Die Doubles sind das inoffizielle Nationalgericht von Trinidad und Tobago, ein Symbol der Geselligkeit, das indische Wurzeln und karibische Aromen vereint: weicher frittierter Teig, genannt bara, der eine Füllung aus karibischem Curry-gewürzten Kichererbsen, bekannt als channa, umschließt.
Sie stammen aus der Gegend von Princes Town in den 30er Jahren und verdanken ihren Namen der Kundenanfrage, die Brotdosis zu „verdoppeln“, was einen einfachen Snack in eine ikonische und gehaltvolle Mahlzeit verwandelte.
Hauptakteure während des hektischen Karnevals von Trinidad, gelten die Doubles als das perfekte Treibmittel für die Feierlichkeiten: kostengünstig, nahrhaft und natürlich vegan.
Sie sind das Mittel der Wahl, um nach dem J’ouvert (der nächtlichen Parade) neue Energie zu tanken oder um die langen Tanzstunden im Rhythmus der Soca-Musik zu überstehen.
Das Herz des Rezepts liegt im Kontrast zwischen seinen beiden Hauptkomponenten:
Die Bara: Ein flacher Hefeteig, durch Kurkuma gelb gefärbt und schnell frittiert, um weich und flexibel zu bleiben.
Die Channa: Eine reiche Füllung aus langsam gekochten Kichererbsen mit karibischem Curry, Kreuzkümmel und Knoblauch, bis eine cremige und umhüllende Konsistenz erreicht wird.
Das Ganze wird traditionell mit dem Chadon Beni (einer frischen Sauce aus langem Koriander und Knoblauch) vervollständigt; in Trinidad wird der Culantro (eine intensivere lokale Kräuterart) verwendet, kann aber durch klassischen Koriander ersetzt werden, und einem Hauch von Scotch Bonnet-Chili, dessen Intensität den Charakter der Herausforderung für jeden Gaumen definiert.
Sie werden einer auf dem anderen oder leicht versetzt serviert und werden streng mit den Händen direkt aus dem Ölpapier gegessen: die einzige authentische Art, dieser Tradition Ehre zu erweisen.
Auf dem Blog findest du weitere Rezepte zum Karneval von Trinidad und Tobago:
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Sehr kostengünstig
- Ruhezeit: 2 Stunden
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Portionen: 12 Stück
- Kochmethoden: Frittieren
- Küche: Karibisch
- Saisonalität: Karneval
Zutaten
- 250 g Mehl
- 1 Teelöffel Trockenhefe
- 180 ml Wasser (lauwarm)
- n. B. Kurkuma, gemahlen
- n. B. Salz
- 1 Teelöffel Zucker
- n. B. Pflanzenöl
- 400 g getrocknete Kichererbsen (oder 2 Dosen vorgekochte Kichererbsen)
- 1 Zwiebel
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 Teelöffel Natron
- 1 Esslöffel karibisches Curry (*)
- n. B. Kreuzkümmel
- n. B. Chiliflocken (Scotch Bonnet)
- n. B. Salz und Pfeffer
- 1 Bund Culantro (oder frischer Koriander)
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Esslöffel Limettensaft
- n. B. Salz
Schritte
Für die Bara:
Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und ruhen lassen, bis es schaumig wird.
In einer Schüssel Mehl, Kurkuma und Salz vermischen. Die Hefemischung hinzufügen und zu einem sehr weichen und leicht klebrigen Teig kneten.
Mit etwas Öl bestreichen, abdecken und an einem warmen Ort ca. 1-2 Stunden gehen lassen.
Walnussgroße Kugeln formen, mit geölten Fingern flach drücken, bis dünne Scheiben von ca. 10-12 cm entstehen.
In heißem Öl für nur wenige Sekunden pro Seite frittieren (maximal 5-10 Sekunden insgesamt): Sie sollen aufgehen, aber hell und weich bleiben, nicht knusprig. Sofort in einem geschlossenen Behälter oder in einem Tuch gewickelt aufbewahren, um sie warm und feucht zu halten.Für die Channa:
Bei Verwendung von getrockneten Kichererbsen ist ein Einweichen in kaltem Wasser mit einer Prise Natron obligatorisch (mindestens 8-12 Stunden).
Kochen: Langsam (ca. 45-60 Minuten). Das Natron hilft, die Schale zu zersetzen und macht das Ganze sehr cremig.Bei Verwendung von vorgekochten Kichererbsen: Sehr gut abspülen, um den Konservierungsgeschmack zu entfernen.
Kochen: Sehr schnell (15-20 Minuten). Du musst Wasser oder eine leichte Brühe hinzufügen, um die Sauce zu erzeugen.
In einem Topf Zwiebeln und gehackten Knoblauch anbraten, das in etwas Wasser gelöste Curry hinzufügen und kurz rösten.
Die Kichererbsen mit etwas von ihrem Kochwasser, Kreuzkümmel und Chili hinzufügen.
Köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.Tipp: Einige Kichererbsen mit einer Gabel zerdrücken, um das Ganze cremiger zu machen.
Für das Chadon Beni:
Den Culantro oder Koriander gut waschen und trocknen.
Alles in einem Mixer pürieren.
Konsistenz anpassen: Einen Esslöffel Wasser nach dem anderen hinzufügen, bis eine dicke, aber flüssige Sauce entsteht, ähnlich einem groben Pesto.
Abschmecken: Mit Salz abschmecken und, wenn zu bitter, eine Prise Zucker hinzufügen.Zwei bara auf einen Teller legen (leicht überlappend), in die Mitte einen großzügigen Löffel heiße channa geben und mit Chadon Beni vervollständigen.
International Doubles Day: Der 30. Mai ist der Welttag, der diesem Gericht gewidmet ist, und fällt mit dem Indian Arrival Day zusammen.
