Schwarzkohl-Bällchen

in ,

Der Schwarzkohl ist ein typisches Wintergemüse, das ich liebe, seit ich seinen köstlichen Geschmack und seine zahlreichen gesunden Eigenschaften entdeckt habe! In den letzten Jahren habe ich viele Rezepte mit ihm zubereitet, aber nie wäre ich darauf gekommen, ihn zu Bällchen zu verarbeiten! Dann fiel mir vor ein paar Wochen auf, dass in meiner Polpetten-Sektion diese Version noch fehlte und so, begünstigt durch den Kauf eines kräftigen frischen Bundes auf dem Wochenmarkt, beschloss ich, sie zuzubereiten. Das Rezept, das ich ausprobiert habe, ist ohne Kartoffeln im Teig, und ich muss sagen, das war eine gute Wahl: Der köstliche Geschmack des Schwarzkohls kommt vollständig zur Geltung und wird nicht von der Zugabe von Knollen überdeckt, die bekanntermaßen den Blutzucker erhöhen und kalorienreicher sein können! Ihr könnt aber auch Schwarzkohl- und Kartoffelbällchen zubereiten, oder Schwarzkohl mit Ricotta, oder Schwarzkohl und Kichererbsen – glaubt mir, das sind alles einfache und leckere Rezepte! Im Rezept zeige ich euch die Zubereitung sowohl im Ofen, in der Pfanne oder in der Heißluftfritteuse.

Wenn du Schwarzkohl genauso liebst wie ich, darfst du diese köstlichen Ideen nicht verpassen:

n
nhttps://www.youtube.com/shorts/5bbexEaWBfsn
n
  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Sehr günstig
  • Ruhezeit: 15 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kochzeit: 25 Minuten
  • Portionen: 16 Bällchen
  • Kochmethoden: Herd, Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Herbst, Winter

Zutaten

Alle Rezepte und Fotos sind von mir erstellt und sind mein Eigentum; sie sind deshalb urheberrechtlich geschützt. Die Nutzung der Inhalte meiner Seite ist nur mit vorheriger ausdrücklicher Genehmigung und unter Angabe der Quelle und des entsprechenden Links gestattet.

  • 1 Bund Schwarzkohl (ca. 450 g netto)
  • 1 Ei
  • 40 g geriebener Parmigiano
  • 30 g Paniermehl (fein)
  • 30 g Emmentaler (bayerisch, gerieben)
  • 20 g Leinsamen (gemahlen)
  • 2 Esslöffel Paniermehl (grob, optional)
  • 3 Esslöffel natives Olivenöl (+ nach Bedarf)
  • nach Bedarf Salz
  • nach Bedarf gemischte Pfefferkörner

Werkzeuge

  • 1 Pfanne
  • 1 Stabmixer
  • 1 Löffel
  • 1 Schüssel
  • 1 Spatel
  • 1 Backblech
  • 1 Backpapier

Schritte

  • Um die Schwarzkohl-Bällchen zuzubereiten, entferne zuerst die Mittelrippe jedes einzelnen Blattes.

  • Wasche sie gründlich unter fließendem Wasser und lasse sie dann abtropfen, ohne sie auszudrücken.

  • In einer großen, beschichteten Pfanne röste eine Knoblauchzehe mit 4 Esslöffeln Öl für ein paar Minuten bei starker Hitze.

  • Gib die Kohlblätter mitsamt dem austretenden Wasser in die Pfanne. Anfangs sehen sie, wie Spinat, sehr voluminös aus – drücke sie mit den Händen flach und decke die Pfanne mit einem Deckel ab, sodass sie bei niedriger Hitze ca. 8 Minuten schmoren.

  • Nach dieser Zeit nimm den Deckel ab und koche weitere ca. 2 Minuten, damit die Flüssigkeit reduziert. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab und schalte die Platte aus.

  • Gib den geschmorten Schwarzkohl mit einem Löffel Kochwasser in den Behälter des Stabmixers und püriere mehrmals.

  • Du solltest eine glatte, gleichmäßige und cremige Masse erhalten.

  • Vermenge in einer Schüssel die Schwarzkohlmasse mit dem Ei und einer Prise Salz.

  • Füge den Parmesan und den bayerischen Emmentaler (gerieben) hinzu.

  • Gib auch das feine Paniermehl und die gemahlenen Leinsamen dazu und arbeite die Masse mit einem Spatel durch.

