Zart und vielseitig sind diese leichten Rosen-Crêpes, ideal für einen besonderen Tee mit Freund:innen oder um eine Maifeier, den Monat der Rosen, fröhlicher zu machen.
Genau, heute geht es um Rosen und wie man sie in der Küche verwendet – aus unserer Reihe „Kräuter und Blumen auf dem Teller“. Am Ende des Artikels findet ihr auch die Rezepte der anderen Freundinnen.
Rosen und ihre Verwendung in der Küche
Die Tradition, Rosenblätter in der Küche zu verwenden, reicht weit zurück, bis nach Konstantinopel, und kam dann über die Handelsrouten nach Venedig und Genua. Noch heute wird hier traditionell ein sehr feiner Rosensirup hergestellt.
Für diese Tradition werden meistens die Blätter der Moschusrose (Rosa moschata) und der Wolfsrose (Rugosa) verwendet (letztere ist meine Lieblingssorte).
In Rezepten wird üblicherweise Rosensirup verwendet – in der Anleitung zu den leichten Rosen-Crêpes erfährst du, wie man ihn einsetzt.
Du kannst ihn im Tee statt Zucker verwenden, in Eiscreme, über Obstsalat oder als Tränke für einen Biskuit/Sandkuchen.
Hier meine Rosen, auf die ich stolz bin:
Aus Rosenblättern lassen sich auch leckere Konfitüren oder Kompotte zubereiten. Verwende unbedingt Blüten aus unbelasteten Gebieten, wilde Rosen oder Gartenrosen, die keiner Behandlung unterzogen wurden. Wasche die Blätter sehr gut und trockne sie dann vorsichtig, bevor du unsere Gerichte zubereitest.
Hier ein paar Rezepte mit Rosenblättern:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Kochzeit: 40 Minuten
- Portionen: 12 Stück
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Vegan
- Saisonalität: Frühling
Zutaten für die leichten Rosen-Crêpes
Bereite zunächst den Rosensirup zu (die Menge ist natürlich reichlich) oder du kannst ihn online besorgen: Rosensirup
- 150 g Rosenblätter
- 500 g Zucker
- 500 g Wasser
- 1/2 Zitrone (mit Bio-Schale)
- 150 g Weizenmehl Typ 2
- 300 g Haferdrink
- 150 g Rosensirup
- 20 g extra natives Olivenöl
- 1 Prise unraffiniertes Meersalz
- nach Bedarf Rosenblätter (zur Dekoration)
- 100 g Konfitüre (nach Wahl)
Werkzeuge
- 1 Stabmixer
Wie man Rosensirup zubereitet
Alternativ kannst du, wie bei den Zutaten erwähnt, einen im Handel erhältlichen Rosensirup verwenden.
Gib die gut gewaschenen Rosenblätter zusammen mit der Zitrone und kochendem Wasser in eine Schüssel und lass alles 24 Stunden ziehen.
Seihe alles durch ein feines Sieb, füge den Zucker hinzu und lass die Mischung etwa 25 Minuten leicht sieden. Abfüllen und bei Bedarf verwenden.
Gib in eine Schüssel das Mehl, den Rosensirup und den Haferdrink und verrühre alles gut mit einem Schneebesen oder einem Stabmixer. Füge außerdem das Öl und eine Prise Salz hinzu.
Lass den Teig circa eine halbe Stunde ruhen.
Öle eine beschichtete Pfanne mit etwas Küchenpapier leicht ein und gieß eine Kelle Teig hinein, schwenke die Pfanne gut, damit sich der Teig schön verteilt.
Nach etwa einer Minute lösen sich die Ränder nach und nach; heb die Crêpe mit einer Spachtel an und wende sie, bis sie durchgebacken ist.
Stapel sie auf einem Teller und verfahre so, bis der Teig aufgebraucht ist.
Fülle die Crêpes anschließend mit deiner Lieblingskonfitüre oder mit einer Nussfruchtcreme und Malz, oder mit einer Cashew-Creme, einer hausgemachten Gianduia-Creme oder auch mit einer Fagiottella mit Schokolade.
Dekoriere mit frischen oder getrockneten Rosenblättern.
Aufbewahrung, Tipps, Varianten
Du kannst auch andere Mehle verwenden, zum Beispiel glutenfreie Varianten wie Buchweizen, Hirse oder Vollkornreis. Du kannst den Rosensirup weglassen und stattdessen ein anderes pflanzliches Getränk oder Wasser verwenden. Die Crêpes lassen sich einfrieren und bei Bedarf wieder verwenden.
Wenn du keinen gesüßten Sirup verwendest, kannst du die Crêpes auch herzhaft füllen, zum Beispiel mit einem Hummus.
Kräuter und Blumen auf dem Teller: hier die anderen Rezepte:
Elisa: Basbousa, Grieskuchen mit Rosenwasser aus dem Nahen Osten
Miria: Rosensirup
Tiziana: Rose Soan Papdi, indisches Rezept

