Taralli sugna e pepe, glutenfrei

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Die Taralli sugna e pepe, oder taralli ‘nzogna e pepe, genießt man am besten mit einem kühlen Bier und isst sie auf den Felsen von Neapel – ein echter Moment purer Entspannung!

Die Zutaten sind: Mehl, ich habe Buchweizenmehl für eine glutenfreie Version verwendet, Hefe (ich habe Sauerteig benutzt) und Sugna und Pfeffer.

▶Etymologisch gibt es verschiedene Hypothesen:

– vom lateinischen Verb „torrere“, also „rösten“


– vom französischen „toral“, also ein Trocknungsort


– aus dem jenseits der Alpen vom Begriff „danal“ (pain rond, rundes Brot)


– vom griechischen Etymon „daratos“, „eine Art Brot“.

▶Der Tarallo ist ein um sich geschlungener Teig, mit Pfeffer vermischt und mit Mandeln verziert, natürlich geschält und bei hoher Temperatur im Ofen gebacken. 



▶Entstanden Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Bedürfnis neapolitanischer Bäcker, die Reste des gegangenen Teigs aus der Brotproduktion zu verwerten, nachdem sie ihn mit Sugna (n’zogna) und Pfeffer gewürzt hatten.



▶Später wurde er mit weiteren Zutaten angereichert und in den frühen 1800er Jahren kam auch die Mandel hinzu.



▶Früher wurden die Taralli vom sogenannten „tarallaro“ verkauft, der mit dem Korb auf den Schultern durch die Straßen zog, an Passanten verkaufte und mit dem Slogan „il buono con poco“ warb.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Kosten: Preiswert
  • Ruhezeit: 3 Stunden 30 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Kochzeit: 55 Minuten
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten

  • 8 g frische Hefe (oder 96 ml glutenfreier Sauerteig)
  • 300 g Buchweizenmehl
  • 100 g Reismehl
  • 150 g Mandeln (+ 39 Mandeln)
  • 200 g Sugna – Schmalz
  • 3 Teelöffel Pfeffer
  • 1 Esslöffel Honig (oder Zucker)
  • nach Belieben Salz

Schritte

  • Wenn frische Hefe verwendet wird, in 80 ml Wasser bei Raumtemperatur auflösen.

    Zum Ansatz 100 g Buchweizenmehl und 1 Teelöffel Honig oder Zucker hinzufügen.

    Abdecken und 1 Stunde gehen lassen.

    Mandeln im Ofen bei 200°C für 10 Minuten rösten.

    Grob hacken.

    Den Vorteig zu den Mandeln geben, das Reismehl und die restlichen 200 g Buchweizenmehl hinzufügen. Dann das Schmalz, 100 ml Wasser, Salz und Pfeffer dazugeben.

    30 Minuten gehen lassen.

    Teigstücke von je 80 g abstechen. Aus jedem Stück eine Rolle formen, diese um sich legen, die Enden verbinden und zu einem Ring formen.

    Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr keine glatten Stränge hinbekommt, die sich perfekt legen – das ist normal, es fehlt das Glutennetz. Gebt euch Mühe, trotzdem die typische Form des Tarallo so gut wie möglich zu erreichen.

    Die 39 Mandeln anfeuchten.

    Pro Tarallo 3 Mandeln einlegen, jeweils eine in die Drehung der Rolle.

    Die Taralli auf ein Backblech legen, abdecken und 2 Stunden gehen lassen.

    Im Ofen bei 200°C 25 Minuten backen, dann auf 190°C reduzieren und weitere 30 Minuten backen.

ZUBEREITUNGSIDEEN:

Ihr könnt die glutenfreien Taralli Sugna e Pepe für eine kreative Variante der Panzanella verwenden: Die Panzanella mit Taralli ist eine südliche, oft apulische Variante des klassischen toskanischen Rezepts, bei der das trockene Brot durch zerbröselte oder ganze Taralli ersetzt wird.

Die Taralli werden kurz mit Wasser und Essig angefeuchtet und dann mit Tomaten, roten Zwiebeln, Gurken, nativem Olivenöl, Salz und Basilikum angemacht. Ich habe zusätzlich hartgekochte Eier hinzugefügt und statt Basilikum Minze verwendet.

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viaggiandomangiando

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