Rustikale Pizza: die Königin des Picknicks am Ostermontag in den Abruzzen.
Gibt es ein Rezept, das bei uns zu Hause nach Fest, Ausflügen im Freien und Sorglosigkeit duftet, dann ist es zweifelsfrei die Rustikale Pizza.
In vielen Teilen der Abruzzen ist diese herzhafte Torte die unbestrittene Hauptrolle am Ostermontag, aber die Wahrheit ist: hat man sie einmal probiert, wird jeder Anlass im Jahr zum richtigen Moment, sie auf den Tisch zu bringen.
Sie ist nicht nur ein Gericht, sie ist ein Ritual, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, ein Symbol der Geselligkeit, das nie enttäuscht.
Ich nenne die Rustikale Pizza oft die „Königin“, weil sie eine seltene Eigenschaft hat: sie ist ausgesprochen demokratisch und vielseitig.
Sie ist die perfekte Lösung für ein schnelles Abendessen, wenn es schnell gehen muss, entfaltet aber ihr Bestes, wenn sie im Voraus zubereitet wird.
Ganz ehrlich: Ruhe tut ihr gut!
Ob kalt oder nur leicht lauwarm genossen, die Aromen der Füllung verbinden sich perfekt und jede Scheibe wird kompakt und würzig.
Gerade deshalb ist sie bei uns das zentrale Element im Picknickkorb für die klassische Ostermontags-Wanderung.
Es gibt keine Wiese oder Holztisch in den Bergen, der nicht schon unsere rustikale Pizza zum Teilen gesehen hätte.
Die Schönheit dieses Rezepts liegt auch in seiner Anpassungsfähigkeit an eure Zeit in der Küche.
Meine Version verwendet Pizzateig: ein rustikaler, leicht dickerer Boden, der eine großzügige Füllung gut einschließt.
Ich weiß jedoch, dass der Alltag hektisch ist; habt ihr wenig Zeit oder ist die Einladung zum Ausflug kurzfristig gekommen, könnt ihr problemlos fertigen Blätterteig verwenden.
Das Ergebnis ist sicher schneller, knuspriger und leichter, aber genauso köstlich.
Für das Rezept habe ich den Pecorino Romano der Firma Pinna Formaggi verwendet – ein traditionsreiches Unternehmen, dessen Produkte Qualität garantieren.
ca. 595 kcal pro Person
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 2 Stunden
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 6 Personen
- Kochmethoden: Elektrobackofen
- Küche: Regionale italienische Küche
- Region: Abruzzen
- Saisonalität: Ostern, Alle Jahreszeiten
Zutaten für die Rustikale Pizza
- 4 g Trockenhefe
- 225 ml Wasser
- 1 Teelöffel Salz
- 1 Prise Zucker
- 20 ml extra natives Olivenöl
- 350 g Weizenmehl (Typ 0)
- 2 mittlere Eier
- 150 g Parmigiano Reggiano, gerieben
- 1 Esslöffel Pecorino, gerieben
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Teelöffel Backpulver für herzhafte Teige
- 150 g Ungarische Salami, in Scheiben
- 200 g Mozzarella
- 1 Beutel tiefgefrorener Spinat
- nach Belieben extra natives Olivenöl
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Eigelb
Zubereitung der Rustikalen Pizza
Zunächst den Pizzateig zubereiten, damit er bereit ist, wenn wir unsere rustikale Pizza zusammensetzen müssen.
Teig kneten, etwa 2 Stunden gehen lassen; nach dem Gehen in 2 Kugeln teilen und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Zutaten vorbereiten: den zuvor aufgetauten Spinat nehmen und in eine Pfanne mit einem Esslöffel extra nativen Olivenöl, Salz und 1 Knoblauchzehe geben und etwa 10 Minuten dünsten; bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen.
Nun eine antihaftbeschichtete Form mit hohem Rand nehmen, eine Pizzateigplatte ausrollen und so in die Form legen, dass der Teig etwas über den Rand hinausgeht.
Eine Mischung aus 2 Eiern, Parmigiano, Pecorino, Pfeffer und Backpulver für herzhafte Teige zubereiten und gut verrühren, bis eine kompakte Masse entsteht. Die Hälfte davon auf den Boden des Teigs geben, dann die ungarischen Salamischeiben wie eine Rose anordnen (die Scheiben sollen sich leicht berühren).
Die Hälfte der Mozzarella, fein gehackt, dazugeben und noch die Hälfte des Spinats, dabei die Knoblauchzehen entfernen.
….etwas Teigabschnitt der Pizza verwenden.
Das Vorgehen wiederholen: erneut die Käsemasse, dann die ungarische Salami, Mozzarella und Spinat schichten.
Den überstehenden Teig vom Rand nach innen klappen und eine weitere Teigscheibe vorbereiten, mit der die rustikale Pizza verschlossen wird.
Das Eigelb nehmen, es in ein Glas mit einem Schuss Wasser oder Milch geben und die Oberfläche der Pizza damit bestreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen und den Gargrad kontrollieren; sollte die Oberfläche zu stark bräunen, mit Alufolie abdecken.
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Menü für das Osteressen
Eine Einladung zur Kreativität.
Die Füllung kann je nach Geschmack und Vorrat variieren (Wurstwaren, regionale Käsesorten, Eier), wichtig ist am Ende euer Urteil!
Ich hoffe, ich habe euch mit dieser Erzählung abruzzesischer Geschmäcker zumindest ein wenig neugierig gemacht.
Probiert meine Version aus, vielleicht mit einer Prise Pfeffer oder lokalem Pecorino verfeinert, und sagt mir in den Kommentaren, ob sie auch bei euch zur Königin des Tisches geworden ist. Viel Spaß beim Zubereiten und vor allem frohe Ostern!

