Osterkranz

Abruzzischer Osterkranz: der Duft des Rituals, das Familien verbindet.
Wenn ich die Augen schließe und an Ostern in den Abruzzen denke, ist der erste Duft, der mich umhüllt, der des Osterkranzes.
Er ist nicht nur ein Gebäck, sondern ein echtes gemeinschaftliches Ritual, das unsere Orte durchzieht.
In vielen Dörfern unserer Region kann man nicht wirklich von Fest sprechen, wenn diese großen goldenen Kränze nicht die Tische zieren.
Die Tradition ist so verwurzelt, dass man beim Backen oft richtig loslegt und große Mengen produziert, um sie zu verschenken oder mit den Nachbarn zu teilen.
Die Schönheit dieses Kranzes liegt in seiner Schlichtheit, auch wenn er, wie alle großen Hefeteige, seine Zeit braucht.
Es ist kein Rezept, das man schnell mal eben macht: es braucht eine langsame und sorgfältige Gärung, um die typische Fluffigkeit zu erreichen, aber ich versichere euch, das Warten lohnt sich.
Während der Kranz im Ofen backt, verströmt er ein unverkennbares Aroma, das jedes Eckchen des Hauses erfüllt; es riecht nach Zuhause und Vorfreude auf das Fest.
In diesen Momenten ist die Versuchung groß, den Ofen aufzureißen, bevor er fertig ist, um sofort ein Stück zu probieren!
Ein Grund, warum ich diesen Kranz so liebe, ist seine Vielseitigkeit: zu Ostern gibt es keine festen Zeiten – er schmeckt zum Frühstück in Milch getunkt, als Nachmittagsjause oder als leichter Abschluss nach dem Essen.
Er ist geschmacklich einfach hervorragend, nicht zu süß und mit einer Konsistenz, die einen dazu bringt, gleich noch ein Stück zu nehmen.
Wenn ihr diesen Kranz nach meinem Rezept macht, bringt ihr ein Stück authentischer Tradition auf den Tisch.
Die Anleitungen sind einfach und für alle gedacht, die schon beim ersten Versuch ein perfektes Ergebnis erreichen wollen.
Ich bin sicher, dass ihr ihn, sobald ihr ihn probiert habt, oft backen werdet, nicht nur zu Ostern!
Probiert ihn aus und sagt mir in den Kommentaren, ob sein Duft auch bei euch zu Hause Einzug gehalten hat, so wie jedes Jahr bei mir.
Kcal ca. 1000 pro Kranz

Osterkranz
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 5 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kochzeit: 35 Minuten
  • Portionen: 2 Kränze
  • Kochmethoden: Elektrobackofen
  • Küche: Regionale italienische Küche
  • Region: Abruzzen
  • Saisonalität: Ostern

Zutaten für den Osterkranz

  • 1 Ei, mittelgroß
  • 25 g Butter oder Margarine
  • 5 Esslöffel Zucker
  • 150 ml Vollmilch
  • 10 g Frische Hefe
  • Abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1 Päckchen Vanille oder 1/2 Teelöffel flüssige Vanille
  • nach Belieben Zimt, gemahlen
  • 400 g Weizenmehl Typ 0
  • 1 Eigelb
  • 1 Schuss Milch
  • 1 Teelöffel Zucker
  • nach Belieben Bunte Streusel

Werkzeuge

  • Backformen

Zubereitung des Osterkranzes

  • In der Rührmaschine oder Küchenmaschine die Hefe auflösen und dann nach und nach alle Zutaten bei mittlerer Geschwindigkeit zugeben.

    Sobald alle Zutaten verbunden sind, das Mehl nach und nach dazugeben, bis ein homogener, nicht klebriger Teigball entsteht.

    Wenn ihr einen Handmixer verwendet, knetet so lange wie möglich damit, dann den Teig auf die Arbeitsfläche geben und die Arbeit von Hand zu Ende führen.

    Den Teigling zum Verdoppeln gehen lassen.

    Osterkranz
  • Anschließend den Teig so teilen, dass 2 Kränze entstehen, die ihr jeweils auf ein mit Backpapier belegtes Blech legt und an einem warmen Ort mindestens 3 Stunden gehen lasst.
    Nach dieser Zeit jeden Kranz mit einer Mischung aus Eigelb, einer Prise Zucker und einem Schluck Milch bestreichen. Nach Belieben mit bunten Streuseln dekorieren

  • Bei 180°C etwa 30 Minuten backen, dabei die Garstufe kontrollieren.
    Der Kranz sollte goldbraun sein.

    Osterkranz

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Beilage: Wenn ihr der abruzzesischen Tradition voll folgen wollt, serviert ihn mit einem Stück Zartbitterschokolade vom Schokoladenei. Der Kontrast ist schlichtweg himmlisch!

Autorenbild

loscrignodelbuongusto

Mein Name ist Francesca Mele und "Lo scrigno del buongusto" ist der Name meines Blogs. Ich bin waschechte Abruzzerin, und nach einigen Jahren mit einer Koch-Website habe ich mich entschieden, einen Blog zu starten. Insgesamt bin ich jetzt seit 12 Jahren online, und deshalb kennen mich viele von euch schon seit einiger Zeit! Ich koche gerne und bin weder eine Chefköchin noch eine professionelle Köchin, sondern habe einfach nur die Leidenschaft fürs Kochen, Zubereiten und Erfinden neuer Gerichte. Die Rezepte, die ihr auf meinem Blog findet, sind nicht kopiert, und auch die Fotos sind nicht aus dem Internet heruntergeladen, sondern von mir selbst gemacht.

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