Die fried pies sind ein Dessert, das tief in der Tradition des Südens der Vereinigten Staaten verwurzelt ist, eine Art mit Früchten gefüllte und frittierte Teigtaschen, mit bescheidenen Ursprüngen und verbunden mit der ländlichen Küche.
Entstanden als praktisches Reiseessen, waren die fried pies (wörtlich „frittierte Torten“) eine perfekte Lösung, um Früchte das ganze Jahr über zu konservieren und zu transportieren. Sie wurden oft mit getrockneten oder konservierten Früchten zubereitet, wie Äpfeln, Pfirsichen oder Brombeeren (zu den häufigsten Früchten zählend), die rehydriert und mit Zucker und Gewürzen gekocht wurden, um die Füllung zu erstellen.
Sie waren bei Feldarbeitern und Ranchern beliebt, weil sie leicht zu transportieren waren, nicht leicht verdarben und auch kalt gegessen werden konnten.
Sie verbreiteten sich vor allem in den Südstaaten wie Georgia, Tennessee, Texas, Alabama und Mississippi und wurden zu einem Symbol der Hausküchen der Nachkriegszeit und der „Komfortküche“.
Jede Familie hatte ihre eigene Variante: Einige nutzten hausgemachten Teig ähnlich dem von Kuchen, andere verwendeten biscuit dough oder rustikaleren Teig. Einige bereiteten sie mit Schmalz oder Schweineschmalz anstelle von Butter zu.
Aber der traditionellste Teig für die fried pies des Südens der Vereinigten Staaten ist ähnlich der pie crust, reicher und flexibler, um dem Frittieren standzuhalten.
Auch heute noch sind sie auf Jahrmärkten, lokalen Märkten, Dorfbäckereien und in Restaurants, die Südstaatenküche anbieten, zu finden, oft begleitet von Eis oder Sahne.
Einige moderne Versionen werden im Ofen gebacken, aber die frittierte Version bleibt die authentischste, mit dem typischen Kontrast zwischen der knusprigen Außenseite und der weichen, süßen Füllung.
Sie sind ein perfektes Beispiel für die Resteverwertungsküche des Südens: einfach, köstlich und zugänglich.
Das ist die aprikosenbasierte Variante, die wir während unserer Reise in den Süden der Vereinigten Staaten im Dezember-Januar 2025-26 probiert haben.
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Portionen: 6 Stück
- Kochmethoden: Kochen, Frittieren
- Küche: Amerikanisch
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten
- 250 Mehl Typ 00
- 1/2 Teelöffel Salz
- 60 g Butter oder Schmalz (kalt, gewürfelt)
- ml
- 400 g Früchte (frisch oder gefroren)
- 80 g Zucker
- 1 Teelöffel Zitronensaft
- 1 Esslöffel Maisstärke
- n.B. Öl zum Frittieren
Schritte
1. Den Teig vorbereiten: In einer Schüssel Mehl und Salz vermengen. Die kalte Butter hinzufügen und mit den Fingerspitzen bearbeiten, bis ein sandiger Teig entsteht. Das kalte Wasser (80/100 ml) nach und nach hinzufügen und schnell zu einem glatten Ball verkneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Die Füllung vorbereiten: In einem kleinen Topf die in Stücke geschnittenen Früchte, Zucker, Zitronensaft, Zimt und Maisstärke vermengen. Bei mittlerer Hitze kochen, bis die Mischung leicht eindickt (ca. 5-7 Minuten). Abkühlen lassen.
3. Die fried pies zusammensetzen: Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf eine Dicke von ca. 3-4 mm ausrollen. Kreise von ca. 12-15 cm Durchmesser ausschneiden. Einen großzügigen Löffel Füllung in die Mitte geben, dann zu einem Halbmond falten und die Ränder gut mit einer Gabel versiegeln.
4. Frittieren: Das Öl auf 180°C erhitzen und die fried pies portionsweise 3-4 Minuten oder bis sie goldbraun sind, frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.Mit Puderzucker oder Kristallzucker bestreuen. Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

