Süße Soffioni aus den Abruzzen

Soffioni aus den Abruzzen: die süßen „Liebesbriefe“ mit Ricotta.
Wenn es ein Gebäck gibt, das die Abruzzen mit einem einzigen Bissen erzählen kann, dann ist es der Soffione. Auch „Liebesbriefe“ genannt, weil sich der Mürbeteig wie ein Umschlag faltet und ein kostbares Geheimnis offenbart, sind diese kleinen Teilchen eine Explosion von Geschmack und Zartheit. Obwohl die abruzzesische Tradition sie vor allem zu Ostern präsentiert, ist ihre Köstlichkeit so groß, dass jede Gelegenheit im Jahr passend ist, sie zuzubereiten — zumal die Zutaten simpel und in jeder Küche vorrätig sind.
Die Soffioni zu beschreiben ist nicht einfach: es sind kleine Tücher aus Mürbeteig (häufig mit Öl zubereitet, wie es die bäuerliche Tradition verlangt), die eine reichhaltige Füllung aus Ricotta, Eiern und Zitrone beherbergen.
Die Magie geschieht im Ofen: beim Backen geht die Füllung stark auf, als wolle sie aus ihrem Häuschen herausbrechen.
Das ist das typische Merkmal der Soffioni: dieses goldene „Köpfchen“, das aus dem Teig hervorspitzt und unglaubliche Weichheit verspricht.
Der wahre Protagonist dieses Rezepts ist die Füllung: damit die Soffioni nach dem Backen nicht zu sehr „zusammenfallen“, ist das Geheimnis, sehr frischen, aber sehr trockenen Ricotta zu verwenden.
Mein Tipp ist, ihn am Vortag zu kaufen und mindestens ein paar Stunden (oder besser über Nacht) in einem Sieb im Kühlschrank abtropfen zu lassen.
Dieser kleine Schritt sorgt dafür, dass die Masse cremig und fest wird und jenes intensive, authentische Aroma liefert, das sie unwiderstehlich macht.
Tradition und Geselligkeit
In den Abruzzen ist das Zubereiten von Soffioni ein Liebesakt.
Es erfordert etwas Geduld beim Formen der Körbchen, aber die Freude, sie goldbraun im Ofen zu sehen, belohnt jede Mühe.
Sie eignen sich bestens für das Festtagsfrühstück, aber auch als Abschluss eines Essens, serviert mit einem Gläschen gekochtem Wein oder Ratafia.
Nun bleibt nur noch, loszulegen: Folgt meinem Rezept Schritt für Schritt, mit den Bildern, die ich für euch vorbereitet habe, und bringt ein Stück authentische Abruzzen auf den Tisch.
Ich bin sicher, dass die Soffioni, einmal probiert, auch bei euch zuhause zu einem festen Bestandteil werden!
Ca. 160 kcal pro Soffione

Süße Soffioni aus den Abruzzen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Kosten: Mittel
  • Ruhezeit: 30 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 25 Minuten
  • Portionen: 17 Soffioni
  • Kochmethoden: Elektrischer Backofen
  • Küche: Italienische Regionalküche
  • Region: Abruzzen
  • Saisonalität: Ostern

Zutaten für die süßen Soffioni aus den Abruzzen

  • 280 g Weizenmehl (Tipo 00)
  • 40 g Zucker
  • 40 ml Maiskeimöl (Sonnenblumen- oder Olivenöl)
  • 3 Eier (mittelgroß)
  • 400 g Ricotta (Kuhmilch)
  • 100 g Zucker
  • 4 Eier (mittelgroß)
  • abgeriebene Schale einer großen Zitrone
  • Puderzucker (optional)

Werkzeuge

  • 1 Form Muffinform

Zubereitung der süßen Soffioni aus den Abruzzen

  • Teigzubereitung (Mürbeteig)

    Zuerst bereiten wir den Mürbeteig zu: In eine große Schüssel Eier und Zucker geben und gut verrühren; dann das Öl hinzufügen und nach und nach das Mehl einarbeiten, bis alles verbunden ist.

  • Am Ende erhältst du einen weichen, nicht klebenden Teigling. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

    Füllung vorbereiten

    Jetzt bereiten wir zwei Schüsseln vor: In eine kommen die Eiweiße, in die andere die Eigelbe, der Ricotta, die abgeriebene Zitronenschale und der Zucker.

    Die Eiweiße steif schlagen und die Schüssel mit den Eigelben und den anderen Zutaten so verarbeiten, dass eine schöne cremige Masse entsteht.

    Nun die geschlagenen Eiweiße vorsichtig von Hand unter die Eigelb-Mischung heben und alles gut verrühren, bis eine gut eingearbeitete, cremige Masse entstanden ist.

    Kurz kalt stellen, während der Rest vorbereitet wird.

  • Fertiger Schritt

    Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ein Stück Teig abtrennen, die Arbeitsfläche bemehlen und ihn dünn ausrollen. Ich habe ihn aus Praktikabilitätsgründen nicht auf einmal ausgerollt, auch wegen Platzmangel auf der Arbeitsfläche.

    Aus der Teigplatte Quadrate ausschneiden, die so groß sind, dass der Teig an den Rändern etwas übersteht… Ich habe eine Muffinform verwendet, man kann auch Alu-Förmchen nehmen; die Größe des Teigquadrats hängt natürlich von der Größe der Form ab, in die der Soffione gelegt wird.

  • Nun die vorbereitete Füllung in die Förmchen geben, ungefähr bis zur Höhe des Förmchens, anschließend die Teigkanten leicht nach innen schlagen — nicht drücken, sondern behutsam schließen.

  • Die Soffioni in den vorgeheizten Ofen bei 170°C (Umluft ggf. anpassen) geben und 25–30 Minuten backen. Nach Bedarf die Garzeit kontrollieren.

    Nach dem Backen abkühlen lassen. Wer mag, kann sie mit Puderzucker bestäuben — ich habe darauf verzichtet.

    Süße Soffioni aus den Abruzzen

Folgt mir auf Facebook Pinterest Twitter Instagram YouTubeTelegram

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, abonniert den Newsletter, indem ihr hier klickt.

Aromen: Für eine noch intensivere Note die Schale einer unbehandelten Zitrone direkt in den Zucker reiben, bevor die Eier aufgeschlagen werden.

Aufbewahrung: Sie halten sich 2–3 Tage gut unter einer Glasglocke, allerdings macht der Ricotta den Mürbeteig feuchter — frisch am gleichen Tag sind sie am besten!

Autorenbild

loscrignodelbuongusto

Mein Name ist Francesca Mele und "Lo scrigno del buongusto" ist der Name meines Blogs. Ich bin waschechte Abruzzerin, und nach einigen Jahren mit einer Koch-Website habe ich mich entschieden, einen Blog zu starten. Insgesamt bin ich jetzt seit 12 Jahren online, und deshalb kennen mich viele von euch schon seit einiger Zeit! Ich koche gerne und bin weder eine Chefköchin noch eine professionelle Köchin, sondern habe einfach nur die Leidenschaft fürs Kochen, Zubereiten und Erfinden neuer Gerichte. Die Rezepte, die ihr auf meinem Blog findet, sind nicht kopiert, und auch die Fotos sind nicht aus dem Internet heruntergeladen, sondern von mir selbst gemacht.

Blog-Beitrag lesen