Omas Osterskuchen: der Hefekuchen, der nach Familie schmeckt.
Es gibt Rezepte, die keine Identitätskarte oder eine genaue geografische Herkunft brauchen, um besonders zu sein.
Der Osterkuchen von Oma ist eines davon.
Bei uns zu Hause backen wir ihn schon immer, er ist eines jener Gebäcke, die zu unserer kulinarischen DNA gehören und liebevoll von Mutter zu Tochter weitergegeben wurden.
Ich kann euch nicht genau sagen, woher er ursprünglich stammt, aber ich weiß ganz sicher, dass Ostern ohne seinen Duft, der die Küche erfüllt, und seine hohe, einladende Form, die auf dem Festtisch thront, undenkbar ist.
Wie viele Schätze unserer traditionellen Konditorei ist auch dieser Kuchen ein Hefeteig.
Das bedeutet, dass ihr euch Zeit nehmen müsst, ohne Eile.
Aber Hefeteige sind eben unersetzlich, oder nicht?
Es ist etwas Magisches daran, einen einfachen Teig leben und wachsen zu sehen.
Die Stunden der letzten Gehzeit sind allerdings immer nur Richtwerte: Kochen ist eine lebendige Wissenschaft! Manchmal war der Kuchen schon nach 3 oder 4 Stunden schön aufgegangen und bereit für den Ofen, ein anderes Mal waren mehr als 5 Stunden nötig.
Mein Rat ist, nicht nur auf die Uhr zu schauen, sondern den Teig zu beobachten: er sagt euch, wann der richtige Moment gekommen ist.
Wer mir folgt, weiß, wie sehr ich es liebe zu experimentieren.
In der Osterzeit backe ich immer viele verschiedene Kuchen: von den großen Klassikern meiner Heimat, den Abruzzen, bis hin zu Spezialitäten anderer italienischer Regionen oder sogar aus dem Ausland.
Mich fasziniert es, die Küche anderer Orte kennenzulernen und zu entdecken, wie ähnliche Zutaten je nach Standort unterschiedlich interpretiert werden.
Und doch bleibt Omas Kuchen trotz aller Neuheiten der sichere Hafen, der Geschmack, der mich in meine Kindheit zurückversetzt.
Wenn ihr nach einem superleckeren, fluffigen Ostergebäck sucht, das der ganzen Familie Wärme schenkt, dann ist dies das Rezept für euch.
Es ist eine Liebeserklärung, die nur ein wenig Geduld und beste Zutaten verlangt.
Lasst uns anfangen und gemeinsam dieses Wunder backen!
Ich bin sicher, dass es, sobald ihr es probiert habt, auch zu einem Teil eurer Familienrituale wird.
kcal 340 ca. pro Person
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Preiswert
- Ruhezeit: 7 Stunden
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 45 Minuten
- Portionen: 10 Personen
- Kochmethoden: Backofen (elektrisch)
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für Omas Osterskuchen
- 50 ml Wasser
- 90 g Weizenmehl (Type 0)
- 10 g frische Hefe
- 3 Eier (mittelgroß)
- 440 g Weizenmehl (Type 0)
- 100 g Butter
- 140 g Zucker
- Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
- Abgeriebene Schale von 1 Orange
- Bunte Zuckerstreusel oder Hagelzucker
- 20 ml Milch (oder Wasser)
Utensilien
- 1 Antihaft-Backform
Zubereitung von Omas Osterskuchen
Die frische Hefe in einer Schüssel mit 50 ml Wasser auflösen, dann das Mehl zugeben und gut verrühren, bis ein Klümpchen entsteht.
In einem warmen Ort mindestens 2 Stunden gehen lassen, bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Nach der Gehzeit die Eier nacheinander zugeben, den Zucker, die abgeriebene Schale von Zitrone und Orange, die weiche Butter und das Mehl nach und nach unterkneten, bis alles gut verbunden ist.
Ich habe den Teig von Hand geknetet, aber manchmal mache ich ihn auch in der Küchenmaschine.
Sobald der Teig fertig ist, in eine große Schüssel geben und etwa 2 Stunden gehen lassen, bzw. bis sich das Volumen erneut verdoppelt hat.
Wenn der Teig aufgegangen ist, auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben….
…..und Falten wie auf dem Foto formen.
Eine Kugel formen, dann in die Antihaft-Backform (ca. 26 cm Durchmesser) geben, in der der Kuchen gebacken wird (die Form nur leicht bemehlen), den Teig etwas flachdrücken und nochmals etwa 3 Stunden gehen lassen, bzw. bis der Kuchen den Rand der Form erreicht hat.
Vor dem Backen den Kuchen mit Milch oder Wasser bestreichen und mit bunten Zuckerstreuseln oder Hagelzucker bestreuen.
Dann im vorgeheizten Ofen bei 180° etwa 45 Minuten backen und die Garstufe kontrollieren.
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, bevor ihr serviert.

