Der Torta Angelica ist ein süßer Hefezopf (Pan Brioche), sehr weich, reichhaltig und aromatisch; es ist ein bologneser Gebäck, das man in den Konditoreien während der Weihnachts- und Osterfeiertage kaufen kann.
Ich mochte die Angelica schon immer wegen der sehr weichen Konsistenz und der schönen Flechtung; sie in den Konditoreien zu sehen macht mich immer neugierig, sie zu probieren!
Die traditionelle Version besteht aus einem Pan Brioche, sehr weich, verfeinert mit Butter, Rosinen und kandierten Früchten. Ich habe ihr Rezept genau befolgt, aber die Füllung geändert und durch Orangenmarmelade und Zartbitter-Schokotropfen ersetzt; ihr könnt die Zutaten nach Belieben wählen, aber nicht zu viel Füllung verwenden, sonst lässt sich die Flechtung nicht mehr machen. Vor einigen Jahren habe ich auch eine herzhafte Version mit getrockneten Tomaten und Oliven gemacht – perfekt als Tischdekoration zu Ostern oder Weihnachten.
Das Rezept, das ich euch heute vorstelle, ist das Original der Sorelle Simili, bekannte Bäckerinnen aus Bologna mit großer Leidenschaft für Brot und Hefeteig; ihr findet es auch in ihrem Buch „Pane e roba dolce“.
Die Herstellung ist sehr einfach. Ihr könnt den Teig von Hand oder mit der Küchenmaschine zubereiten; wählt die Methode, die euch lieber ist, aber respektiert unbedingt die Ruhezeiten – sie sind entscheidend für die perfekte Entwicklung des Gebäcks.
Probiert auch die anderen Hefeteige:
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 4 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Portionen: 10 Personen
- Kochmethoden: Elektrischer Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern, Weihnachten
Zutaten
- 135 g Manitoba-Mehl
- 13 g frische Hefe
- 80 g Wasser (lauwarm, nicht heiß, sonst schädigt es die Hefe)
- 1 Teelöffel Gerstenmalz (oder Honig)
- 400 g Manitoba-Mehl
- 80 g Zucker
- 120 g Milch (Zimmertemperatur)
- 120 g Butter (weich)
- 3 Eigelb
- 1 Prise Salz
- 50 g Butter (weich)
- 75 g kandierte Orangenschale (in kleinen Würfeln)
- 75 g Rosinen
- 100 g Orangenmarmelade
- 100 g Zartbitter-Schokotropfen
- 150 g Vanille-Puderzucker
- 1 Eiweiß (ich habe es durch 3–4 Esslöffel Wasser ersetzt)
Ausrüstung
- 1 Schüssel
- 1 Schüssel geräumig
- 1 Arbeitsfläche
- 1 Nudelholz
- 1 Backblech
- 1 Pinsel für die Küche
- Backpapier
- Frischhaltefolie
Zubereitung
Gebt das lauwarme Wasser, einen Teelöffel Honig und die zerbröselte Hefe in eine Schüssel und lasst die Hefe sich auflösen. Fügt das Mehl hinzu und knetet alles zu einem glatten Vorteig. Mit Frischhaltefolie abdecken und 45 Minuten ruhen lassen oder bis sich das Volumen verdoppelt hat.
In einer großen Schüssel oder in der Küchenmaschine Mehl, Zucker, Eigelb und Milch zusammengeben. Knetet alles, bis sich ein Teigling bildet, gebt das Salz hinzu und fügt die Butter nach und nach hinzu. 10 Minuten kneten, bis ein glatter und homogener Teig entsteht.
Teilt den Vorteig in kleine Stücke und arbeitet ihn in den Teig ein, bis alle Zutaten gut verbunden sind und ein glatter, homogener Teig entsteht.
Legt den Teig in eine Schüssel, macht einen Kreuzschnitt und deckt ihn mit Frischhaltefolie ab; er muss 2 Stunden ruhen oder bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Nach der erforderlichen Ruhezeit den Teig auf die Arbeitsfläche legen und, ohne ihn weiter zu bearbeiten, mit dem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 5 mm Dicke ausrollen.
Die gesamte Fläche mit Orangenmarmelade bestreichen und mit Zartbitter-Schokotropfen bestreuen. Den Teig der Länge nach aufrollen, sodass eine Rolle entsteht.
P.S. Wenn ihr die ursprüngliche Füllung der Sorelle Simili verwenden möchtet, bestreicht das Rechteck mit 50 g weicher Butter, verteilt die kandierten Früchte und die in Wasser eingeweichten und gut ausgedrückten Rosinen darauf, rollt dann zu einer Rolle und folgt weiter dem Rezept.
Schneidet die Rolle der Länge nach in zwei Hälften und teilt sie in zwei Stränge. Flechtet diese miteinander, dabei die Schnittfläche nach oben halten. Aus der geflochtenen Rolle einen Kranz formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Frischhaltefolie abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Backt die Torta Angelica im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) bei 180°C für 28–30 Minuten. Beobachtet die Bräunung und wenn die Oberfläche zu dunkel wird, deckt sie mit Alufolie ab. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Das Originalrezept sieht eine Glasur mit Eiweiß vor; beachtet, dass die traditionelle Version viele Jahre alt ist und die Pasteurisierung von Eiern nicht berücksichtigt (ich verwende nur pasteurisierte Eier). Deshalb habe ich das Eiweiß durch ein paar Esslöffel Wasser ersetzt und so eine weiße, dicke Glasur hergestellt.
Glasiert die Torta Angelica, sobald sie aus dem Ofen kommt, lasst die Glasur antrocknen und serviert.
Tipps
Aufbewahrung
Die Torta Angelica bleibt bei Zimmertemperatur 2 Tage frisch. Wenn ihr die Weichheit länger erhalten möchtet, empfehle ich, sie portionsweise einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen.
Die Torta Angelica bleibt bei Zimmertemperatur 2 Tage frisch. Wenn ihr die Weichheit länger erhalten möchtet, empfehle ich, sie portionsweise einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen.
Ihr könnt den Teig von Hand oder in der Küchenmaschine zubereiten. Ich benutze seit fünf Jahren meine Küchenmaschine Kenwood Major Premier. Wenn ihr euch selbst etwas gönnen wollt, findet ihr sie HIER. Es ist eine zuverlässige und stabile Maschine, die euch dank ihres Fassungsvermögens erlaubt, große Teigmengen zuzubereiten. Nutzt die Amazon Black Days, um sie euch schenken zu lassen — ihr werdet viel Spaß beim Backen besonderer Hefeteige haben!
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