Focaccia ‚mbrigliata mit Sardellen und Rosinen. Sammlungen von Focacce sind eine meiner Leidenschaften in der Küche. Wie ich schon öfter schrieb: ein eigenes Lokal, um ständig Brot und Focacce zu backen, begleitet von einer bodenständigen, traditionellen Küche.
So habe ich Freude daran, zu Hause das zuzubereiten, was mir gefällt, und das Ergebnis mit der Familie zu teilen.
Eine dünne Teigplatte, Frühlingszwiebeln (in Apulien und Basilikata nennt man sie „sponsali“); ich bin Kalabresin — für mich sind es Frühlingszwiebeln oder cipuji, mit dem grünen Stiel, Rosinen, die in der Sonne getrocknet braun werden, und Kapern, die an Mauern mit üppiger Blüte auffallen.
Sardellen durften natürlich nicht fehlen, ein populäres Produkt entlang der ganzen italienischen Küste.
Während das Brot im Holzofen backte, nahm die Focaccia in ihrem Eckchen keinen Platz weg und begleitete die ersten Kostproben.
Der gedeckte Tisch, in Erwartung guter Sachen.
„Fangen wir an mit dem Tag, an dem ich lernte, diese Focaccia zu machen. Der Teig, mit dem Nudelholz ausgerollt, war so dünn, dass fast die Sonne hindurchschien. Die Großmutter hatte die ersten Frühlingszwiebeln aus dem Garten geholt und sie in Stücke geschnitten, mit dem grünen Stiel dran – zu verschwenderisch war nicht ihr Stil, so nutzte sie alles.
Dann kamen die unter Salz gelegten Kapern und die Sardellen aus der Dose, die uns die Tante ab und zu vom Meer mitbrachte; sie war weggezogen, um weiter zu studieren, während wir noch in den Serre blieben, zwischen Kastanien und Olivenbäumen. Wir nutzten genau diese Dosen, um die Oliven aufzuheben und zu zählen, als Maßstab.“
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- Schwierigkeit: Leicht
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Kochzeit: 30 Minuten
- Portionen: 8
- Kochmethoden: Herd, Ofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Focaccia ‚mbrigliata
- 250 g fein gemahlener Hartweizengrieß
- 150 ml Wasser
- 10 g Presshefe (Frischhefe)
- 2 Bund frische Frühlingszwiebeln
- 1 Teetasse Rosinen
- 6 Sardellen in Salz (Oder in Öl)
- 70 ml Olivenöl
- nach Geschmack Salz
Werkzeuge für die Focaccia ‚mbrigliata
Eine Schüssel zum Kneten, eine Pfanne zum Anbraten der Frühlingszwiebeln – das sind die wichtigen Utensilien. Die Werkzeuge, die ich benutze, findet ihr in meinen Kaufempfehlungen.
- Pfannen
- Backformen
Schritte zur Zubereitung der Focaccia ‚mbrigliata
In einer Schüssel die Grießmehl mit etwas Öl ausstreichen und dann das Salz hinzufügen, das Wasser nach und nach mit der aufgelösten Hefe dazugeben und 4 Esslöffel Öl. Gut kneten und etwa 1 Stunde ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in der Pfanne mit etwas Öl anschwitzen, bis sie gar sind.
Den Teig dünn ausrollen und mit den Frühlingszwiebeln, den Kapern und den entgräteten Sardellen in Stücken belegen.
Vorsichtig aufrollen, sodass eine Salamiform entsteht.
Danach zur Schneckenform drehen, auf das Backblech legen und mit weiterem Öl bestreichen.
In einem vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen. Für eine gleichmäßige Garung braucht die Focaccia ca. 35 Minuten.
Die Focaccia ist frisch aus dem Ofen sofort servierbereit. Auch kalt sehr lecker, dazu ein gutes Glas Wein oder Bier.
Noch ein paar Tipps
Zum Aufrollen der Teigplatte legt die Pasta vor dem Füllen auf ein Geschirrtuch oder Backpapier – das erleichtert die Arbeit. Sobald die Focaccia fertig ist, noch einmal mit Öl bestreichen; die Kruste wird dadurch noch verlockender. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch ein paar Zweige wilden Fenchel hinzufügen.

