Die Fasnachtschüechli sind die ikonischen runden Krapfen der Schweizer Tradition, die typischerweise während der Karnevalszeit zubereitet werden und ihre Wurzeln im Mittelalter haben.
Der Begriff stammt von Fasnacht (Karneval) und Chüechli (kleiner Kuchen/Krapfen); Fasnachtsküchle ist der Begriff im Singular.
Historisch gesehen waren sie die Süßigkeit des „Vorratsverbrauchs“: Vor der Fastenzeit mussten die Familien verderbliche Zutaten und Fette wie Schweineschmalz, Eier und Sahne aufbrauchen, die während des Fastens verboten waren. Aus diesem Grund wurden sie zum gastronomischen Symbol des Festes und des Überflusses, der der Buße vorausgeht.
Meine Version ist glutenfrei und wird in der Heißluftfritteuse zubereitet.
Obwohl das Konzept von frittiertem Teig universal ist, definieren die Form und die Zutaten die nationalen Identitäten:
In der Schweiz (Fasnachtschüechli): Sie zeichnen sich durch die Verwendung von Sahne (Rahm) im Teig aus, die Butter und Milch ersetzt. Der Teig wird so dünn ausgerollt, dass er fast transparent ist, zackig und mit einer Schicht aus Puderzucker bedeckt.
In Deutschland (Knieküchle): Typisch für Bayern und Schwaben, sind sie bekannt dafür, dass die Hausfrauen sie über dem Knie ausrollten, um eine sehr dünne Mitte und einen hohen, weichen Rand zu erhalten. Oft werden sie mit Zucker und Zimt dekoriert.
In Österreich (Faschingskrapfen): Im Gegensatz zu den „ausgerollten“ Schweizer und deutschen Versionen ist Österreich die Heimat der geschlossenen und aufgeblähten Krapfen, die normalerweise mit Aprikosenmarmelade gefüllt sind und dennoch die gleiche Verbindung zum Karneval teilen.
In Italien (Chiacchiere/Frappe/Bugie): Die Parallele ist in der Knusprigkeit offensichtlich, aber unsere sind normalerweise rechteckig, verwenden Butter und oft einen Likör (wie Marsala), um die Blasenbildung zu fördern, während in der Schweiz die Sahne die ganze Arbeit erledigt.
Und in Frankreich….
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 2 Stunden
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Portionen: 20 Stück
- Kochmethoden: Heißluftfrittieren
- Küche: Schweizerisch
- Saisonalität: Karneval
Zutaten
- 400 g glutenfreies Buchweizenmehl
- 100 g glutenfreie Maisstärke
- 7 g Trockenhefe
- 1 Esslöffel Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 200 ml frische flüssige Sahne
- n.B. Pflanzenöl
- n.B. glutenfreier Puderzucker
Werkzeuge
- 1 Heißluftfritteuse
Schritte
Teig: Mische die trockenen Zutaten (Mehl, Stärke, Hefe, Zucker, Salz) und füge die verquirlten Eier mit der Sahne aus dem Kühlschrank hinzu. Knete, bis ein glatter Teig entsteht.
Gärung: Lasse den Teig abgedeckt etwa 2 Stunden ruhen.
Ausrollen: Forme Kugeln und rolle sie zwischen zwei Backpapierblättern (wichtig für das Glutenfreie) dünn aus, bis fast transparente Scheiben von 20/30 cm entstehen.
Heißluftfritteuse: Bestreiche die Scheiben gut mit Öl auf beiden Seiten. Backe bei 190°C für 8 Minuten, drehe sie zur Hälfte der Backzeit um.
Fertigstellung: Bestäube sie sofort mit reichlich Puderzucker, solange sie noch warm sind.
Die traditionelle Form
Im Gegensatz zu den italienischen Chiacchiere, die typischerweise rechteckig oder in Streifen sind, haben die Fasnachtsküchle je nach Region unterschiedliche Formen:
In der Schweiz (Fasnachtschüechli): Sie sind streng rund und sehr groß (sie können einen Durchmesser von 20-30 cm erreichen). Sie sind so dünn ausgerollt, dass sie transparent sind und erscheinen nach dem Frittieren als unregelmäßige und „wellige“ Scheiben.
In Deutschland (Knieküchle): Sie sind rund, aber mit einer Besonderheit: Sie haben einen hohen, weichen äußeren Rand (ähnlich einem Donut ohne Loch) und eine sehr dünne, fast transparente Mitte.
In Deutschland (Knieküchle): Sie sind rund, aber mit einer Besonderheit: Sie haben einen hohen, weichen äußeren Rand (ähnlich einem Donut ohne Loch) und eine sehr dünne, fast transparente Mitte.
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