Die Piadina ist ein einfaches Gericht aus der romagnolischen Küche mit sehr alten Ursprüngen. Sie wird aus wenigen, alltäglichen Zutaten zubereitet, die man meist zuhause hat: Mehl, Wasser und entweder Schmalz oder extra natives Olivenöl. Ohne Hefe benötigt sie keine langen Ruhezeiten und wird nur wenige Minuten auf einer heißen Platte oder in einer sehr heißen Pfanne gebacken. Das Ergebnis ist großartig, denn die Piadina lässt sich mit allem füllen, was euch einfällt, und wird so zu eurem Allround-Gericht! Du kannst sie als Hauptgericht für ein lockeres Mittagessen servieren, als Brot zu Käse und Wurst verwenden oder als appetitanregende Vorspeise für eure Sommerabende anbieten. Mein Rezept verwendet einen Anteil Vollkornmehl für einen noch rustikaleren Geschmack und setzt auf Olivenöl statt Schmalz, damit sie besser verdaulich ist. Probier sie einfach aus! Schon pur, heiß und knusprig, ist sie ein Genuss; in den nächsten Tagen gebe ich dir ein paar Tipps für eine wirklich überraschende Zubereitung, sowohl geschmacklich als auch bei der Präsentation. Notiere dir zuerst die Mengen und den Ablauf, um Schritt für Schritt echte, selbstgemachte Piadine zu erhalten, die einfach, schnell und vor allem ehrlich sind! Hast du sie einmal selbst gemacht, wirst du sie nicht mehr fertig kaufen wollen!
Hier unten findest du weitere schnelle Pfannengerichte, in die du dich verlieben wirst:
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Kochzeit: 2 Minuten
- Portionen: 6 Stück
- Küche: Regionale italienische Küche
- Region: Emilia-Romagna
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten
⚠ IN DIESEM REZEPT SIND EIN ODER MEHR AFFILIATE-LINKS ENTHALTEN. Die Produkte, die ich empfehle, verwende ich selbst in meinen Rezepten; über meinen Blog zu kaufen hilft dabei, mich und meine Arbeit zu unterstützen, ohne dass es für euch teurer wird!
- 450 g Weizenmehl (Typ 00)
- 150 g Vollkornmehl
- 200 ml Wasser
- 80 ml extra natives Olivenöl
- 10 g Salz
- 10 g Natron
Werkzeuge
- 1 Schüssel
- 1 Sieb
- 1 Nudelholz
- 1 Holzlöffel
- 1 Frischhaltefolie
- 1 Küchenwaage
Zubereitung
Gib zuerst in eine große Schüssel die beiden Mehle, die du zuvor gesiebt hast, das Natron und eine Prise Salz.
Rühre mit einem Holzlöffel, forme dann in der Mitte einen Brunnen und gieße das Wasser schluckweise hinzu.
Gieße auch das Öl dazu und rühre weiter.
Knete zunächst kräftig direkt in der Schüssel und lege den Teig dann auf die Arbeitsfläche.
Arbeite den Teig, bis du einen weichen, aber nicht klebrigen Teigling erhältst. Decke ihn mit Frischhaltefolie ab und lass ihn 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.
Nimm den Teigling erneut und knete ihn ein paar Sekunden ohne zusätzliches Mehl, bis eine glatte Kugel entsteht. Teile sie in 6 Portionen zu je ca. 130 g.
Forme jede Portion zu einer runden, glatten Kugel.
Drehe sie um und kneife sie an der Unterseite mit den Fingern zusammen, um den Teig zu verschließen.
Lass sie ca. 15 Minuten abgedeckt mit Frischhaltefolie ruhen.
Rolle jeden Teigling mit dem Nudelholz aus und forme eine Scheibe von etwa 2 mm Stärke.
Brate sie dann in einer sehr heißen, antihaftbeschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 1 Minute, wende sobald sich Blasen bilden.
Gare noch etwa 1 Minute weiter und fahre so mit den restlichen Portionen fort.
Und voilà… die halbvollkorn-Piadine mit Olivenöl sind fertig und können nach Belieben verwendet werden!
Guten Appetit wünscht La Cucina di FeFè!
Ich habe damit einen Wrap mit Büffelmozzarella, Gemüse und Avocado-Sauce gemacht. Ein Genuss!
Aufbewahrung
👉Nachdem sie vollständig auf Raumtemperatur abgekühlt sind, kannst du sie verschlossen in einem Beutel 1 Tag aufbewahren. Im Kühlschrank, ebenfalls in einem Lebensmittelbeutel verschlossen, 2-3 Tage.
Im Gefrierfach: Du kannst sie bereits gebacken einfrieren, dabei jeweils mit Backpapier getrennt. Bei Bedarf gib sie direkt gefroren in die Pfanne.
Tipps, Notizen, Variationen und Vorschläge
🟣Wenn du es leichter halten willst, probiere sie zu füllen mit:
– Kichererbsen-Hummus und gegrilltem Gemüse.
– Putenbrust, Rucola und Parmesanspäne.
– Räucherlachs und leichter Frischkäse.
1. Warum natives Olivenöl statt Schmalz verwenden?
Die Verwendung von extra nativem Olivenöl macht die Piadina deutlich leichter und bekömmlicher und ist geeignet für diejenigen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren möchten. Außerdem liefert Olivenöl einfach ungesättigte Fettsäuren, die fürs Herz vorteilhaft sind, im Gegensatz zu den gesättigten Fetten von tierischem Schmalz.
2. Kann ich nur Vollkornmehl verwenden oder muss ich mischen?
Du kannst 100% Vollkornmehl verwenden, wenn du den maximalen Ballaststoffgehalt möchtest, aber die Piadina wird dann etwas rustikaler und weniger elastisch. Wenn du eine Konsistenz bevorzugst, die dem Original näher kommt, empfehle ich eine Mischung aus 50% Vollkornmehl und 50% Mehl Typ 0 oder 1.
3. Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?
Auf jeden Fall. Du kannst den Teig eingewickelt in Frischhaltefolie für ein paar Stunden im Kühlschrank ruhen lassen oder ihn morgens schon für den Abend vorbereiten. Die Ruhezeit hilft dem Glutennetz, sich zu entspannen, wodurch das Ausrollen deutlich einfacher wird.

