Abruzzesische Arrosticini: der ultimative Guide zum echten Street Food der Abruzzen.
Wenn ein Gericht die Seele der Abruzzen in der Welt verkörpert, dann sind das ohne Zweifel die Arrosticini.
Aber Vorsicht: nennt sie nicht einfach „Spieße“.
Für uns Abruzzesen sind Arrosticini ein fast sakrales Ritual, das nach Glut, Geselligkeit und Hirten‑Tradition duftet.
Ob Sonntagsessen oder das klassische Ferragosto‑Grillen, jede Gelegenheit ist gut, die Fornacella anzuwerfen.
Heutzutage gibt es alle möglichen Varianten, aber die Regel ist einfach: echte Arrosticini sind ausschließlich aus Schafsfleisch.
In den letzten Jahren haben sich auch Lebervarianten (oft mit Zwiebel und Chili) oder Lamm durchgesetzt, doch das klassische Arrosticino, das Geschichte schrieb zwischen Villa Celiera und den Nachbargemeinden im Herzen des Gran Sasso, bleibt unschlagbar.
Das Fleisch muss das richtige Verhältnis von magerem Anteil und Fett haben, grundlegend, damit der Arrosticino beim Garen saftig bleibt.
Die Zubereitung ist eine Kunst. Es gibt zwei Hauptmethoden, sie herzustellen:
Würfelmethode: Es werden spezielle „Würfel“ verwendet, in denen fingerdicke Fleischscheiben abwechselnd mit Fett geschichtet werden.
Nach dem Befüllen steckt man die Holzspieße hinein und schneidet entlang der Fugen. Eine schnelle Methode, die gleichmäßige Spieße garantiert.
Handgeschnitten: Die Fleisch- und Fettwürfel werden manuell zugeschnitten und Stück für Stück aufgespießt.
Diese Technik erfordert viel Geduld, aber das Ergebnis ist ein rustikalerer Arrosticino und — so sagen viele Kenner — deutlich schmackhafter.
Zum perfekten Garen braucht ihr die Canala (oder Fornacella), eine schmale, lange Glutschale, speziell entworfen, um die Länge der Spieße aufzunehmen, sodass nur das Holz herausschaut und man sie leicht drehen kann, ohne sich zu verbrennen.
Das Fleisch wird strikt während des Garens gesalzen und braucht keine weiteren Gewürze, höchstens etwas Chili für Fans kräftiger Aromen.
In den Abruzzen gibt es ein ungeschriebenes Gebot: „Wagt es nicht, die Gabel zu benutzen!“.
Arrosticini isst man ausschließlich, indem man das Fleisch mit den Zähnen direkt vom Spieß zieht.
Serviert werden sie heiß, oft in Alufolie gewickelt, um die Temperatur zu halten, begleitet von Bauernbrot mit nativem Olivenöl (die legendären Bruschette) und einem guten Glas Montepulciano d’Abruzzo.
Ca. 58 kcal pro Arrosticino
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: 100 Arrosticini
- Kochmethoden: Grill (Holzkohle)
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für Abruzzesische Arrosticini aus Schafsfleisch
- 2500 g Schaffleisch (möglichst zarte Stücke wie die Keule)
- nach Bedarf Salz
Werkzeuge
- 100 Holzspieße
- Arrosticini‑Würfel (Spießformer)
Zubereitung der Abruzzesischen Arrosticini aus Schafsfleisch
Für die Zubereitung könnt ihr den Würfel kaufen, um die Arrosticini herzustellen, oder ihr schneidet die Fleisch‑ und Fettwürfel von Hand und spießt sie auf die Stäbchen.
Wie in der Beschreibung erklärt, solltet ihr damit keine Probleme haben. Und denkt daran: die klassische Zubereitung ist über Holzkohle und nicht auf der Grillplatte, in der Pfanne oder Ähnlichem; höchstens auf einem Gasgrill ist es akzeptabel, aber ein Abruzzese würde das auch nicht wirklich billigen.
Sobald das Fleisch auf der Canala liegt, während des Garens das Fleisch beidseitig salzen.
Gute Zubereitung und guten Appetit.