FAQ (Fragen und Antworten)
Welche Toppings gibt es für Doubles?
Die wahre Magie liegt in den Saucen.
Die klassischen Optionen sind:
Kuchela: Ein scharfes Mango-Pickle.
Tamarindensauce: Für eine süß-saure Note.
Geriebene Gurke: Um den Gaumen zu erfrischen.
Pepper Sauce: Scotch Bonnet Chilisoße (man kann sie mit „slight pepper“ für eine milde oder „heavy pepper“ für eine scharfe Variante bestellen).
Chadon beni: Grüne Sauce auf Basis von langem Koriander (culantro).Wie wird der Karneval in Trinidad und Tobago gefeiert?
Der Karneval in Trinidad und Tobago 2026 findet offiziell am Montag, den 16. Februar und Dienstag, den 17. Februar 2026 statt.
Bekannt als „The Greatest Show on Earth“, ist der Karneval der Höhepunkt monatelanger Vorbereitungen, Steelpan-Wettbewerbe und Partys (Feten), die bereits im Januar beginnen.
📅 Wichtige Termine 2026
Der offizielle Kalender für die Saison 2026 umfasst folgende Hauptereignisse:
9. Januar 2026: Eröffnung des John Cupid Carnival Village.
18. Januar 2026: Finale des Junior Panorama.
1. Februar 2026: Nationale Steelband-Halbfinals (Pan Semis).
7. Februar 2026: Calypso Fiesta und Rotkreuz-Kinderkarneval.
14. Februar 2026: Finale der Large Conventional Band und Chutney Soca Monarch.
15. Februar 2026: Dimanche Gras (Finale König und Königin des Karnevals).
16. Februar 2026 (Karnevalsmontag): Offizieller Beginn um 04:00 Uhr mit dem J’ouvert, gefolgt von Kostümparaden.
17. Februar 2026 (Karnevalsdienstag): Große Parade der Bands und abschließende Feierlichkeiten bis Mitternacht.
🎭 Wichtige Erlebnisse
J’ouvert: Eine Parade vor der Morgendämmerung am Montag, bei der sich die Teilnehmer mit Schlamm, Farbe, Öl und Schokolade bedecken, um die Freiheit zu feiern.
Parade of the Bands: Tausende von „Masqueraders“ ziehen durch die Straßen von Port of Spain in aufwendigen Kostümen aus Federn, Perlen und Pailletten und tanzen im Rhythmus von Soca– und Calypso-Musik.
Panorama: Der prestigeträchtigste Steelband-Wettbewerb der Welt, mit Orchestern von bis zu 100 Musikern.
Fetes: Themenpartys, Kreuzfahrten und „all-inclusive“-Partys, die in den Wochen vor den Umzugstagen auf der ganzen Insel stattfinden.*Welche Art von Curry ist das karibische?
Das karibische Curry unterscheidet sich stark vom klassischen indischen Curry (Masala), es ist das Ergebnis einer historischen Fusion: Als im 19. Jahrhundert indische Arbeiter in die Karibik kamen, passten sie ihre Gewürzmischungen an die lokalen Zutaten an.
1. Das Aromaprofil: Gelb und erdig
Im Gegensatz zu indischem Curry, das oft auf Schärfe oder süße Noten (Zimt/Nelken) setzt, ist das karibische Curry:
Weniger scharf: Die Wärme kommt nicht vom Currypulver selbst, sondern von der Zugabe frischer Chilis (Scotch Bonnet) während des Kochens.
Gelber: Es enthält einen sehr hohen Anteil an Kurkuma, was den ikonischen Doubles ihre Farbe verleiht.
Starke Präsenz von Kreuzkümmel (Geera): Der geröstete Kreuzkümmel ist die erdige Seele dieser Mischung.
2. Wichtige Zutaten
Eine authentische karibische Mischung (insbesondere die von Trinidad) enthält in der Regel:
Kurkuma: Grundlage für Farbe und Vorteile.
Koriandersamen: Für eine zitrusartige Note.
Kreuzkümmel (Geera): Essenziell, oft wird am Ende der Kochzeit noch mehr geröstet hinzugefügt.
Bockshornklee: Für den leicht bitteren Nachgeschmack typischen der Channa.
Schwarzer Pfeffer und Senfkörner: Für eine konstante aromatische Tiefe.
3. Die Technik des „Bughay“ (Rösten)
Das Geheimnis der Doubles liegt nicht nur in der Art des Currys, sondern wird es verwendet. In Trinidad wird das Pulver nicht direkt auf die Kichererbsen gestreut.
Es wird eine Paste hergestellt: Curry wird mit etwas Wasser, gehacktem Knoblauch und Zwiebeln gemischt.
Diese Pasta wird in heißem Öl „gebraten“, bis sie sich verdickt und die Farbe ändert (fast dunkelbraun wird). Dieser Prozess beseitigt den Geschmack von „rohem Gewürz“ und setzt die ätherischen Öle frei.
Wenn du kein explizit karibisches Curry findest, kannst du deine eigene Mischung so komponieren:
2 Esslöffel englisches Curry.
1 Teelöffel extra Kurkuma.
1 Teelöffel Kreuzkümmelpulver (am besten vorher in der Pfanne geröstet).
Eine Prise schwarzer Pfeffer.
Wenn du das vegane Currypulver aus Sri Lanka verwendest, musst du viel zusätzliches Kurkuma (mindestens 1-2 Teelöffel) sowohl in den Bara-Teig als auch in die Kichererbsen geben, sonst erscheint das Gericht wie ein dunkler Fleischeintopf und nicht wie das klassische sonnige Streetfood aus Port of Spain.

