Lagàna, griechisches Brot: das alte griechische Brot des „Sauberen Montags“.
Es gibt Rezepte, die nicht nur Nahrung sind, sondern wahre Brücken zu fernen Traditionen.
Die Lagàna, das typische griechische Brot, ist eines davon.
Dieses Hefegebäck wird traditionell am „Sauberen Montag“ (Kathari Deftera), also dem ersten Montag der Fastenzeit, gegessen.
Es ist ein symbolischer Tag, an dem man sich von den Gelagen des Karnevals reinigt und sich geistig und körperlich auf den Weg zu Ostern vorbereitet.
Nach alter Tradition sollte die Lagàna wie ungesäuertes Brot zubereitet werden, also ohne Hefe, um das rituelle Fasten zu respektieren.
In modernen Rezepten (so wie in meiner Version hier) wird jedoch eine Prise Hefe hinzugefügt.
Warum diese Wahl? Ganz einfach: Hefe schenkt die weiche Krume, die das Brot unwiderstehlich macht, behält aber die typische außen knusprige Kruste rustikaler Fladenbrote.
Ob ihr es Brot oder Focaccia nennt, ich versichere euch, es lohnt sich: Das Ergebnis ist ein Gebäck, das beim ersten Bissen überzeugt.
Die Zubereitung der Lagàna ist wirklich einfach und für alle machbar.
Beim Reinbeißen hat man das Gefühl, ein hausgemachtes Pizza-Brot zu essen, nur deutlich aromatischer und duftender.
Der eigentliche Star hier ist der Sesam: die großzügig aufgestreuten Samen sind nicht nur Dekoration, sondern geben beim Backen einen gerösteten, würzigen Geschmack, der das Markenzeichen dieses griechischen Brotes ist.
Obwohl es ursprünglich für die Fastenzeit gedacht ist, passt Lagàna das ganze Jahr über auf den Tisch, zum Beispiel zu Dips wie Hummus oder Tzatziki, oder einfach, um den Brotkorb bei einem Abendessen mit Freunden zu bereichern.
Es ist ein Rezept, das nach Teilen und nach gutem, handgemachtem Essen schmeckt.
Also legen wir los: folgt meinen Schritten und macht euch bereit, mit dem Geschmack bis an die Küsten Griechenlands zu reisen. Guten Appetit!
Ca. 917 kcal pro Lagàna
- Schwierigkeit: Leicht
- Kosten: Preiswert
- Ruhezeit: 3 Stunden 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 2 Lagàna
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Griechisch
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für die Lagàna, das griechische Brot
- 500 g Manitoba-Mehl
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 bustina Trockenhefe
- 1 cucchiaio Honig
- 2 cucchiaini Salz
- 2 cucchiai extra natives Olivenöl
- q.b. Sesamsamen
Werkzeuge
- Backbleche für den Ofen
Zubereitung der Lagàna, des griechischen Brotes
In eine Schüssel geben wir das lauwarme Wasser, die Trockenhefe, den Honig, 200 g Manitoba-Mehl und verrühren alles gut, bis eine dicke, klumpenfreie Paste entsteht.
Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 40 Minuten ruhen lassen.
Nach der Zeit die Mischung nehmen, die restlichen 300 g Manitoba-Mehl, das extra native Olivenöl und das Salz hinzufügen und alles gut vermengen; dann die Arbeit auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche vollenden, bis ein weicher, nicht klebriger Teigklumpen entsteht.
Den Teigling in eine Schüssel legen, mit Folie abdecken und an einem warmen Ort 2 Stunden gehen lassen.
Nach der Gehzeit den Teig auf die Arbeitsfläche geben, nur so lange bearbeiten, bis eine Kugel entsteht, dann diese halbieren und jede Hälfte zu einer nicht zu perfekten rechteckigen Platte ausrollen.
Nehmt zwei rechteckige Backbleche, legt Backpapier aus und gebt die beiden Fladen auf die Bleche. Formt sie mit den Händen etwas, wie auf dem Foto.
Nochmal zugedeckt (bei Bedarf mit einem Tuch) 1 Stunde gehen lassen, dann die aufgegangenen Fladen nehmen, die Hände anfeuchten und mit den Fingern die Oberfläche punktieren, dabei die Fladen leicht befeuchten, anschließend mit Sesamsamen bestreuen.
Ein kleiner Tipp: Für eine authentische Lagàna drückt vor dem Backen mit den Fingerspitzen über die gesamte Oberfläche, um die typischen tiefen „Löcher“ zu erzeugen, genau wie bei der Focaccia.
Das hilft, das Brot gleichmäßig zu backen und die Sesamsamen besser zu halten!