  • Ich gebe am Ende gerne 2 Esslöffel selbstgemachtes, gröberes Paniermehl dazu, um dem Teig mehr Substanz zu verleihen, aber dieser Schritt ist optional. Stelle die Masse für 15 Minuten in den Kühlschrank, damit sie fest wird.

  • Mit leicht feuchten Händen nimm kleine Portionen, etwas größer als eine Haselnuss, und forme die Bällchen.

  • Lege die Bällchen nach und nach auf ein mit Backpapier belegtes Blech und drücke sie leicht mit der Hand flach.

  • Beträufle die Oberfläche mit reichlich Öl und backe sie im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 20 Minuten, drehe sie dann um und backe weitere ca. 5 Minuten oder bis sie goldbraun sind.

  • Servieren

  • Und voilà… die Schwarzkohl-Bällchen sind servierbereit!

  • Guten Appetit von La Cucina di FeFè!

👉 Die Schwarzkohl-Bällchen sind im Kühlschrank in geeigneten, verschlossenen Behältern ca. 2 Tage haltbar.

🔵 Die Schwarzkohl-Bällchen lassen sich auch in der Pfanne oder in der Heißluftfritteuse zubereiten:  IN DER PFANNE: Erhitze eine beschichtete Pfanne, gib ein paar Tropfen natives Olivenöl hinzu und entferne überschüssiges Öl mit einem Blatt Küchenpapier. Brate die Schwarzkohl-Bällchen bei minimaler Hitze und lasse sie auf beiden Seiten für ca. 3–4 Minuten goldbraun werden.      IN DER HEISSLUFTFRITTEUSE: Gare die Bällchen bei 200°C für ca. 10 Minuten.

🔵Varianten: Du kannst den Teig mit deinen Lieblingsgewürzen verfeinern, Würfelchen von Käse hinzufügen, frische Ricotta (ca. 150 g) unterheben oder auch 2 mittelgroße gekochte und gut zerdrückte Kartoffeln einarbeiten, die Feuchtigkeit und eine weiche Konsistenz geben und besonders gut für die Zubereitung im Ofen geeignet sind.

🔵Für alle, die nicht vegetarisch leben: Probiert 3–4 Anchovisfilets aus dem Öl, die ihr zusammen mit dem Knoblauch in der Pfanne auflöst. Ergebnis? Eine Geschmacksexplosion von Würze, die die Bällchen unwiderstehlich macht, ohne viel Volumen hinzuzufügen.

FAQ (Fragen und Antworten)

  • Kann man das Paniermehl durch Reismehl für eine glutenfreie Version ersetzen?

    Wenn kein Paniermehl vorhanden ist oder ihr eine gesündere bzw. glutenfreie Variante bevorzugt, gibt es mehrere geeignete Alternativen. Reismehl ist eine sehr gute Option, besonders für Menschen mit Glutenunverträglichkeit: es ist leicht und verändert den Geschmack der Bällchen kaum. Eine weitere Möglichkeit ist Maismehl, das eine knusprige Konsistenz und einen leicht süßlichen Geschmack verleiht. Für eine etwas ausgefallenere Variante kann auch Mandelmehl verwendet werden, das einen zarten Geschmack und eine leicht körnige Textur bietet – ideal, wenn ihr den Bällchen eine gourmetartige Note geben möchtet.

  • Wie kann man die gemahlenen Leinsamen ersetzen?

    Gemahlene Leinsamen können problemlos weggelassen werden – sie liefern hauptsächlich Omega-3-Fettsäuren. Als Ersatz eigenen sich ebenfalls die nährstoffreichen Hanf-Samen.

  • Kann man das Rezept ohne Ei zubereiten?

    Ja, das funktioniert! Hierfür sind Chiasamen sehr praktisch: sie enthalten Ballaststoffe, die als Schleimstoffe (Mucilage) wirken und das Ei gut ersetzen können, weil sie bindend sind. Einfach 1 Esslöffel Chiasamen mit 3 Esslöffeln Wasser quellen lassen. Nach ca. 10 Minuten hat sich eine gelartige Konsistenz gebildet – der perfekte Ei-Ersatz!

Autorenbild

lacucinadifefe

Mein Blog konzentriert sich auf eine einfache, leichte und schnelle Küche, legt aber Wert auf die gesunde Seite der Gerichte, die auf den Tisch kommen, ohne jemals banal zu werden.

Blog-Beitrag lesen