Pitta ‘mpigliata

Die Pitta ‚mpigliata ist ein typisches kalabrisches Gebäck, das zu den Weihnachtsfeiertagen zubereitet wird. Es besteht aus einer dünnen, aromatisierten Teigschicht, gefüllt mit Walnüssen, Rosinen und Honig.

Es werden kleine Röschen geformt, die dann ringförmig arrangiert oder zu einer einzigen Spirale gelegt werden. Natürlich hat jedes Dorf seine eigene Tradition in Verarbeitung und Zutaten und nennt das Gebäck auch anders, wie beispielsweise „pitta ccu i passule“ oder „pitta nchiusa“; in Letzterem sind außerdem Mandeln enthalten.

Die Pitta ‚mpigliata hat bäuerliche Ursprünge in San Giovanni in Fiore. Früher wurde sie bei wichtigen Empfängen wie Hochzeiten zubereitet; heute bereitet man sie vor allem in der Weihnachtszeit zu.

Mein Rezept ist typisch für diesen Ort, zumal meine Familie aus diesem wunderschönen Ort stammt. Daher ist es mir ein Anliegen, die Herkunft und die Traditionen zu Ehren der Festtage zu bewahren.

Der Teig wird ohne Eier hergestellt, nur mit Öl, Moscato, Zimt und ohne Hefe. Die Füllung wird am Vortag zubereitet, damit alle Zutaten genügend Zeit haben, die Aromen anzunehmen.

Wenn ihr ein Dessert-Buffet mit Spezialitäten aus meiner kalabrischen Heimat zusammenstellen möchtet, lasse ich euch hier ein paar Rezepte da.

Pitta 'mpigliata
  • Portionen: 2 Stück
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Weihnachten

Zutaten

  • 550 g Weizenmehl (Tipo 00)
  • 200 ml natives Olivenöl extra
  • 300 ml Moscato (Süßwein)
  • 1 Orange (Saft und Schale)
  • 2 Esslöffel Strega-Likör
  • nach Belieben gemahlener Zimt
  • 300 g Rosinen
  • 500 g Walnusskerne
  • 50 ml Strega-Likör
  • 1 Orange (Saft und Schale)
  • 4 Esslöffel Zucker
  • nach Belieben Honig

Schritte

  • Wie ich bereits in der Einleitung schrieb, wird die Füllung am Vortag zubereitet.
    Die Rosinen mit heißem Wasser waschen und in ein Sieb geben.
    Dann die Walnusskerne in kleine Stücke schneiden, den Strega-Likör sowie Saft und Schale der Orange bereitstellen.

  • Die Rosinen mit einem Küchentuch trocken tupfen und mit den zerkleinerten Walnüssen vermengen.
    Saft, Schale und Likör unterrühren und gut vermischen.

  • Zucker hinzufügen und erneut durchmischen.
    Mit Frischhaltefolie abdecken und ruhen lassen; zwischendurch gelegentlich umrühren.

  • Am nächsten Tag können wir den Teig vorbereiten: Öl, Moscato und eine Prise Zimt in einen Topf geben und die Flüssigkeiten erhitzen, sie dürfen nicht kochen.

  • Die Flüssigkeiten in eine Schüssel gießen und Saft, Schale sowie den Likör hinzufügen.

  • Nach und nach das gesiebte Mehl einarbeiten und mit einem Schneebesen verrühren.

  • Nachdem das ganze Mehl zugefügt ist, den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit den Händen weiterkneten.
    Den Teig in eine Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde ruhen lassen.

  • Nach der Ruhezeit ein Stück Teig abnehmen und dünn zu einem Rechteck von etwa 24 x 30 cm ausrollen.
    Mit einem gezahnten Teigrad drei Streifen von je etwa 8 cm Breite schneiden.

  • Auf jeden Streifen die Füllung geben, zusammenklappen und einrollen, sodass kleine Röschen entstehen.

  • Den Teig ausrollen und eine Kreisform ausstechen.
    Ich habe den Boden einer Springform mit 24 cm Durchmesser verwendet; alternativ könnt ihr auch einen Topfdeckel nehmen.
    Die Teigscheibe in die Form legen oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

  • Auf die Teigscheibe etwas Rosinen und Nüsse streuen und sechs Röschen als Blütenblätter anordnen.
    Die Ränder des Teigkreises verschließen und vor dem Backen etwas Honig darübergeben.
    Im Ofen bei 170°C für 55–60 Minuten backen.

Die Pitta ‚mpigliata ist ein köstliches und sehr willkommendes Geschenk für eure Freunde. Ich verpacke sie meistens auf einem weihnachtlichen Pappteller und wickele sie in Zellophan zusammen, binde das Ganze zu einem Beutel und versehe es mit einer schönen roten Schleife!

Pitta 'mpigliata
Autorenbild

tavolaimbandita

Man kocht, wenn man an jemanden denkt; sonst bereitet man nur Essen zu.

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