Msemen – marokkanisches Blätterbrot

Msemen, das marokkanische Blätterbrot, das dich beim ersten Bissen erobern wird!
Wenn es ein ausländisches Rezept gibt, das bei mir einen Ehrenplatz im Herzen eingenommen hat, dann ist es ohne Zweifel das Msemen.
Dieses typische marokkanische Blätterbrot ist eine echte Versuchung: eine Art quadratische, dünne Fladen, bestehend aus vielen übereinanderliegenden Schichten, die es unwiderstehlich machen.
Es ist sicher kein Diätbrot … Öl ist der unbestrittene Star bei der Zubereitung und beim Backen, aber es gehört zu diesen Rezepten, die man sich ab und zu als richtige Seelenstreicheleinheit gönnt.
Es ist die klassische Sünde, die man, einmal probiert, nicht mehr vergisst!
Die Magie des Msemen liegt in seiner unglaublichen Vielseitigkeit.
In Marokko findet man es überall, in jeder Bäckerei und in jedem Haushalt, und es wird zu jeder Tageszeit gegessen.
Als süßer Snack: Probiert es gerollt mit einer großzügigen Schicht Nutella oder Honig – ein Traum!
Zu den Mahlzeiten: Es ist ein ausgezeichneter Ersatz für klassisches Brot, perfekt zum Begleiten von Aufschnitt oder würzigen Gerichten.
Obwohl es nur sehr wenig frische Hefe enthält und nicht so stark aufgeht wie traditionelles Brot, bleibt das Msemen leicht und überhaupt nicht schwer im Magen; seine blättrige Konsistenz macht es fast zum Snack.
Das Geheimnis liegt ganz in der Handarbeit und im Öl, das beim Falten verwendet wird, damit sich die Schichten beim Backen nicht aneinander kleben.
Ein großer Vorteil? Es bleibt lange weich!
Wenn etwas übrig bleibt, reicht am nächsten Tag ein kurzer Aufwärmgang in der Mikrowelle, und es ist wieder knusprig und weich wie frisch gebacken.
Wenn ich euch auch nur ein bisschen neugierig gemacht habe, folgt meinem Rezept mit den Schritt-für-Schritt-Fotos unten: Ihr werdet sehen, wie viel Spaß das Zubereiten macht, und ich bin sicher, es wird eines eurer Lieblingsrezepte!
Ca. 315 kcal pro Msemen

Marokkanisches Msemen Fladenbrot
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 40 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 5 Minuten
  • Portionen: 10 Msemen
  • Kochmethoden: Herd
  • Küche: Marokkanisch
  • Saisonalität: Ramadan, Ganzjährig

Zutaten für das Msemen – marokkanisches Blätterbrot

  • 410 g heißes Wasser
  • 1 g frische Hefe
  • 110 g Hartweizenmehl
  • 15 g Salz
  • 10 g Zucker
  • 510 g Weizenmehl (Type 0)
  • 100 g Sonnenblumen- oder Maisöl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 30 g fein gemahlener Hartweizengrieß
  • 1 Pfanne antihaftbeschichtete Pfanne

Zubereitung des Msemen – marokkanisches Blätterbrot

  • Das Rezept ist länger zu erklären als es gemacht wird, versichere ich euch – nach dem ersten Mal macht ihr sie im Handumdrehen.

    Alle Zutaten zusammengeben, den Teig in einer Schüssel kneten, dann die Arbeitsfläche einölen, den Teig daraufgeben und zu einer gut gearbeiteten Kugel formen, für 15 Minuten in eine Plastikfolie oder einen Beutel geben.

  • Zwei kleine Schälchen vorbereiten: In eine Schüssel 100 g Pflanzenöl geben und 1 Teelöffel Backpulver untermischen; in ein anderes Schälchen 30 g Hartweizengrieß geben.

    Den Teig aus dem Beutel nehmen, auf die eingefettete Arbeitsfläche legen und Kugeln von etwa 105 g formen.

  • … die Kugeln 15 Minuten ruhen lassen und mit Frischhaltefolie abdecken.

  • Dann die Arbeitsfläche mit Öl und Backpulver einstreichen, die Kugel auf die eingefettete Fläche legen und, die Finger immer wieder in die Öl-Backpulver-Mischung tauchend, die Kugel mit den Händen zu einer dünnen, quadratischen Art Fladen auseinanderziehen.

    Wenn ihr ein dünnes Rechteck erzielt habt, die Oberfläche erneut einölen, leicht mit Grieß bestäuben und die rechte Seite des Quadrats zur Mitte hin einklappen; die so umgeschlagene Fläche einölen und mit etwas Grieß bestreuen.

    Jetzt auch die linke Seite darüber klappen, sodass ein Rechteck entsteht.

  • Jetzt zuerst eine Ecke zur Mitte falten und dann die andere, dabei die Teiglagen immer übereinanderlegen, bis ein Quadrat entsteht.

    Alle Quadrate so formen, bereit zur Zubereitung; diese mit Öl bestreichen und mit Frischhaltefolie abdecken.

  • Eine Antihaftpfanne vorbereiten. Vor dem Backen jedes Quadrat gut flachdrücken, sodass es dünn, aber nicht zu dünn ist. Die Pfanne erhitzen, mit etwas Pflanzenöl einreiben, das Teigquadrat hineinlegen, die dem Kochfeld zugewandte Seite einölen und das Quadrat wenden, sobald die Fläche, die Kontakt mit der Pfanne hatte, Farbe annimmt, und so die Garung abschließen.

    Marokkanisches Msemen Fladenbrot
  • Sie können warm oder kalt gegessen werden; übrig gebliebene Msemen lassen sich in einer Plastiktüte oder einer Papiertüte aufbewahren.

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    Marokkanisches Msemen Fladenbrot

Das Geheimnis der ‚Oma‘: Wie man die perfekte Blätterung hinbekommt

Damit das Msemen wirklich blättrig wird und nicht zu einer einzigen Teigmasse zusammenklebt, verwenden marokkanische Frauen beim Falten einen kleinen Trick: feinen Grieß.

Während ihr den Teig mit Öl bestreicht, bestreut jede Lage mit einer Prise fein gemahlenem Hartweizengrieß bevor ihr sie einschlagt. Der Grieß wirkt als „Isolationsschicht“ zwischen den geölten Teigschichten: Er verhindert, dass sie beim Backen vollständig aneinanderkleben, und erzeugt den „Buchseiten“-Effekt, der das Msemen leicht und knusprig macht. Je dünner ihr den Teig auszieht (fast hauchdünn!), desto mehr Schichten erhaltet ihr!

Das Msemen sollte nicht auf zu hoher Flamme gebacken werden, sonst wird es außen hart und bleibt innen roh. Besser eine konstante mittlere Hitze!

Autorenbild

loscrignodelbuongusto

Mein Name ist Francesca Mele und "Lo scrigno del buongusto" ist der Name meines Blogs. Ich bin waschechte Abruzzerin, und nach einigen Jahren mit einer Koch-Website habe ich mich entschieden, einen Blog zu starten. Insgesamt bin ich jetzt seit 12 Jahren online, und deshalb kennen mich viele von euch schon seit einiger Zeit! Ich koche gerne und bin weder eine Chefköchin noch eine professionelle Köchin, sondern habe einfach nur die Leidenschaft fürs Kochen, Zubereiten und Erfinden neuer Gerichte. Die Rezepte, die ihr auf meinem Blog findet, sind nicht kopiert, und auch die Fotos sind nicht aus dem Internet heruntergeladen, sondern von mir selbst gemacht.

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