Spongada camuna: der weiche Kuchen der lombardischen osterlichen Tradition.
Wenn es etwas gibt, das ich an meiner Arbeit in der Küche besonders liebe, dann die Möglichkeit, kaum bekannte Rezepte aufzuspüren – kleine Schätze, die mit alten Traditionen und heiligen Festtagen verbunden sind.
Heute nehme ich euch mit nach Lombardei, genauer gesagt in die Gipfel des Val Camonica, um die Spongada camuna kennenzulernen: ein österliches Hefegebäck mit überraschender Zartheit und einer faszinierenden Geschichte.
Die Spongada ist kein bloßer Kuchen, sondern ein Symbol.
Traditionell wurden diese kleinen Laibe als besondere Gabe für Kranke und Bedürftige gebacken – ein konkretes Zeichen, um Gesundheit und Wohlstand zu wünschen.
Es ist ein Rezept, das von Gemeinschaft und Teilen erzählt, Werte, die jeden Bissen noch süßer machen.
Ihre Besonderheit? Obwohl der Teig süß ist, isst man die Spongada in der camunischen Tradition auch gern zusammen mit lokalen Wurstwaren – eine wirklich unwiderstehliche Kombination aus süß und salzig.
Die originale Zubereitung der Spongada ist ein Ritual, das normalerweise zwei separate Teige und mehrere Gärphasen verlangt.
Wie ihr wisst, mag ich die Küche für alle zugänglich machen, ohne das Endergebnis zu schmälern.
In diesem Rezept habe ich mich für einen einzigen Teig entschieden, eine Technik, die die Wartezeit verkürzt, aber trotzdem ein hervorragendes Resultat liefert.
Das Ergebnis sind duftende Brötchen, bedeckt mit einer Zuckerschicht, die beim Backen eine leichte, knusprige Kruste bildet, während das Innere wolkig weich bleibt.
Ein Rezept, das ihr unbedingt probieren solltet – besonders wenn ihr zu Ostern oder bei anderen Festen neue Geschmacksrichtungen entdecken wollt.
Einer der Pluspunkte der Spongada camuna ist ihre Haltbarkeit.
Diese Brötchen bleiben mehrere Tage lang weich, wenn ihr einen kleinen Trick beachtet: Nach dem vollständigen Abkühlen in einem gut verschlossenen Gefrierbeutel aufbewahren. So behalten sie ihre Feuchtigkeit und Frische und sind bereit für das Frühstück, den Nachmittagsimbiss oder – wie man im Val Camonica macht – für ein rustikales Aperitif mit gutem Salami.
Ca. 405 kcal pro Spongada
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 3 Stunden
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: 9 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienische Regionalküche
- Region: Lombardei
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für die Spongada camuna aus der Lombardei
- 700 g Weizenmehl (Typ 0)
- 180 g Vollmilch
- 160 g Zucker
- 100 g Butter
- 3 Eier (mittelgroß)
- 12 g frische Hefe
- 6 g Salz
- Vanille (aus der Schote oder 1 Teelöffel flüssige Vanille)
- 1 Eigelb
- 30 g Zucker
Zubereitung der Spongada camuna aus der Lombardei
In die Küchenmaschine Mehl, Zucker und frische Hefe geben, dann Eier, Milch, Butter, Salz und Vanille hinzufügen. Den Teig starten und so lange kneten, bis eine homogene, gut ausgearbeitete Masse entsteht.
Natürlich lässt sich der Teig auch von Hand oder mit anderen Küchengeräten zubereiten.
Anschließend den Teig in eine Schüssel zum Gehen legen und etwa 2 Stunden lang ruhen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Wenn die Gare erreicht ist, den Teig auf eine Arbeitsfläche geben….
…..den Teig in 9 gleich große Teile à etwa 150–160 g teilen.
Rund wirken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen…..
……nochmals etwa eine Stunde gehen lassen, dann oben kreuzweise einschneiden.
Mit dem mit einem Esslöffel Wasser oder Milch verdünnten Eigelb bestreichen und anschließend mit Zucker bestreuen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 25 Minuten backen und den Gargrad im Auge behalten.

