Spinatspätzle oder Tiroler Gnocchi mit Spinat sind ein großer Klassiker der Südtiroler Küche. Sie sind sehr einfach und vor allem blitzschnell zubereitet und schmecken Groß und Klein. Die traditionelle Variante wird mit einer Sauce aus Sahne, gekochtem Schinken und geriebenem Parmigiano zubereitet, kann aber noch würziger werden, wenn man den gekochten Schinken durch Speck ersetzt.
Der Teig für die Spinatspätzle ist sehr einfach zuzubereiten: mit gekochtem und püriertem Spinat, Eiern, Wasser, Muskatnuss und natürlich Mehl. Ich verwende gern das Regiograno-Dinkelmehl der Mühle Meran, das eine leichte Haselnussnote hat und die Spätzle noch schmackhafter macht. Außerdem wird es ausschließlich aus in Südtirol angebautem Getreide hergestellt.
Ursprünglich wurden die Spätzle zubereitet, indem der Teig auf ein angefeuchtetes Holzbrett gegeben wurde, von dem mit Hilfe eines speziellen Schabers oder Messers kleine Stücke abgestreift und direkt ins Wasser fallen gelassen wurden. Später wurden spezielle Werkzeuge entwickelt, um diese Arbeit zu beschleunigen, die man „Spätzlehobel“ nennt. Es gibt verschiedene Typen: Einige ähneln einer Reibe, mit einer Art Behälter, in den der Teig gegeben wird und den man vor und zurück bewegt, damit die Spätzle ins Wasser fallen; andere sehen aus wie ein Teller mit runden Löchern, der direkt auf den Topf gelegt wird und in den der Teig gegossen wird, den man dann mit einem Schaber hin und her „streicht“, damit er ins Wasser fällt.
Beide sind geeignet, wobei der zweite leichter zu reinigen ist.
- Schwierigkeit: Einfach
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: 4 Personen
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 225 g Spinat (gekocht und gut ausgepresst)
- 2 Eier
- 150 g Wasser
- 225 g Regiograno-Dinkelmehl (Molino Merano)
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Muskatnuss
- 150 g gekochter Schinken
- 40 g Butter
- 180 g Sahne (flüssig)
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Pfeffer
- nach Bedarf Muskatnuss
Schritte
Bringen Sie in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen und salzen Sie es.
Bereiten Sie inzwischen den Teig für die Spätzle zu.
Geben Sie den Spinat (gekocht und gut ausgepresst) in einen hohen Behälter, pürieren Sie ihn mit dem Stabmixer und geben Sie ihn in eine Schüssel. Fügen Sie die Eier, die Muskatnuss und das Salz hinzu und verrühren Sie alles. Geben Sie dann drei Viertel des Wassers dazu und rühren Sie erneut. Fügen Sie das Mehl hinzu und rühren Sie alles kräftig mit einem Holzlöffel, dabei nach und nach weiteres Wasser zugeben, bis ein zäher, homogener Teig entsteht. Stellen Sie den Teig beiseite, nur solange, bis Sie die Sauce vorbereitet haben.
Schneiden Sie die Scheiben des gekochten Schinkens in Würfel. Lassen Sie die Butter in einer Pfanne schmelzen und braten Sie den Schinken ein paar Minuten an. Gießen Sie die Sahne dazu, salzen und pfeffern Sie. Rühren Sie um und lassen Sie die Sauce bei schwacher Hitze weiterköcheln, während Sie die Spätzle kochen.
Nehmen Sie den Spätzlehobel, legen Sie ihn direkt auf den Topf mit dem gesalzenen Wasser, gießen Sie den Teig hinein und lassen Sie viele kleine Gnocchi ins Wasser fallen, bis der Teig aufgebraucht ist. Sobald sie an die Oberfläche kommen, lassen Sie sie noch eine Minute leicht köcheln, dann heben Sie sie mit einer Schaumkelle aus dem Wasser und geben sie direkt in die Pfanne mit Sahne und Schinken. Vermengen Sie alles gut und servieren Sie sofort mit geriebenem Parmigiano.
Tipps
Um die Spinatspätzle noch würziger zu machen, können Sie den gekochten Schinken durch Streifen von Speck ersetzen.

