Venezianische süße Focaccia (Fugassa): die Osterwolke aus Venetien.
Es gibt Backwaren, die zwar außerhalb ihrer Region weniger bekannt sind als die klassische Colomba, aber trotzdem unvergleichlichen Geschmack und Geschichte verbergen.
Die venezianische Focaccia, oder wie man sie liebevoll in der Lagune nennt, die Fugassa, ist genau so ein Gebäck.
Sie ist das typische Ostersüßgebäck der venezianischen Tradition, eine Zubereitung, die in der armen Küche verwurzelt ist (ursprünglich als für Festtage veredeltes Brot entstanden), im Lauf der Zeit aber zu einer Konditorei-Delikatesse wurde.
Über die Fugassa hört man viele Meinungen: Das Rezept variiert deutlich von Koch zu Koch und von Familie zu Familie.
Manche behaupten, sie müsse sehr weich sein; andere beschreiben sie als etwas trockeneren Hefekuchen, fast zum „Eintunken“ in Wein oder Kaffee.
Ich persönlich habe mich nach dem Probieren regelrecht verliebt: Ich finde sie großartig, fluffig und unglaublich leicht.
Sie ist diese luftige Hefeteigwolke, die auf der Zunge zergeht und jene Befriedigung schenkt, die nur große Hefeteige geben können.
Wie ihr sicher merkt: Ich liebe Heferezepte!
Es ist etwas Magisches zu sehen, wie ein einfacher Teig sich in ein so hohes und majestätisches Gebäck verwandelt.
Die venezianische Focaccia verlangt Sorgfalt, gute Zutaten und natürlich die richtigen Wartezeiten.
Obwohl sie in mancher Hinsicht der Colomba ähnelt, unterscheidet sich die Fugassa durch das Fehlen von kandierten Früchten und durch die knusprige Glasur mit Perlzucker, die einen göttlichen Kontrast zur Weichheit des Inneren bildet.
Ich lade euch wirklich ein, die venezianische Focaccia selbst zu backen.
Es ist ein Gebäck, das nach Butter, Vanille und Festlichkeit duftet und eine Eleganz vergangener Zeiten auf den Tisch bringt.
Lasst euch von der Zubereitung nicht einschüchtern: Die Befriedigung, sie im Ofen aufgehen zu sehen, und der Duft, der eure Küche erfüllt, werden jede Mühe belohnen.
Es ist das perfekte Gebäck für alle, die eine raffinierte und weniger „kommerzielle“ Alternative zur üblichen Colomba suchen.
Probiert sie aus und sagt mir, ob ihr euch — wie ich — in ihre unglaubliche Fluffigkeit verliebt!
Ca. 3220 kcal insgesamt
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 8 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 40 Minuten
- Portionen: 8 Personen
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für die venezianische süße Focaccia
- 25 g Frische Hefe
- 250 ml Vollmilch
- 70 g Butter
- 150 g Zucker
- 1 Eigelb
- 300 g Manitoba-Mehl
- 230 g Mehl Typ 0
- Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
- Flüssige Vanille oder Vanillin
- nach Bedarf Perlzucker
- 3 Esslöffel Milch
Werkzeuge
- 1 Backform Springform
Zubereitung der venezianischen süßen Focaccia
Eine große Schüssel bereithalten, die Hefe hineinbröseln und mit lauwarmer Milch auflösen.
200 g Manitoba-Mehl hinzufügen und gut verrühren.
Weiche Butter, Eigelb, Zucker, die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen und das restliche Mehl unterarbeiten, bis alle Zutaten gleichmäßig verbunden sind.
Der Teig sollte recht weich, aber nicht klebrig sein.
An einem warmen Ort 5–6 Stunden oder über Nacht gehen lassen.
Nach der Gehzeit den Teig erneut kurz durchkneten, bei Bedarf etwas Mehl zugeben, und die Masse in eine hohe, gefettete und bemehlte Backform legen.
Weitere 1–2 Stunden gehen lassen, dann mit Milch bestreichen und mit Perlzucker bestreuen.
In einem vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 40 Minuten backen und dabei die Garstufe kontrollieren.Folgt mir auf Facebook Pinterest Twitter Instagram YouTubeTelegram
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