Die Paposcia del Gargano: Das Brot, das nach Apulien duftet!
Wenn es ein Produkt gibt, das in einem einzigen Bissen die ganze Magie des Stiefelsporns von Italien einfangen kann, dann ist es ohne Zweifel die Paposcia del Gargano.
Es ist weder eine einfache Focaccia noch ein gewöhnliches Brötchen: Die Paposcia ist eine Institution, ein Ritual, das nach Olivenhainen, Meer und frühmorgendlichen Holzöfen duftet.
Typisch aus der Gegend von Vico del Gargano, verdankt diese Köstlichkeit ihren eigenwilligen Namen der länglichen Form, die an einen Pantoffel erinnert (die „paposcia“, im lokalen Dialekt).
Ursprünglich entstand die Paposcia als „Test“, um die Temperatur des Ofens zu prüfen, bevor die Brote eingeschoben wurden.
Im Dialekt nennt man sie auch pizza a vampa (pizza alla vampa), weil sie schnell über offener Flamme gebacken wurde.
Traditionell basiert der originale Teig auf Sauerteig, dem „crusc’t“, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Heute hat nicht jeder zu Hause einen professionellen Holzofen oder die Zeit, sich um einen anspruchsvollen Sauerteig zu kümmern.
Deshalb schlage ich eine einfache, schnelle und alltagstaugliche Version vor, die trotzdem ein großartiges Ergebnis liefert: eine knusprige Kruste und ein weiches, luftiges Inneres, genau wie in einer Pizzeria in Vieste oder Peschici.
Heutzutage findet man die Paposcia leicht in allen Bäckereien und Supermärkten der Gargano-Region, aber selbst gemacht schmeckt sie einfach besser.
Und ihr natürliches Ende? Die Füllung!
• Die klassische: natives Olivenöl extra (das gute aus Apulien!), frische Tomaten, Mozzarella und Rucola.
• Die verführerische: regionale Aufschnitte, frische Käse oder handgemachte eingelegte Spezialitäten.
Im Sommer könnt ihr mit Salaten und frischen Zutaten experimentieren: das Ergebnis ist immer ein voller Erfolg.
Ich empfehle, sie mindestens einmal zuzubereiten: ob gefüllt für ein Abendessen mit Freunden oder pur heiß gegessen, sie erobert euch beim ersten Biss.
Seid ihr bereit, ein Stück Apulien in eure Küche zu bringen?
Kcal ca. 604 pro Paposcia
- Schwierigkeit: Leicht
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 3 Stunden 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 18 Minuten
- Portionen: 5 Stück
- Kochmethoden: Elektrischer Ofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für den ersten Teig
- 270 ml Wasser
- 425 g Mehl Typ 0
- 8 g frische Hefe
- 270 ml Wasser
- 425 g Mehl Typ 0
- 1 cucchiaio natives Olivenöl extra
- 10 g Salz
- Teglie antiaderenti
Zubereitung der Paposcia del Gargano
Zuerst geben wir das für den ersten Teig vorgesehene Wasser in eine große Schüssel, lösen die Hefe darin auf und fügen nach und nach das Mehl hinzu.
Wir erhalten einen trockenen Teig und jetzt beginnen wir, das Wasser für den zweiten Teig, das Öl, das Salz und das Mehl nach und nach dazu zu geben, bis ein gut eingearbeiteter und homogener Teig entsteht.
10 Minuten ruhen lassen…
…dann machen wir Dehn- und Faltbewegungen am Teig und lassen ihn weitere 30 Minuten ruhen.
Nach dieser Zeit erneut falten und wieder 30 Minuten ruhen lassen.
Die Dehn- und Faltprozedur ein letztes Mal wiederholen und dann etwa 1 Stunde gehen lassen, bis das Volumen fast doppelt so groß ist.
Jetzt den Teig in 5 Teile teilen, je etwa 285 g pro Stück, und daraus Kugeln formen.
Wenn ihr die Hefe wie von mir vorgeschlagen verwendet habt, geht die Weiterverarbeitung am selben Tag weiter. Andernfalls kommen die Kugeln nach dem Formen für 24 bis 48 Stunden in den Kühlschrank. Danach die Kugeln aus dem Kühlschrank nehmen und mehrere Stunden warten, damit sie wieder Temperatur aufnehmen.
Die Kugeln formen und aus Platzgründen auf ein bemehltes Blech legen (am besten ohne Backpapier).
Etwa 1 Stunde gehen lassen….
Anschließend die Kugeln mit den Händen von der Basis her ziehen, sodass eine längliche Zunge von etwa 20-30 cm entsteht, und auf ein Backblech legen.
Noch eine halbe Stunde ruhen lassen, gerade so lange, bis sie ein wenig wieder aufgehen…..
…dann in den vorgeheizten Ofen bei 220°C schieben und etwa 15 Minuten backen, anschließend den Grill für 2-3 Minuten einschalten, um eine knusprigere Oberfläche zu erzielen und den Holzofen-Effekt nachzuahmen.
Aus dem Ofen nehmen und nach Belieben füllen….guten Appetit!!!

