ROMAGNOLISCHER OSTERLAIB – das traditionelle Rezept für Ostern

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Romagnolischer Osterlaib, fluffig, weich und köstlich. Ich entdecke gern neue Rezepte, auch typische aus anderen Regionen, und teile sie gern mit euch. Das Rezept, das ich euch heute erzählen will, ist ein traditionelles Rezept aus der Romagna für Ostern. Es ist ein Hefeteiggebäck, nicht zu süß, fluffig, weich und aromatisch. Früher aß man es am Ostermorgen zusammen mit hartgekochten Eiern, Käse und Aufschnitt. Ein süß-salziger Kontrast, den ich sehr mag. Ein Rezept für Ostern, genau wie mein süßer Osterzopf und die Mini Torta Pasqualina in einer schnellen Version. Der Osterlaib ist ein „reiches Brot“, ein Hefeteig, der nach Anis, Zitronenschale und Rosinen duftet und ganze Generationen am Tisch vereint. Er ist das Festtagsbrot, das man freudig teilt. Die Zubereitung verlangt Geduld: die Gehzeit ist sein Geheimnis, aber das Ergebnis wird euch für jede Minute des Wartens belohnen. Eine dunkle, glänzende Außenseite steht im Kontrast zum hellen, weichen Inneren, verfeinert mit vielen süßen Rosinen. Er ist perfekt zum Frühstück, auf dem Ostertisch, aber ihr findet immer den richtigen Moment, ihn zu genießen. Ich empfehle, ihn nicht nur zu Ostern zu backen: wenn ihr Zeit und Lust aufs Kneten habt, ist es ein Vergnügen, ihn auf den Tisch zu bringen. Und wenn ihr ihn noch verführerischer machen wollt, fügt ein paar Schokotropfen hinzu. Ab in die Küche und lasst uns zusammen ein leckeres süßes Rosinenbrot backen!

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osterlaib
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 5 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 30 Minuten
  • Portionen: Für einen Laib à 500 Gramm
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ostern
250,78 Kcal
kalorien pro Portion
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  • Leistung 250,78 (Kcal)
  • Kohlenhydrate 44,17 (g) davon Zucker 17,91 (g)
  • Proteine 5,84 (g)
  • Fett 5,88 (g) davon gesättigt 3,43 (g)davon ungesättigt 2,24 (g)
  • Fasern 2,15 (g)
  • Natrium 73,67 (mg)

Richtwerte für eine Portion von 80 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.

* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov

Zutaten für den Osterlaib

  • 50 g Mehl
  • 7 g frische Hefe
  • 40 ml Wasser
  • 1 Teelöffel Honig
  • 100 g Weizenmehl Typ 0
  • 100 g Manitoba-Mehl
  • 1 Ei
  • 60 g Zucker
  • 25 ml Milch
  • 40 g Butter
  • 75 g Rosinen
  • 1 Schnapsglas Anisschnaps
  • 1/2 Zitronenschale (unbehandelt)
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Zucker
  • 25 ml Wasser
  • 1 Teelöffel Honig

So bereitet man den Osterlaib zu

  • Zuerst bereitet ihr den Vorteig vor. Löst die frische Hefe in einer Schüssel in Wasser mit dem Honig auf. Gebt das Mehl hinzu und rührt, bis eine glatte, dickflüssige Art Pastete entsteht. Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.

  • Währenddessen lasst ihr die Rosinen in einer kleinen Schale einweichen, indem ihr den Anisschnaps oder einfach heißes Wasser hinzufügt. Vermischt das Weizenmehl Typ 0 mit dem Manitoba-Mehl. Den Teig für das Osterbrot könnt ihr von Hand in einer Schüssel zubereiten oder eine Küchenmaschine verwenden. Gebt die Milch und den Vorteig in die Schüssel. Rührt und fügt dann ein Ei, den Zucker, die geriebene Schale einer halben Zitrone und die Hälfte des Mehls hinzu. Gut verrühren.

