Hausgemachte spanische Sangria: das Originalrezept und Tricks, damit sie nicht verwässert

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Wie man die echte Sangria zubereitet: Zutaten, Mengen und Geheimtipps für die perfekte Mazeration

Einfaches Rezept für spanische Sangria: Anleitung für die rote, weiße und alkoholfreie Variante

Das häufigste Problem, wenn man Sangria zuhause macht, ist die Hektik. Oft schneidet man das Obst, kippt den Wein dazu und serviert sofort: das Ergebnis ist ein aromatisierter Wein, der kaum nach Frucht und eher nach Alkohol schmeckt.

Oder, schlimmer noch, man übertreibt es mit dem Eis, das beim Schmelzen diesen ikonischen Cocktail in ein verwässertes Getränk ohne Charakter verwandelt.

Um eine spanische Sangria zu machen, die nach Sommer und Fest schmeckt, muss man die Zeit der Natur respektieren. Das Geheimnis ist die Mazeration: das Obst muss Zeit haben, seine Zucker und Aromen an den Wein abzugeben, während Gewürze wie Zimt und Vanille mit dem Alkohol harmonisch verschmelzen.

In dieser Anleitung erkläre ich, wie man die Körperhaftigkeit des Rotweins mit der Frische der Gassosa ausbalanciert und wie man das richtige Obst auswählt, damit es nicht zerfällt.

Ob ihr nun eure Freunde mit der klassischen Version überraschen wollt, mit der weißen Variante mit Prosecco oder einer alkoholfreien Version für die Kleinen — mit meinen Tipps holt ihr die Atmosphäre der Ramblas direkt in euren Garten. Prost!
Spanische Sangria Zutaten Rezept und Tipps

  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Günstig
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Portionen: 2 LITER
  • Kochmethoden: Ohne Kochen
  • Küche: Spanisch

Zutaten für hausgemachte spanische Sangria

  • 1.5 l Rotwein
  • Eine halbe l Gassosa (Soda)
  • 50 ml Brandy
  • 80 g Zucker
  • 2 Orangen
  • 2 Pfirsiche
  • 2 Zitronen
  • 1 Apfel
  • 4 Nelken
  • 3 Zimtstangen
  • 1 Schote Vanille
  • nach Belieben Eis

Zubereitung

  • Wascht zuerst das gesamte Obst gründlich. Schneidet den Apfel und die Pfirsiche in gleichmäßige Würfel von etwa 1,5 cm. Die Orangen und Zitronen schneidet ihr in dünne Scheiben oder Spalten (wenn sie bio sind, lasst auf jeden Fall die Schale dran, um die ätherischen Öle freizusetzen). Gebt in einen großen Krug oder eine große Schüssel das Obst, den Zucker, die Zimtstangen, die Nelken und die längs eingeschnittene Vanilleschote.

  • Gebt den Brandy und den gesamten Rotwein über das Obst. Rührt vorsichtig mit einem langen Löffel, damit sich der Zucker auflöst. Deckt mit Frischhaltefolie ab und stellt in den Kühlschrank. Der Tipp von Tea: lasst die Sangria mindestens 7–8 Stunden ziehen; wenn ihr sie am Vorabend zubereitet, ist der Geschmack am nächsten Tag erstaunlich viel tiefer und harmonischer.

  • Nehmt den Krug erst beim Servieren aus dem Kühlschrank. Gebt die gut gekühlte Gassosa (oder Soda) dazu und rührt noch einmal um. Gießt in Gläser mit Eiswürfeln und sorgt dafür, dass jeder Gast eine großzügige Portion „betrunkenes“ Obst bekommt.

Hinweise zu Zutaten und Ersatz

Der Wein: Verwendet keinen zu „leichten“ Wein. Er sollte genug Körper haben, um die Zugabe von Gassosa und den Geschmack des Obstes zu tragen.

Das Obst: Wichtig ist, dass es fest ist. Wenn es zu reif ist, wird es nach 8 Stunden Mazeration zu Mus und macht die Sangria trüb.

Die Gewürze: Verwendet ganze Gewürze (Stangen, Nelken), niemals gemahlen, sonst wird das Getränk im Mund „sandig“.

TIPPS

Wenn ihr eine weniger süße Sangria wollt, könnt ihr vor dem Servieren Soda statt Gassosa dazugeben.

Das Obst könnt ihr je nach Geschmack oder Saison austauschen. Wichtig ist nur, dass es nicht zu reif ist, damit es beim Mazerieren im Wein nicht zerfällt.

ALKOHOLFREIE SANGRIA

Ideal auch für alle, die keinen Alkohol vertragen oder ihn nicht mögen. Der Alkoholanteil wird durch Orangensaft (oder Ananassaft) ersetzt, gewürzt mit den Gewürzen und natürlich ohne zusätzliche Zuckerzugabe.

Auch hier ist die Mazeration mit dem Obst wichtig.

WEIßE SANGRIA

Man macht sie, indem man Prosecco (1,5 l) mit Wodka (50 ml) und Gassosa (1/2 l) mischt, dann Pfirsiche, Orangen, Zimt und Zucker hinzufügt. Alle Zutaten werden wie bei der roten Sangria vermischt und mehrere Stunden ziehen gelassen, bevor man sie serviert.

WINTER-SANGRIA

Wenn Sommerfrüchte nicht verfügbar sind, könnt ihr Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte oder jedes andere typische Winterobst verwenden. Das Ergebnis wird trotzdem lecker und besonders sein.

WEITERE REZEPTE

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  • Welchen Rotwein sollte man für Sangria wählen?

    Traditionell verwendet man den spanischen Tempranillo, aber auch hier gibt es hervorragende Alternativen: ein guter Sangiovese, Primitivo oder Nero d’Avola eignen sich perfekt, weil sie fruchtig und körperreich sind.

  • Kann man sie ohne Brandy zubereiten?

    Ja, aber Brandy gibt der Sangria den alkoholischen Kick, der die Zugabe der Gassosa ausgleicht. Wenn ihr ihn nicht mögt, könnt ihr ihn durch Cointreau ersetzen, für eine frischere, zitrusartige Note.

  • Kann ich sie aufbewahren, wenn etwas übrig bleibt?

    Sangria ist am nächsten Tag noch gut, aber denkt daran, Zitronenscheiben zu entfernen, wenn ihr sie länger aufbewahrt, weil das Albedo (die weiße Schicht der Schale) einen bitteren Nachgeschmack abgeben kann.

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atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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