Klassische Neapolitanische Pastiera: Das Originalrezept für eine Form Ø 24 cm:
Nur wenige Dinge auf der Welt machen mich so glücklich wie ein Stück frisch gebackene Pastiera. Die cremige Füllung, die knusprige und mürbe Kruste und das Aroma von Orangenblüte, Zitrone und einer Prise Zimt ergeben zusammen eine einfach göttliche Kombination. Die Pastiera schmeckt nach Zuhause, nach Familie, nach Tradition … und ich kann es kaum erwarten, sie ganz zu essen!
Es erfordert ein bisschen Arbeit, das stimmt, aber das Ergebnis ist absolut perfekt. Sobald sie fertig ist, bleibt nur noch ein guter, heißer Kaffee! In dieser Version verrate ich euch die genauen Mengen für die klassische Form mit 24 cm Durchmesser, die die ideale Höhe und eine gleichmäßige Backung garantiert. Pastiera zu Hause zuzubereiten ist ein Ritual, das Geduld verlangt, aber mit meinen Tipps bekommt ihr eine samtige Füllung, die an der Oberfläche nicht aufreißt.
- Schwierigkeit: Mittel
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern, Frühling, Herbst
Zutaten für eine Neapolitanische Pastiera Ø 24 cm
So bereitest du eine Pastiera in einer Form mit 24 cm Durchmesser zu.
- 250 g Weizenmehl Tipo 00
- 100 g feiner Zucker
- 100 g Schmalz
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 290 g vorgekochter Weichweizen für Pastiera
- 25 g Schmalz
- 125 ml Milch
- 350 g Ricotta
- 200 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 10 ml Pastiera-Aroma (oder Orangenblütenwasser)
- 40 g Zitronat (kandiert)
(Durchschnittswerte pro Stück ca. 150 g)
Kalorien: 485 kcal
Fett: 19 g
Kohlenhydrate: 68 g
Proteine: 11 g
Zucker: 35 g
Ballaststoffe: 2,5 g
Werkzeuge
Was du für die Pastiera brauchst (meine Lieblingswerkzeuge)
- 1 Aluminiumform Backform
- 1 Passiergerät feines Passiergerät
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Schritte
Hier folgen die Zubereitungsschritte und Tipps für deine neapolitanische Pastiera zu Ostern
Wir fangen mit der Füllung an, damit sie genug Zeit zum Ruhen hat: Gib den vorgekochten Weichweizen mit Milch, Schmalz, der Orangenschale, der Zitronen- oder Cedro-Schale und einer Prise Salz in einen Topf. Wenn du magst, füge auch eine Prise Zimt hinzu.
Bei mittlerer bis niedriger Hitze köcheln lassen, bis alles eindickt wie eine Creme. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.Dann nimm eine gute Ricotta, idealerweise Schaf- oder eine festere Ziegenricotta, die sich gut für Süßspeisen eignet. Falls nötig, die Ricotta schon am Vorabend in einem Sieb abtropfen lassen, damit sie fester wird; nach dem Abtropfen mit einem Sieb glatt rühren, damit sie weicher und cremiger wird.
Manche geben auch den Zucker dazu und lassen alles über Nacht ziehen.
Die Ricotta mit dem Zucker glatt rühren, falls du das nicht schon vorher gemacht hast. Die geschlagenen Eier (Ei + Eigelb), abgeriebene Schale einer Zitrone, abgeriebene Orangenschale und Orangenblüten- und/oder Millefiori-Essenz hinzufügen. Ich empfehle 10 ml, wenn sie in einer Flasche sind, ansonsten reicht oft eine kleine Ampulle.
Überprüfe die Intensität des Aromas.
Entdecke auch, wie du die Orangenkuchen in der Heißluftfritteuse: der Trick, damit er hoch und fluffig wird!Alles gut verrühren, bis eine glatte, klumpenfreie und duftende Creme entsteht; zum Schluss das kandierte Zitronat hinzufügen. Beiseite stellen und mit dem Mürbeteig für die Pastiera weitermachen.
In einer großen Schüssel Mehl Tipo 00, Zucker, eine Prise Salz und Schmalz vermengen. So lange arbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Dann das verquirlte Ei sowie abgeriebene Orangen- und Zitronenschale hinzufügen und zu einem glatten, weichen Teig kneten.
Den Mürbeteig in Frischhaltefolie gewickelt 1 Stunde ruhen lassen.
Für den Mürbeteig: Sobald der Teig geruht hat, halbieren und auf etwa 1 cm Dicke ausrollen, nicht zu dick. Eine Backform/Ruoto 24 cm buttern und bemehlen, mit dem vorbereiteten Mürbeteig auslegen, die Ränder glätten und mit der vorbereiteten Pastiera-Füllung füllen.
Schneide 7 Streifen mit einem Messer oder einem gezackten Teigrad. Damit die typische Gitteroberfläche auf der Füllung formen.
Im statischen Backofen auf der unteren bis mittleren Schiene bei 170/180 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Die Füllung geht beim Backen auf, aber keine Sorge: sobald sie zu sinken beginnt und sich setzt, ist unsere Pastiera fertig.
