Safran-Risotto

Safran-Risotto: Das Geheimnis des roten Goldes von Navelli!
Wenn man an Safran-Risotto denkt, denkt man sofort an Mailand — wusstet ihr aber, dass das pulsierende Herz dieses kostbaren Gewürzes in den Abruzzen schlägt?
Heute verrate ich euch das Rezept eines ersten Gangs, der nicht nur Essen ist, sondern pure Geschichte: das Risotto mit dem DOP-Safran aus L’Aquila, die Exzellenz, die im bezaubernden Dorf Navelli entsteht.
Navelli, das Dorf, in dem das rote Gold wächst!
Eingebettet zwischen den abruzzesischen Bergen ist Navelli ein kleines Juwel mit nur wenigen hundert Einwohnern, offiziell als eines der schönsten Dörfer Italiens anerkannt.
Dieser magische Ort ist weltberühmt für zwei gastronomische Schätze: seine kleinen, hochwertigen Kichererbsen und vor allem den Safran.
Aber wie konnte ein orientalisches Gewürz zum Symbol eines abruzzesischen Dorfes werden?
Legende (und Geschichte) führen uns ins 14. Jahrhundert: Ein abruzzesischer Mönch, leidenschaftlich an Landwirtschaft interessiert, brachte nach einer Reise nach Spanien heimlich Safranzwiebeln mit.
Er pflanzte sie auf den Feldern von Navelli, wo sie ein Mikroklima und ideale Bedingungen fanden, um prächtig zu gedeihen.
Aus diesem kleinen Liebesdiebstahl für das Land verbreitete sich der Safran später in ganz Italien, doch jener aus Navelli bleibt einzigartig in Reinheit und Aroma.
Seit etwa 40 Jahren feiert Navelli im August seinen Schatz mit einem bekannten Dorffest, bei dem der Safran die Hauptrolle in jedem Gericht spielt.
Ein Risotto nach dieser Tradition zuzubereiten heißt, Jahrhunderte landwirtschaftlicher Hingabe zu ehren.
Um das rote Gold zur Geltung zu bringen, ist Einfachheit oberstes Gebot: Keine komplizierten Zutaten, sondern Rohstoffe von höchster Qualität.
Dieses Gericht zu kochen ist nicht nur ein Abendessen oder Mittagessen zuzubereiten, sondern die Sonne der Abruzzen und den Einsatz eines Mönchs auf den Teller zu bringen, der vor Jahrhunderten Navelli wählte, um die Welt zum Blühen zu bringen.
Ca. 250 kcal pro Person

Safranrisotto (Abruzzen)
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Mittel
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Portionen: 4 Personen
  • Kochmethoden: Bei niedriger Hitze
  • Küche: Regionale italienische Küche
  • Region: Abruzzen
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten für das Safran-Risotto

  • 400 g Parboiled-Reis
  • 4 Safranfäden aus Navelli (AQ)
  • 2 Brühwürfel (klassisch)
  • 1 Esslöffel Butter + ein Stück Butter zum Verfeinern
  • 1 Esslöffel extra natives Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • nach Geschmack Salz
  • 100 g Parmigiano Reggiano

Zubereitung des Safran-Risottos

  • Nehmt einen Edelstahltopf mit relativ hohem Rand, gebt Butter und Öl hinein, hackt die Zwiebel fein und lasst sie anschwitzen.
    Nun gießt ihr etwa drei Finger breit Wasser in den Topf zum Anschwitzen und gebt die Brühwürfel hinzu, bis alles aufkocht.
    Die Safranfäden nehmt ihr auf einen Löffel, den ihr bei sehr niedriger Flamme kurz über die Hitze haltet, bis sie leicht trocknen (sie dürfen nicht verbrennen, die Farbe muss erhalten bleiben). Dann legt ihr den Safran auf ein Stück Alufolie und reibt ihn in der Folie, bis er zu Pulver wird; dieses könnt ihr jetzt zu den anderen Zutaten geben.
    Parallel dazu stellt ihr einen weiteren Topf mit Wasser auf den Herd, das ihr nach und nach für den Reis erhitzen und verwenden werdet.
    Gebt den Reis in den Topf mit den bereits zugegebenen Zutaten und rührt bei mittlerer Hitze.
    Gelegentlich gießt ihr etwas vom erhitzten Wasser dazu, je nachdem wie es der Garprozess verlangt.
    Wenn der Reis fertig ist, rührt ihr zum Schluss ein Stück Butter unter, gebt etwas Parmigiano dazu, mischt alles gut und serviert. Auf jeden Teller etwas Parmesankäse geben.

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    Safranrisotto (Abruzzen)
Autorenbild

loscrignodelbuongusto

Mein Name ist Francesca Mele und "Lo scrigno del buongusto" ist der Name meines Blogs. Ich bin waschechte Abruzzerin, und nach einigen Jahren mit einer Koch-Website habe ich mich entschieden, einen Blog zu starten. Insgesamt bin ich jetzt seit 12 Jahren online, und deshalb kennen mich viele von euch schon seit einiger Zeit! Ich koche gerne und bin weder eine Chefköchin noch eine professionelle Köchin, sondern habe einfach nur die Leidenschaft fürs Kochen, Zubereiten und Erfinden neuer Gerichte. Die Rezepte, die ihr auf meinem Blog findet, sind nicht kopiert, und auch die Fotos sind nicht aus dem Internet heruntergeladen, sondern von mir selbst gemacht.

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