenn ihr keine Carta Fata habt, könnt ihr den Braten zuerst in Backpapier einwickeln und dann mit einer Lage Alufolie gut verschließen; alternativ könnt ihr ihn in einer dicht verschlossenen Auflaufform garen. Wichtig ist, eine geschützte Garweise zu schaffen, die Feuchtigkeit und Aromen zurückhält, sodass das Fleisch zart wird und eine natürlich cremige Sauce entsteht.
- 1 Backblech
- 1 Stabmixer
Zubereitung des Kalbsbratens
Gemüse putzen: Karotten schälen, die Fäden des Selleries und die Blätter entfernen und die Zwiebel schälen. Unter fließendem Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und in Würfel schneiden.
Ein Blatt Carta Fata auf einem Backblech ausbreiten und das Gemüse darauf gleichmäßig verteilen. Wenn ihr diese großartige Folie nicht habt, lest oben nach, wie ihr vorgehen sollt: Ich habe es im Abschnitt WERKZEUGE erklärt.
Den Kalbsbraten auf das Gemüse legen und einen Zweig Rosmarin dazugeben. In meinem Fall hatte der Metzger ihn bereits vor dem Binden hineingegeben. Ihr könnt ihn ruhig danebenlegen.
Mit Salz nach Geschmack würzen und mit etwas Öl beträufeln, dann das Päckchen wie auf dem Foto zu einer Bonbonform verschließen.
Den Kalbsbraten in einem vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) bei 160 °C für 65 Minuten garen, wenn ihr ihn innen leicht rosa bevorzugt, oder für 70 Minuten, wenn ihr ihn durchgegart, aber noch zart möchtet.
Nach dem Garen das Blech aus dem Ofen nehmen und das Carta-Fata-Päckchen nur auf einer Seite öffnen. Vorsicht, heißer Dampf entweicht. Die Bratflüssigkeit in ein Glas gießen und durch ein Sieb passieren, um eventuell verbliebene Gemüsestücke zurückzuhalten.
Den Braten herausnehmen und auf ein Schneidebrett legen. Leicht mit Alufolie abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen, ohne die Bindung zu entfernen.
In der Zwischenzeit das Gemüse in den Behälter eines Stabmixers geben und pürieren, dabei nur nach und nach so viel Bratflüssigkeit zugeben, wie nötig ist, um eine cremige Sauce zu erhalten. Mit einem Schuss rohem Olivenöl verfeinern, damit sie glänzender und samtiger wird. In eine Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach der Ruhezeit die Bindung entfernen und den Braten mit einem langen, gut geschärften Messer in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Mit der vorbereiteten Gemüsesoße servieren. Guten Appetit! Paola.
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