Brunsli, die Schweizer Weihnachtskekse

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Die Brunsli sind typische Schweizer Weihnachtskekse, hauptsächlich aus Basel, daher der Name Basler Brunsli. Sie sind ein Symbol für Basel, haben aber auch außerhalb der Kantonsgrenzen Bekanntheit erlangt und sind zum „nationalen Keks“ der Schweiz geworden.

Der Name stammt aus dem Baseldeutschen Dialekt „bruun“ = „braun“, in Bezug auf die dunkle Farbe der Kekse, die durch Kakao, gemischt mit Mandeln und Gewürzen, entsteht. Ohne Mehl sind sie natürlich glutenfrei.

Die ersten historischen Hinweise stammen aus dem 18. Jahrhundert: Das erste bekannte Rezept erscheint 1750 im Kochbuch „Das süsse Basel“.

Das erste schriftliche Dokument, das einen „Brunsli“ beschreibt, stammt aus dem Jahr 1725, anlässlich eines Banketts für einen Pfarrer in Winterthur, bei dem „fünf Pfund Brunsli“ serviert wurden.

⁠Im Laufe der Zeit hat das Rezept Veränderungen erfahren: In Zeiten der Knappheit wurde ein Teil der Nüsse durch Mehl ersetzt; Glasuren waren in der Vergangenheit ebenfalls häufig, sind heute aber weniger gebräuchlich.


Traditionell wurden sie nicht nur zu Weihnachten verkauft: Sie wurden auch für Hochzeiten und andere Feiern zubereitet.


Die Brunsli gehören zur Kultur der Schweizer Weihnachts-„Guetzli“ zusammen mit anderen Keksen wie Lebkuchen, Mailänderli, Zimtsternen, Läckerli…

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 1 Stunde
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Portionen: 25Stück
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Schweiz
  • Saisonalität: Weihnachten

Zutaten

  • 250 g Mandeln
  • 100 g Zucker
  • 15 g Kakao, ungesüßt (0 50 g dunkle Schokolade in Stückchen)
  • n. B. Zimt, gemahlen
  • n. B. Gewürznelken, gemahlen
  • 2 Eiweiß
  • 2 Esslöffel Kirsch (oder Zitronensaft)
  • 1 Prise Salz

Werkzeuge

  • 1 Ausstechformen weihnachtlich

Schritte

  • Mandeln, Zucker, Salz, Kakao (oder Schokolade) und Gewürze in einer Schüssel mahlen und mischen.

    Eiweiß steif schlagen und unter die Mischung heben, dabei auch den Kirsch oder Wasser hinzufügen. Nicht wie Mürbeteig kneten: Es sollte ein weicher, homogener Teig entstehen.

    Eine Scheibe aus dem Teig formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (oder besser über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen, um ihn zu festigen.

    Den Teig zwischen zwei Backpapier- oder Zuckerschichten auf eine Dicke von etwa 10 mm ausrollen.

    ⁠Gewünschte Formen ausstechen (Sterne, Herzen, Rauten, klassische traditionelle Figuren).

FAQ (Fragen und Antworten)

  • Brunsli und Basler Läckerli teilen die Weihnachtstradition der Stadt Basel, aber was sind die Unterschiede?

    Ja, Brunsli und Basler Läckerli sind tief in der Schweizer Weihnachtstradition verwurzelt, insbesondere in der Region Basel, aber nicht nur.

    Unterschiede:
    •⁠ ⁠Brunsli: weiche Kekse auf Mandel-, Kakao- und Schokoladenbasis. Sie haben eine Konsistenz, die eher einem Gebäck ähnelt, mit einem Aromaprofil von Gewürzen, aber delikater. Wird zu Hause zubereitet.
    •⁠ ⁠Basler Läckerli: älter, ähnlich einem Panforte oder pain d’épices. Mit Honig, kandierten Schalen, Mandeln und Gewürzen, oft glasiert. Hart, kompakt, werden in Stücke geschnitten. Auch kommerziell verbreitet.

    Was sie gemeinsam haben:
    •⁠ ⁠Beide sind historische und ikonische Weihnachtsgebäcke in Basel.
    •⁠ ⁠Beide basieren auf Trockenfrüchten und Gewürzen.
    •⁠ ⁠Sie werden in der Weihnachtszeit zubereitet oder verschenkt, oft im selben Sortiment von „Guetzli“ (Festtagsgebäck).
    •⁠ ⁠Beide stammen aus klösterlichem oder bürgerlichem Umfeld und verbreiten sich dann in der Bevölkerung.

    Sie sind zwei süße Pfeiler der schweizerisch-deutschen Weihnachtstradition, oft gemeinsam auf Plätzchentellern oder Weihnachtsmärkten anzutreffen.

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viaggiandomangiando

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