Wie man zu Hause eine weiche, hohe Focaccia mit Pflanzenkohle macht
Rezept für selbstgemachte schwarze Focaccia mit Pflanzenkohle: Geheimnisse für einen perfekten Teig.
Das Hauptproblem, wenn man sich für eine „alternative“ Focaccia wie diese mit Kohle entscheidet, ist die Angst, dass das Hinzufügen des Pflanzenkohlepulvers die Gare ruiniert oder den Teig zu trocken macht.
Häufig landet man mit einer harten schwarzen Platte anstelle jener weichen Wolke, die man sich vorgestellt hat, und denkt am Ende, Kohle sei nur ein kosmetischer Farbstoff, der die Konsistenz verschlechtert.
Die Wahrheit ist, dass Kohle ein wunderbarer Bestandteil ist, aber sie muss richtig mit der Hydration und den Ruhezeiten ausbalanciert werden, damit das Glutennetz und die Endweichheit nicht beeinträchtigt werden.
Bevor ich es ausprobierte, habe ich deshalb meine Foodblogger-Freundin Vanessa Gizzi gefragt, die mir all ihre Tricks aus der Praxis verraten hat.
Und vergesst nicht: Pflanzenkohle verleiht nicht nur eine tiefschwarze Farbe, die jede Belegung hervorhebt, sondern macht die Focaccia auch besonders gut verdaulich.
Die schwarze Focaccia, wie mein Sohn sie genannt hat, ist die ideale Lösung für alle, die etwas optisch Eindrucksvolles auf den Tisch bringen wollen, ohne auf die Weichheit der klassischen ligurischen Focaccia zu verzichten.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 4 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: rechteckiges Backblech
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
Zutaten für Focaccia mit Pflanzenkohle
- 250 g Manitoba-Mehl
- 350 g Weizenmehl Typ 00
- 15 g Pflanzenkohle
- 40 ml extra natives Olivenöl
- 10 g feines Salz
- 3 g Trockenhefe
- 200 ml Wasser
- 1 Esslöffel Kristallzucker
Werkzeuge
- Küchenwaage
- Schüsselchen
- Schüssel
- Teigbrett / Arbeitsfläche
- Frischhaltefolie
- Backblech
Focaccia mit Pflanzenkohle: Geheimnisse für einen perfekten Teig
Beginne damit, die beiden Mehle und das Pflanzenkohlemehl in einer großen Schüssel zu vermischen. Gib die Trockenhefe zusammen mit einem Esslöffel Zucker hinzu und rühre gut um, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Gieße die Hälfte des Wassers dazu und beginne zu kneten, dann füge das restliche Wasser, das Öl und zuletzt das Salz hinzu. Lege den Teig auf die Arbeitsfläche und knete alles, bis ein glatter, seidiger Laib entstanden ist.
Decke den Teigling mit einer Schüssel ab und lass ihn eine halbe Stunde abgedeckt auf dem Tisch ruhen. Nach der ersten halben Stunde machst du die ersten Faltvorgänge: Ziehe den Teig mit den Händen zu einem Rechteck, falte die beiden Seiten zur Mitte und zuletzt die beiden äußeren Seiten übereinander, sodass ein runder Teigling entsteht. Decke ihn wieder mit der Schüssel ab und wiederhole die Faltungen noch zwei Mal, jeweils im Abstand von einer halben Stunde.
Gib den Teig für die Focaccia in eine Schüssel, decke sie mit Frischhaltefolie ab und lasse den Teig an einem geschützten Ort bis zur Verdoppelung ruhen. Nimm ein rechteckiges Backblech oder eine runde Form mit 28 cm Durchmesser, fette das Innere leicht mit etwas Öl ein und gib den Teig hinein. Decke mit einem Tuch ab und lasse ihn weitere eine halbe Stunde direkt im Blech gehen.
Drücke mit den Fingerspitzen Mulden in den Boden der Focaccia, gib etwas Öl, grobes Salz und Rosmarin darüber. Backe im vorgeheizten Ofen bei 250°C für etwa 7 Minuten auf dem Ofenboden, schiebe das Blech dann auf die mittlere Schiene und backe weitere ca. 15 Minuten. Lass die Focaccia nach dem Backen kurz abkühlen, bevor du sie servierst.
Hinweise zu Zutaten und Ersatzmöglichkeiten
Mehle: Manitoba ist wichtig für die Struktur; alternativ verwendet eine Type-0 mit mindestens 12% Eiweiß.
Kohle: Verwendet sehr feines, für Lebensmittel geeignetes Pulver; erhältlich in Apotheken oder Bioläden.
Hefe: Bei frischer Hefe beträgt die Menge 10–12 g.
Tipps und Varianten
Farbakzent: Probiert gelbe Cherrytomaten oder rohe Burrata dazu für einen wahnsinnigen optischen Kontrast auf dem Schwarz.
Hydration: Wenn der Teig zu sehr Widerstand leistet, befeuchtet eure Hände leicht während der Faltvorgänge.
Aufbewahrung
Ihr könnt sie bis zu 2 Tage in einer Papiertüte aufbewahren; vor dem Verzehr leicht erwärmen, damit das Öl wieder duftet.
FAQ (Fragen und Antworten)
Ist Pflanzenkohle schädlich?
Nein, sie ist ein natürliches Ergänzungsmittel, das oft zur Unterstützung der Verdauung verwendet wird. In diesen Mengen hat sie hauptsächlich eine ästhetische Funktion.
Kann ich auf den Zucker verzichten?
Ja, aber Zucker hilft der Trockenhefe, schneller „anzulaufen“ und sorgt für eine stärkere Triebkraft beim Aufgehen.
Warum die doppelte Backzeit (unten und mittig)?
Das simuliert die Hitze professioneller Öfen: die Unterhitze macht den Boden knusprig, ohne die Oberfläche zu verbrennen.

