Neapolitanischer Nudelauflauf, nicht nur das „Festtagsgericht“, sondern viel mehr! Es ist das Gericht der Erinnerungen; sicher hat jede/r von uns die unauslöschliche Erinnerung an einen besonderen Nudelauflauf, der uns in die Vergangenheit zurückführt. Ich habe mehr als eine Erinnerung: Die erste ist die an meine Mutter, sie machte ihn oft sonntags, mit vielen kleinen Fleischbällchen und Rigatoni. Die andere Erinnerung hängt an dem Auflauf, den meine Schwägerin an wichtigen Festtagen zubereitete… Ostern, Weihnachten, Silvester. Sie machte ihn mit den „Schiaffoni“, besser bekannt als Paccheri, ohne ganze Fleischbällchen, aber mit zerbröselten Fleischstückchen (ging schneller) 😜 Für beide würde ich alles geben, um sie noch einmal essen zu können 😋 Der Nudelauflauf ist also mein Lieblingsgericht ❤️
Ich mache ihn traditionell, ich bevorzuge Rigatoni und liebe es, ihn mit einem guten Fleischragù zu würzen. Ich gebe alles rein, was dazugehört: getrocknete Salsiccia, Fleischbällchen, hartgekochte Eier, Scamorza… alles grob geschnitten, und beim Backen darf die „Arruscatura“ auf keinen Fall fehlen, also ein paar angebrannte Nudeln!
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 2 Stunden 30 Minuten
- Kochzeit: 30 Minuten
- Portionen: 6
- Kochmethoden: Ofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
- nach Bedarf Fleischragù
- 500 g Rigatoni (Oder Paccheri)
- ein paar Basilikumblatt
- 300 g Kalbsgehacktes
- 2 Eier
- 1 Altbackenes Brötchen (Krume)
- 2 Esslöffel Grana-Käse (Gerieben)
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Sonnenblumenöl (Zum Frittieren)
- 2 Eier (Hartgekocht)
- 300 g Scamorza (Oder Fiordilatte)
- 200 g Getrocknete süße Salsiccia (Oder neapolitanische Salami)
- nach Bedarf Grana-Käse (Gerieben)
- nach Geschmack Pfeffer (Optional)
- 300 g Büffelricotta
Schritte
Bereite das Ragù zu. Mach es nach deinem Familienrezept, ich empfehle jedoch, es, wenn möglich, am Abend vorher zuzubereiten.
Gib das Hackfleisch in eine Schüssel und die zuvor in Wasser eingeweichte und ausgewrungene Brotrinde dazu. Füge alle Zutaten hinzu und mische alles gut.
Nachdem du alles verknetet hast, formst du mit nassen Händen kleine Bällchen in Haselnussgröße.
Erhitze bei mittlerer Hitze die Pfanne mit dem Frittieröl und gib die Fleischbällchen hinein. Wenn sie schön goldbraun sind, nimm sie mit einem Schaumlöffel heraus und lege sie auf Küchenpapier.
Schneide die Scamorza in Würfel.
Schneide die getrocknete Salsiccia in Streifen.
Rühre die Ricotta mit dem Ragù glatt.
Koche die Pasta al dente und mische sie mit einem Teil des Ragù.
Vermenge zur Pasta die Ricotta und die Salsiccia und gib reichlich geriebenen Käse dazu.
Gib die Hälfte der Pasta in die Auflaufform und belege die erste Schicht mit den restlichen Zutaten.
Vervollständige mit der zweiten Pastaschicht und bestreue alles großzügig mit geriebenem Grana-Käse, Pfeffer und, falls noch Ragù übrig ist, gib das dazu — die Pasta sollte schön saftig sein.
Backe im Ofen bei 180°C für ca. 30 Minuten; ich mag ihn gern „arruscato“ (ein bisschen angebrannt). Denk daran, jeder Ofen hat seine eigenen Backzeiten!

