Teramische Osterpizza: das Hefebackwerk aus dem Herzen meiner Heimat.
Es gibt einen Duft, der mehr als jeder andere das Frühjahr und die Feiertage in den Häusern der Abruzzen ankündigt: der Duft der Teramischen Osterpizza.
Lasst euch vom Namen nicht täuschen: Es handelt sich nicht um eine herzhafte Pizza, sondern um ein majestätisches, hohes und luftiges Süßgebäck, das typisch für die Gegend von Teramo ist, aber in der ganzen Region geliebt wird.
Sie zuzubereiten ist ein Liebesakt gegenüber der eigenen Heimat und den Menschen, die an unserem Tisch sitzen werden; es braucht Zeit, Hingabe und die Geduld, die nur alte, große Rezepte verlangen.
Wenn ihr euch an dieses kulinarische Abenteuer wagt, nehmt euch die nötige Zeit.
Die Teramische Pizza mag keine Eile: eine der wichtigsten Gehzeiten beträgt ganze 12 Stunden. Mein Trick ist, sie mit der Nachtruhe zu verbinden.
Abends ansetzen, die Hefe die ganze Nacht arbeiten lassen und am Morgen werdet ihr einen Teig vorfinden, der bereit ist, sich in ein Meisterwerk an Weichheit zu verwandeln.
Ich weiß, das Warten ist lang, aber das Endergebnis lohnt jede Minute.
Als gebürtige Abruzzerin mag ich parteiisch erscheinen, aber ich versichere euch: Beim ersten Biss werdet ihr verstehen, warum dieses Gebäck so legendär ist!
Die teramische Tradition sieht kandierte Früchte (insbesondere Cedro) und Sultaninen im Teig vor. In der Küche ist es aber auch schön, den Vorlieben der Familie zu folgen; in dieser Variante habe ich die klassischen kandierten Früchte durch großzügige Schokoladentropfen ersetzt.
Das ist eine Variante, die die Osterpizza besonders bei Kindern noch beliebter macht und sie zu einem unwiderstehlichen Snack oder Frühstück macht.
Die Teramische Osterpizza schmeckt pur hervorragend, vielleicht am Ostermorgen in Milch getunkt, aber vergesst die Tradition nicht: Viele mögen ein Stück Schokolade vom Osterei dazu oder, für Liebhaber von Kontrasten, eine Scheibe typischen Salami. Macht euch an die Arbeit nach meinen Anweisungen und lasst euch von ihrer wolkigen Konsistenz verzaubern.
Ich bin sicher, dass ihr, wenn ihr sie auf den Tisch bringt, viele Komplimente erntet und sie bald auch in eurem Haus regelmäßig vorkommen wird!
Ca. 435 kcal pro Person
- Schwierigkeit: Schwierig
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 18 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 45 Minuten
- Portionen: 8 Personen
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Regionale italienische Küche
- Region: Abruzzen
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für die Teramische Osterpizza
- 700 g Mehl (Typ 0)
- 6 mittelgroße Eier
- 15 g Frische Hefe (Bäckerhefe)
- 200 g Zucker
- 1 Kaffeetasse extra natives Olivenöl (kleiner Espressobecher)
- 1 Teelöffel Anissamen
- 1 Esslöffel kandierter Cedro (Zedrat)
- 1 Esslöffel Sultaninen (Rosinen)
- 1 Esslöffel Zimt (gemahlen)
- 1 Form hoch
Zubereitung der Teramischen Osterpizza
Zuerst die Eiweiße steif schlagen und die Eigelbe separat verquirlen, dann beides vorsichtig verbinden und den Zucker einarbeiten.
Hefe, Mehl und Öl hinzufügen und gut verrühren, zunächst in der Schüssel und dann auf der Arbeitsfläche weiterkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 12 Stunden gehen lassen.
Nach der ersten Gehzeit Anissamen, kandierte Früchte, die zuvor mindestens 10 Minuten eingeweichten und gut abgetropften Sultaninen sowie den Zimt unterkneten, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
Nun eine zylindrische Form von etwa 28 cm Durchmesser einfetten und bemehlen. Erneut 5–6 Stunden gehen lassen; danach ist der Teig backbereit.
Im Backofen bei 180 °C etwa 45 Minuten backen.
Wenn die Oberfläche während des Backens zu stark bräunt, mit einem Stück Alufolie abdecken.
„Der Geheimtipp der Großmutter: Um zu prüfen, ob die Osterpizza richtig durchgebacken ist, ohne sie zusammenfallen zu lassen, verwendet einen sehr langen Spieß.
Er muss aus dem Inneren der Kuppel völlig trocken herauskommen!“