  • Gebt die weiche Butter, das restliche Mehl, die abgetropften Rosinen und ein Schnapsglas Anisschnaps hinzu. Ihr könnt auch einfach den Likör verwenden, in dem ihr die Rosinen eingeweicht habt. Knetet gut und lange, bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Gebt den Teig auf die Arbeitsfläche und zieht ihn mit den Händen zu einem Rechteck. Faltet ein Drittel des Teigs zur Mitte und dann das andere Drittel ebenfalls zur Mitte.

  • Wiederholt die gleiche Bewegung auch von der anderen Seite. Rollt den Teig erneut aus und macht die Falten noch einmal. Wiederholt diese Schritte 3–4 Mal. Die Falten machen den Teig elastischer und fördern das Aufgehen. Formt schließlich einen runden Laib und setzt ihn in eine gefettete Springform mit 20 cm Durchmesser. Mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 3–4 Stunden gehen lassen.

  • Bereitet die Glasur vor: In einem kleinen Topf das Wasser mit Zucker und Honig erhitzen und eine Minute leicht köcheln lassen. Heizt den Ofen auf 200°C vor. Schneidet ein Kreuz in den aufgegangenen Laib und bestreicht ihn mit der Glasur. Backt das Osterbrot mit Rosinen im vorgeheizten Ofen bei 200°C Umluft für 30–35 Minuten. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, deckt die Form mit Alufolie ab. Nehmt den Laib aus dem Ofen und bestreicht ihn heiß noch einmal mit der Glasur für einen besonderen Glanz.

    Bis morgen mit einem neuen Rezept, eine Umarmung, Loredana

  • Ich finde, dieser Rosinenlaib ist auch eine wunderbare Idee als Geschenk für Verwandte und Freunde. Legt ihn auf ein rundes Tablett und verpackt ihn in Klarsichtfolie oder in eine einfache Papiertüte für Brot. Verschließt die Tüte mit einer Schnur oder einem Juteband. Steckt in den Knoten der Schnur einen frischen Olivenzweig (oder Rosmarin, falls ihr einen intensiveren Duft mögt) und, wenn vorhanden, eine kleine Feld- oder Pfirsichblüte.

Loredanas Tipps

Habt Geduld bei der Gehzeit: Der Osterlaib braucht seine Zeit, genau wie der Frühling, der langsam erblüht. Wenn ihr ihn mit der richtigen Wärme verwöhnt, schenkt er euch eine unvergessliche Weichheit!

Und wie esst ihr ihn am liebsten? Gehört ihr zum Team „nur süß“ oder mögt ihr, wie ich, die Kombination mit Salami, Käse und hartgekochten Eiern? Schreibt es mir in die Kommentare!

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Ihre Fragen

  • Kann ich ihn mit Sauerteig zubereiten?

    Ja, ersetzt den Vorteig durch etwa 150 g aufgefrischten Sauerteig, bedenkt aber deutlich längere Gehzeiten (auch über Nacht).

  • Wie bewahre ich ihn auf?

    Er bleibt 3–4 Tage gut, wenn ihr ihn in einer Tüte für Lebensmittel oder in einem Behälter aufbewahrt. Wird er etwas trocken, ist er getoastet mit einem Schicht Marmelade oder in Milch getunkt köstlich. Ihr könnt ihn auch ganz oder in Scheiben einfrieren.

  • Kann ich die Rosinen ersetzen?

    Natürlich! Wenn ihr keine Rosinen mögt, könnt ihr Zartbitterschokotropfen oder gewürfelte kandierte Zitronat verwenden. Für eine besonders traditionelle „einfache“ Version könnt ihr ihn auch ohne Füllung lassen: Der Duft von Anis und Zitrone macht ihn trotzdem besonders.

  • Kann ich den Teig schon am Abend vorher zubereiten?

    Ja, das ist eine großartige Idee! Ihr könnt den Teig über Nacht im Kühlschrank (im weniger kalten Bereich) gehen lassen. Am Morgen lasst ihr ihn eine Stunde Raumtemperatur annehmen, formt die Laibe und macht die zweite Gare. Er wird dann noch luftiger!

Autorenbild

lacucinadiloredana

Meine Liebe zum Kochen, erzählt in meinen einfachen und schnellen Rezepten.

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