Nachdem ich dieses Rezept auf so vielen amerikanischen veganen Seiten gelesen hatte, musste ich es einfach ausprobieren — und ich muss sagen: es stimmt wirklich: Rührtofu ist total köstlich und schmeckt wirklich wie Rührei. Unglaublich, sogar der Geruch ist gleich. Und natürlich ist es ein Hauptgericht, das voller Proteine steckt.
Also, was ist die magische Zutat? Ganz einfach: ein Salz, das aus Indien und Umgebung kommt und schwarzes Salz genannt wird — obwohl es gar nicht schwarz ist: eigentlich rosa. Es heißt Kala Namak und findet man im Asia-, Naturkostladen oder online.
Sobald du dieses Salz mit Flüssigkeiten mischst, riecht es sofort nach hartgekochtem Ei — oder besser gesagt nach dem typischen Ei-Geruch. Ich denke, das liegt daran, dass dieses Salz Schwefel enthält. Wie dem auch sei, es ist wirklich unglaublich. Ich war sehr zufrieden: ich habe ein würziges veganes Rezept hinbekommen, das sich auch in anderen Gerichten gut verwenden lässt, z. B. für Gebratener Reis nach kantonesischer Art, den ich dir später vorstellen werde.
Außerdem hatte ich die volle Zustimmung des Holländers, dem Tofu normalerweise gar nichts sagt — und sogar mein Sohn mochte es. Deshalb bin ich so begeistert. Beachte, dass das Rezept auch perfekt ist für Leute, die keine Eier essen wegen einer Unverträglichkeit oder wegen Cholesterin. Und es ist einfach zuzubereiten: in wenigen Minuten steht es auf dem Tisch.
Also, los geht’s — und hier findest du noch weitere Gerichte mit Kala Namak:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Kochzeit: 5 Minuten
- Portionen: 3
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Gesund
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
- 320 g Tofu (bereits gut ausgedrückt gewogen, ursprünglich ca. 350 g)
- 80 ml Sojamilch (oder eine andere ungesüßte Pflanzenmilch)
- 2 Teelöffel Nährhefe
- 1 1/2 Teelöffel Kurkuma (Pulver)
- 1 1/2 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
- 1 1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
- 1 1/4 Teelöffel getrocknete Zwiebel
- 1 Teelöffel Dijon-Senf
- 1 1/4 Teelöffel Kala Namak
- 5 g vegane Butter (oder 1 Teelöffel natives Olivenöl extra)
- nach Belieben Schnittlauch
- nach Belieben Salz
- nach Belieben Pfeffer
- Punkte pro Portion = 4 WW-Punkte
Küchenutensilien
- Pfanne
- Tofu-Presse
Schritte
Fang an, indem du den Tofu richtig gut auspresst. Am einfachsten ist es, ihn in ein sauberes Geschirrtuch zu wickeln, auf einen flachen Teller zu legen und ein Gewicht daraufzustellen. Lass das so etwa eine halbe Stunde stehen, dann wird viel Flüssigkeit ausgetreten sein. Tofu ist schwammig — wenn du ihn gut ausdrückst, kann er später die Gewürze besser aufnehmen. Alternativ kannst du auch eine spezielle Tofu-Presse verwenden.
Zerbrösele den Tofu mit einer Gabel, aber lass dabei ruhig einige größere Stücke übrig, die den optischen Effekt des Eiklars nachahmen.
Gib in eine Schüssel alle Gewürze: Kurkuma, Paprika, Knoblauch- und Zwiebelpulver sowie Kala Namak. Füge auch die Nährhefe und den Dijon-Senf hinzu. Gieße die Pflanzenmilch dazu und rühre alles gut durch, bis sich die Zutaten verbunden haben.
Erhitze in einer beschichteten Pfanne die vegane Butter oder das Öl und gib dann den Tofu hinein. Brate ihn ein paar Minuten, damit er weiter austrocknet, und gieße dann die mit den Gewürzen vermischte Pflanzenmilch dazu.
Rühre um und lass alles bei starker Hitze noch ein paar Minuten weitergaren.
Schmecke mit Salz ab, teile das Gericht auf zwei Teller und bestreue es mit Pfeffer und Schnittlauch. Und schon ist unser Rührtofu fertig zum Genießen.
Leicht, oder? Er ist sehr lecker und auch sättigend. Du kannst ihn als Hauptgericht genießen oder zu anderen Gerichten hinzufügen. Neben der Verwendung für gebratenen Reis kannst du Rührtofu auch als Füllung für herzhafte Torten benutzen.
Wie immer freue ich mich auf dein Feedback hier in den Kommentaren oder auf Facebook. Bis bald mit dem nächsten Rezept.
Guten Appetit!
von Giovanna Buono
Aufbewahrung
Du kannst Rührtofu bis zu 4 Tage im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Er muss dann nur noch erwärmt werden. Ich habe ihn noch nie eingefroren, daher weiß ich nicht, ob die Konsistenz nach dem Auftauen dieselbe bleibt, aber ich vermute, dass dem so ist.

