Pasticciotti aus Lecce, Mürbteig‑Törtchen gefüllt mit Vanillecreme – die originalen aus Lecce; alternativ könnt ihr der Creme auch eingelegte Amarenen hinzufügen, wenn ihr das mögt. Am Wochenende habe ich euch erzählt, dass ich in Lecce war, und habe die Gelegenheit genutzt, um die Frage zu klären: Gehört in den pasticciotto aus Lecce eine Amarena oder nicht? Die Antwort war nein, aber viele fügen sie hinzu, um dem Inneren mehr Geschmack zu geben. In Lecce habe ich dieses traditionelle Original ohne Amarena probiert; es wurde heiß serviert, so wird der Mürbteig super mürbe und die warme Creme ist weich und umhüllend. Man kann sie auch mit Schokoladencreme und Amarenen füllen, aber erinnert euch, dass sie den Bocconotti aus Kalabrien sehr ähnlich sind: diese sind üblicherweise mit Traubenmarmelade gefüllt. Die Füllung kann variieren – manche machen sie mit Creme, manche mit Nutella, oder wie in Amantea mit einer gewürzten Schokoladenfüllung. Sobald ich das Rezept finde, werde ich versuchen, sie zu Hause zuzubereiten; bis dahin lasse ich euch die verfügbaren Rezepte.
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Preiswert
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Portionen: 12 Stück
- Kochmethoden: Herd, Ofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für ca. 12 Pasticciotti
- 300 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 100 g Zucker
- 2 mittlere Eier
- 100 g Schmalz (120 g Butter)
- abgeriebene Zitronenschale
- 3 g Backpulver oder Backammoniak
- 500 g Milch
- 2 Eigelbe
- 45 g Frumina (Weizenstärke)
- 1/2 Schote Vanilleschote
- 70 g Zucker
Werkzeuge zur Zubereitung der Pasticciotti aus Lecce
- 1 Schüssel
- 1 Arbeitsfläche / Teigunterlage
- 1 Nudelholz
- 12 Förmchen
- 2 kleine Töpfe
- 1 Küchenspachtel
- 1 Sieb
- 1 Messer
- 1 Frischhaltefolie
Zubereitungsschritte für Pasticciotti aus Lecce
Fangen wir mit meinem Mürbteig mit Schmalz an. Wir bereiten ihn in einer Schüssel zu, indem wir das Schmalz mit Mehl und Zucker verreiben, die Zitronenschale hinzufügen und zuletzt die Eier. Statt Backpulver verwenden wir Backammoniak, um die typische Bröseligkeit des pasticciotto salentino zu erhalten. Schnell zu einem homogenen Teig verarbeiten. Im Kühlschrank ruhen lassen und die Vanillecreme zubereiten.
Die halbe Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und mit dem Zucker vermischen. Die Schote zum Aromatisieren der Milch verwenden, die wir in einem kleinen Topf erwärmen.
In einen Topf mit dickem Boden die Frumina mit dem Zucker und einem Eigelb geben, verrühren, bis eine klumpenfreie Creme entsteht; das zweite Eigelb hinzufügen und weiterrühren, dann nach und nach die heiße, durch ein Sieb gegossene Milch zugeben. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Creme in eine breite Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken und abkühlen lassen.
Den Mürbteig nach etwa einer Stunde Ruhe im Kühlschrank wieder herausnehmen. Auf einer bemehlten Fläche etwa 3–4 mm dünn ausrollen; Mehl verwenden, damit der Teig nicht am Nudelholz klebt. Rechtecke ausschneiden, die den Boden der Förmchen vollständig auskleiden. Für die Pasticciotti eigenen sich glatte Förmchen für Pasticciotti. Ich habe, da ich bereits Förmchen für die Bocconotti aus Kalabrien, die einen gewellten Rand haben, diese verwendet; ansonsten ist die ovale Form die gleiche. Aus dem restlichen Teig entsprechende ovale Scheiben ausschneiden, um die Pasticciotti zuzuschließen.
Die Förmchen könnt ihr einfetten und bemehlen oder eine einfachere Methode verwenden: Die Basis des Förmchens großzügig mit Mehl bestäuben.
Jedes Teil großzügig mit abgekühlter Vanillecreme füllen, dazu einen Teelöffel oder einen Spritzbeutel verwenden, und mit dünn ausgerolltem Teig verschließen. Wer mag, kann die Oberfläche mit etwas übrig gebliebenem Eiweiß bestreichen.
Bei etwa 180°C im vorgeheizten Backofen (Ober‑/Unterhitze) ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und genießen – traditionell in Lecce werden sie heiß serviert und leicht mit Puderzucker bestäubt. Hervorragend zum Frühstück oder als Nachmittagsjause, dazu passt ein Espresso oder ein guter Cappuccino.
Aufbewahrung: An einem kühlen, trockenen Ort lagern; bei heißem Wetter im Kühlschrank aufbewahren.

