Die neapolitanische Pastiera mit Schokolade ist eine typische Süßspeise aus Neapel. Obwohl die klassische Variante einen hellen Boden hat, konnte ich als Schokoladenfan natürlich nur eine andere Version machen.
Ein typisches Gebäck zur Osterzeit, aber ehrlich gesagt findet man sie bei so gut wie jedem Fest.
Neben meiner Version gibt es Pastiera auch leicht variierend mit Reis, Mandeln und Puddingcreme, mit Haselnüssen und Kakao — also in vielen verführerischen Varianten.
Die hier vorgeschlagene, mit Schokolade veredelte Version wird euch meiner Meinung nach beim ersten Biss erobern.
Das Geheimnis der Pastiera ist das richtige Gleichgewicht der Aromen, besonders der Duftnoten, die bei jedem Biss bestehen bleiben müssen.
Die Zubereitung der Pastiera erfordert Zeit und Geduld, aber das Endergebnis ist eine Süßspeise, die jede Minute wert ist.
Man sagt, eine echte Pastiera sollte mindestens einen Tag ruhen, bevor sie serviert wird, damit sich die Aromen perfekt verbinden.
Findet ihr keinen kandierten Zedrat und keine kandierten Orangen getrennt, könnt ihr gemischte kandierte Früchte verwenden.
Ich empfehle nur, bei der Zubereitung sehr sorgfältig zu sein und die Pastiera nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufzubewahren, damit sie bestmöglich erhalten bleibt.
Wenn ihr dieses oder andere meiner Rezepte aus meinem Blog nachmacht, schickt mir gern eure Fotos — ich stelle sie mit eurem Namen auf meiner Facebook-Seite ein.
Kcal ca. 508 pro Person
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Teuer
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 45 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde
- Portionen: 12 Personen
- Kochmethoden: Elektrischer Ofen, Kochen
- Küche: Italienische Regionalküche
- Region: Kampanien
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für die Neapolitanische Pastiera mit Schokolade
Zutaten für eine Form mit 26 cm Durchmesser oben und 20 cm am Boden
- 2 Eier (mittelgroß)
- 100 g Zucker
- 100 g Butter (oder weiches Schweineschmalz)
- 30 g Backkakao (ungesüßt)
- 6 g Backpulver
- 300 g Weizenmehl (Typ 00)
- 350 g vorgekochte Weizengrütze für Pastiera, abgetropft
- 250 g Vollmilch
- 100 g Zartbitterschokolade 70%
- 30 g Butter (oder Schweineschmalz)
- Zitronenschale (gerieben)
- 200 g Kuhmilch-Ricotta
- 200 g Schafsmilch-Ricotta
- 350 g Zucker
- 3 Eier (mittelgroß)
- 50 g kandierte Orangen
- 50 g kandierter Zedrat
- 1 fiala Orangenblütenwasser
- 1 Vanilleschote (oder 2 Teelöffel flüssige Vanille)
Utensilien
- 1 Tarteform Tarteform
Zubereitung der Neapolitanischen Pastiera mit Schokolade
Zuerst den Mürbeteig zubereiten, indem ihr die Zutaten vermengt und gut verknetet.
Ihr könnt ihn von Hand bearbeiten oder zunächst mit dem Handrührgerät vorarbeiten und anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche fertigkneten.
Gut durchkneten, dann den Teigling in Frischhaltefolie wickeln und etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Die Weizengrütze für die Pastiera abtropfen lassen und 350 g in einen Topf geben, die Milch, die geriebene Zitronenschale und die Butter hinzufügen und bei mittlerer Hitze 20 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
Inzwischen die Zartbitterschokolade grob hacken und beiseitestellen.
Sobald die Grütze deutlich eingedickt ist, die Hitze ausschalten, die Schokolade hinzufügen und gut verrühren.
Die Mischung etwas abkühlen lassen und wenn möglich zum schnelleren Abkühlen in den Kühlschrank stellen, dabei abdecken, damit nicht zu viel warme Luft in den Kühlschrank gelangt.
Die gut abgetropften Ricotte in das Rührgerät geben, den Zucker hinzufügen und gut verrühren.
Eier, Orangenblütenwasser und das Mark der Vanilleschote bzw. die flüssige Vanille hinzufügen und die Masse gut cremig schlagen.
Zum Schluss kandierte Orangen und Zedrat hinzufügen und unterheben.
Jetzt die abgekühlte Schoko-Grütze zur Ricotta-Creme geben und sorgfältig verrühren, bis beide Massen verbunden sind.
Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und so teilen, dass ihr etwa drei Viertel und den kleineren Rest erhaltet.
Die größere Portion nicht zu dünn ausrollen und in eine gebutterte und bemehlte Form legen (26 cm Durchmesser oben, 20 cm am Boden).
Die Schoko-Grütze mit der Ricotta-Creme in die Mürbeteigform füllen. Aus dem beiseitegelegten Teig Streifen für die obere Dekoration schneiden; ich habe 7 Streifen gemacht — man sagt, sie sollten immer ungerade sein.
Die Ränder gut verschließen und in einem vorgeheizten Ofen bei 180°C 50–60 Minuten backen.
Die Backzeit kann variieren, je nachdem wie flüssig oder fest die Füllung vor dem Backen ist. Behaltet daher die Garzeit gut im Auge.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch auch an meiner Sammlung zum Thema Ostern orientieren
Süße Rezepte für Ostern