Abkühlen lassen, bis sie lauwarm ist.Die Pastiera in Stücke schneiden und mit Puderzucker bestreut servieren. Frohe Ostern euch allen!
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Aufbewahrung, Tipps, Hinweise, Variationen…
Die Neapolitanische Pastiera ist ein magisches Gebäck, das sich mit den Tagen verbessert.
Bei Zimmertemperatur: Du kannst sie unter einer Glasglocke an einem kühlen, trockenen Ort etwa 4–5 Tage aufbewahren. Stell sie nicht sofort in den Kühlschrank, sonst verliert sie ihr typisches Aroma.
Im Kühlschrank: Wenn es im Haus sehr warm ist, kannst du sie nach den ersten zwei Tagen in den Kühlschrank legen. Denk aber daran, sie mindestens eine Stunde vor dem Servieren herauszunehmen, damit die Cremigkeit voll zur Geltung kommt.
Einzufrieren: Du kannst die gekühlte und bereits gebackene Pastiera einfrieren. Gut in Frischhaltefolie einwickeln; so hält sie sich etwa einen Monat.
Tipps und Tricks für ein patisserie-reifes Ergebnis
Die Ricotta: Verwende eine gut abgetropfte Schafricotta. Mein Tipp ist, sie am Vorabend in ein Sieb im Kühlschrank stellen zu lassen: je weniger Molke, desto kompakter und samtiger wird die Füllung.
Der Weichweizen: Für eine extra-samtige Füllung kannst du einen kleinen Teil des gekochten Weichweizens pürieren, bevor du ihn zur Ricotta gibst. Das ergibt eine feinere Konsistenz, die viele lieben.
Die kandierten Früchte: Nicht weglassen! Neben dem Geschmack sorgen die kandierten Früchte dafür, dass die Füllung die nötige Feuchtigkeit behält und mehrere Tage weich bleibt. Wenn du keine groben Stücke magst, hack sie fein, bis sie fast eine Paste ergeben.
Schmackhafte Varianten
Schoko-Variante: Für eine moderne Version, die besonders Kinder lieben, kannst du 80 g dunkle Schokotropfen zur Füllung geben.
Ohne Schmalz: Wenn du kein Schmalz magst oder es nicht findest, kannst du im Mürbeteig die gleiche Menge Butter verwenden. Der Teig wird dann weniger „rustikal“, aber genauso lecker.
Der Ruoto: Die Tradition verlangt einen Aluminium-Ruoto mit auslaufenden Rändern. Wenn du eine Springform benutzt, achte darauf, den Teig an den Rändern nicht zu dünn auszurollen, damit er beim Herauslösen nicht reißt.
Klassische Neapolitanische Pastiera: Das Originalrezept für eine Form Ø 24 cm
FAQ (Fragen & Antworten)
Fragen zur Pastiera? Ich helfe dir!
Ich weiß, dass die Neapolitanische Pastiera ein bisschen Respekt einflößen kann: Sie ist ein Gebäck, das Geduld und Genauigkeit verlangt. Aber keine Sorge! Um ein perfektes Ergebnis zu gewährleisten, habe ich hier die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen und die kleinen Tricks gesammelt, die ich im Laufe der Jahre gelernt habe. Lies sie dir vor dem Start aufmerksam durch, dann wird deine Pastiera nicht nur schön, sondern zur Königin des Ostertisches!
1. Warum ist meine Pastiera während des Backens aufgerissen oder hat Risse auf der Oberfläche bekommen?
Das passiert meist aus zwei Gründen: Der Ofen war zu heiß oder du hast die Füllung zu stark mit dem Mixer bearbeitet und dabei zu viel Luft eingearbeitet. Die Pastiera geht im Ofen auf und wenn zu viel Luft drin ist, „fällt“ sie beim Abkühlen zusammen und reißt. Das Geheimnis ist, sie bei milder Temperatur (maximal 170°C) zu backen und die Füllung vorsichtig von Hand zu verrühren.
2. Stimmt es, dass Pastiera nicht am selben Tag gegessen werden sollte, an dem sie gebacken wurde?
Auf jeden Fall ja! Pastiera ist ein Gebäck, das Zeit zum „Sich-Setzen“ braucht. Direkt aus dem Ofen sind die Aromen noch getrennt und die Konsistenz fast instabil. Nach 48 Stunden verschmilzt die Feuchtigkeit des Weichweizens mit der Ricotta und die Zitrusnoten erreichen ihr volles Gleichgewicht. Mein Tipp: Am Gründonnerstag backen, um sie am Ostersonntag zu genießen.
3. Welchen Weichweizen sollte man für eine cremige Konsistenz verwenden?
Für die echte neapolitanische Pastiera verwendet man vorgekochten Weichweizen, den du leicht im Glas bekommst. Wenn du aber keine ganzen Körner im Mund magst, kannst du etwa ein Drittel davon entnehmen und vor dem Unterrühren kurz im Mixer pürieren. So erhältst du die besonders „samtige“ Füllung, die viele Kinder lieben, ohne die typische Struktur des Originals zu verlieren.

