Die Pastiera aus Neapel ist ein Gebäck voller Symbolik und Tradition. Sie ist weit mehr als ein einfacher Kuchen: Sie ist ein echtes Oster-Symbol in Neapel und in der gesamten Region Kampanien. Ihre Zubereitung ist ein jährliches Ritual und jede neapolitanische Familie hat ihr eigenes Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Dieses Gebäck mit alter Geschichte und sagenumwobenen Ursprüngen vereint einfache, hochwertige Zutaten mit geduldiger, liebevoller Handwerkskunst. Ein knuspriger Mürbeteig umschließt eine cremige, aromatische Füllung, in der frischer Ricotta harmonisch mit gekochtem Weizen, Eiern, Zucker und dem unverkennbaren Duft von Orangenblüten zusammenkommt. Der Mürbeteig verleiht der Pastiera eine bröselige Konsistenz und eine leichte Süße, während die cremige Füllung oft Schafsricotta enthält, der einen intensiven Geschmack gibt (man kann auch Kuhmilch-Ricotta verwenden). Der gekochte Weizen, eine unverzichtbare Zutat, sorgt für die besondere Textur und den einzigartigen Geschmack, die Eier machen die Füllung cremig. Zuletzt geben Orangenblütenwasser und Vanille der Pastiera ihr charakteristisches Aroma. Der Duft der Pastiera, der sich in der Karwoche in den Häusern verbreitet, ist ein Zeichen für das bevorstehende Osterfest und den Frühling.
Sie können auch lesen:
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Kochzeit: 55 Minuten
- Portionen: 8
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Frühling, Sommer, Ostern
- Leistung 498,70 (Kcal)
- Kohlenhydrate 71,26 (g) davon Zucker 46,10 (g)
- Proteine 10,19 (g)
- Fett 20,84 (g) davon gesättigt 11,24 (g)davon ungesättigt 9,03 (g)
- Fasern 1,47 (g)
- Natrium 395,68 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 168 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten für die neapolitanische Pastiera
- 250 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 50 g Butter
- 50 g Schmalz
- 80 g Zucker
- 1 Ei
- 20 g Honig
- 40 g Vollmilch
- 1/2 Orangenschale
- 1/2 Zitronenschale
- 1 Prise Salz
- 200 g gekochter Weizen
- 80 g Vollmilch
- 25 g Butter
- 1/2 Orangenschale
- 1/2 Zitronenschale
- 1 Prise Salz
- 200 g Ricotta (Schaf)
- 180 g Zucker
- 50 g kandierte Orangenschale
- 20 g Honig
- 2 Eier
- 1 Eigelb
- 1 Esslöffel Orangenblütenwasser
- 20 g Vollmilch
- nach Bedarf Orangenschale
- nach Bedarf Zitronenschale
- nach Bedarf Puderzucker
Was Sie für die neapolitanische Pastiera benötigen
- 1 Schüssel
- Frischhaltefolie
- 1 Kochtopf
- 1 Auflaufform
- 1 Backform aus Aluminium
- 1 Spatel
- 1 Nudelholz
- 1 Stabmixer
Vorgehensweise für die neapolitanische Pastiera
Der erste Schritt bei der Zubereitung der neapolitanischen Pastiera ist das Herstellen des Mürbeteigs. Sobald er fertig ist, muss er eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
Geben Sie Mehl, Butter und Schmalz in eine Schüssel und reiben Sie alles mit den Händen, bis die Mischung krümelig ist. Zucker hinzufügen und alle Zutaten vermengen.
Jetzt Honig, das ganze Ei, Milch und die abgeriebene Schale der Zitrusfrüchte dazugeben. Mit dem Kneten beginnen, bis ein Teig entsteht. Den Teig zu einem Laib formen, mit Frischhaltefolie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Den vorgekochten Weizen in einen kleinen Topf geben und mit einer Gabel leicht zerdrücken. Butter, Milch, Zitronenschale und eine Prise Salz hinzufügen.
Den Topf auf den Herd stellen und kurz aufkochen lassen, dabei den Weizen weiter zerdrücken. Den Herd ausschalten und die Weizencreme in eine flache Auflaufform geben, damit sie schnell abkühlt.
Für die Ricotta-Creme den Ricotta in eine Schüssel geben, Zucker hinzufügen und mit einer Gabel so lange rühren, bis er cremig ist. Die Creme in den Kühlschrank stellen und eine Stunde kühlen lassen.
Nach der Ruhezeit die Zitronenschale aus dem Weizen entfernen und den Weizen in eine Schüssel geben, die groß genug ist, um alle Zutaten aufzunehmen.
Die kandierten Früchte hinzufügen und den Weizen kurz mit dem Mixer pürieren, damit die Creme homogener wird. Achtung: nur wenige Impulse.
Die Ricotta-Creme aus dem Kühlschrank nehmen, Honig hinzufügen und gut verrühren. Anschließend die beiden Cremes zusammengeben und gut vermischen.
In einer kleinen Schüssel die zwei ganzen Eier und das Eigelb aufschlagen. Milch und Orangenblütenwasser zugeben und mit einer Gabel verquirlen. Mit geriebener Orangen- und Zitronenschale aromatisieren.
Die Eier portionsweise in die Cremeschüssel gießen und unterrühren, bis sie vollständig eingearbeitet sind. Bis zur Weiterverwendung in den Kühlschrank stellen.
Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei Teile teilen, wobei ein Teil etwas kleiner ist. Den größeren Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf 3 mm Dicke ausrollen.
Den Teig um das Nudelholz rollen und dann in eine Pastiera-Form mit 20 cm Durchmesser legen. Es ist nicht nötig, die Form vorher einzufetten.
Den Rand abschneiden und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Jetzt die Creme in den Mürbeteig füllen und die Form leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luftblasen entweichen.
Den restlichen Teig ausrollen und daraus 7 Streifen schneiden, zuerst 4 Streifen im Gitter anordnen und dann 3 weitere darüber legen, so dass Rauten entstehen. Die Enden an den Rand der Form befestigen.
Den Kuchen 50–55 Minuten in einem vorgeheizten Ober-/Unterhitze-Backofen backen. Die Form auf die unterste Schiene stellen.
Abkühlen lassen, die Pastiera aus der Form lösen und auf eine Servierplatte legen. Mit Puderzucker bestäuben.
Und nun bleibt Ihnen nur noch, diese köstliche neapolitanische Pastiera zu genießen.
Für die Zubereitung dieses Gebäcks habe ich mich von dem Rezept des bekannten Konditors Stefano Avellano vom Bar Gambrinus in Neapel inspirieren lassen.

