Der Kalbsbraten aus dem Ofen ist ein großer Klassiker fürs Sonntagsessen. Wenn du Gäste hast, ist Vorausplanung die beste Wahl: so kannst du das Beisammensein genießen, ohne den ganzen Tag am Herd zu stehen.
Ich mache ihn oft sonntags, wenn die Familie zusammenkommt, und fast immer bereite ich ihn am Vortag zu. Mit ein paar Kniffen bleibt er zart und saftig, und du kannst ganz stressfrei servieren.
Für einen guten Braten eignen sich am besten die Stücke Unterschale, Nuss, Hüfte, Karree und Schulter (aufgebunden) – wenn du unsicher bist, lass dich am besten von deinem Metzger beraten.
So bereite ich den Kalbsbraten zu: zart und saftig.
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde 20 Minuten
- Portionen: 8-10
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten
- 1 Kalbsbraten
- 1 Karotte
- 1 Stange Sellerie
- 2 Zweige Rosmarin
- 3 Stück Butter
- 3 Esslöffel Extra natives Olivenöl
- Ein paar Blatt Salbei
- 1/2 Glas trockener Weißwein
- 300 ml Brühe (heiß)
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Pfeffer
- 1 Esslöffel Mehl
Werkzeuge
- 1 Hoher Bräter
- 1 Stabmixer
- 1 Messer glatte Klinge
Schritte
Beginne damit, das Fleisch mit Salz und Pfeffer einzureiben, dann steckst du einen Zweig Rosmarin in das Netz.
Schäle die Karotte, entferne die Fäden vom Sellerie und schneide beides in Stücke.
In einem ofenfesten Bräter, der sowohl für Gas als auch für den Ofen geeignet ist, die Butter zusammen mit dem Öl schmelzen, den Salbei hinzufügen und kurz anschwitzen. Dann Karotte und Sellerie dazugeben und ein paar Minuten anbraten.
Wenn der Bratensatz gut heiß ist, den Braten dazugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, anfangs nicht zu viel bewegen, damit sich eine schöne Kruste bildet. Dann von allen Seiten wenden, um das Fleisch gut anzuschließen. Nicht einstechen: verwende Holzlöffel.
Mit dem Weißwein ablöschen und verdampfen lassen.Den Bräter in den vorgeheizten Ofen bei 200°C stellen.
Halte die Brühe heiß und während der Garzeit (ca. 1 Stunde und 15 Minuten) den Braten ab und zu wenden und mit dem Bratensatz sowie mit ein paar Löffeln heißer Brühe übergießen.
Wenn du magst, kannst du einen Rosmarinzweig wie einen Pinsel verwenden, um das Fleisch besser zu bestreichen und zu würzen.Um die Garstufe zu prüfen, stich das Fleisch mit einem Messer an: tritt klarer Saft aus, ist der Braten fertig; ist er noch leicht rosa, lass ihn ein paar Minuten weitergaren.
Am Ende der Garzeit das Netz entfernen und den Braten in Alufolie wickeln. Lass ihn ruhen: so bleiben die Säfte im Inneren und das Fleisch bleibt zart.
Püriere den Bratensatz zusammen mit dem Gemüse: genau dieser Schritt macht die Sauce cremiger und geschmackvoller. Gib das Mehl, vermengt mit einem Stück weicher Butter, hinzu und rühre, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
Wenn der Braten lauwarm ist, schneide ihn mit einem Messer mit glatter Klinge in nicht zu dünne Scheiben.
Lege die Scheiben in eine Auflaufform, beträufle sie mit einem Teil der Sauce und decke sie mit Alufolie ab, damit sie nicht austrocknen. Erwärme sie im Ofen bei 160–170°C für etwa 10–15 Minuten.
Erhitze die Sauce separat bei niedriger Hitze und, falls nötig, verlängere sie mit etwas heißer Brühe.Richte die Scheiben auf einer Servierplatte an, beträufle sie mit etwas Sauce und bringe den Rest zum Tisch.
Einige Bilder wurden mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder verbessert, als visuelle Unterstützung zum Rezept.
Aufbewahrung
Der Kalbsbraten hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage, gut verschlossen in einem luftdichten Behälter oder abgedeckt mit Frischhaltefolie. Es ist wichtig, ihn zusammen mit seinem Bratensatz aufzubewahren, so bleibt das Fleisch auch an den folgenden Tagen saftiger.
Wenn du ihn länger aufbewahren möchtest, kannst du ihn bereits in Scheiben geschnitten und mit dem Bratensatz eingefrieren. Beim Verwenden langsam im Kühlschrank auftauen lassen und dann im Ofen abgedeckt wieder erhitzen.
Hinweise und Tipps
Wähle einen geeigneten Schnitt: Unterschale, Nuss oder Hüfte bleiben beim Garen besonders zart.
Überspringe nicht das anfängliche Anbraten: das verschließt das Fleisch und hält die Säfte im Inneren.
Lass den Bratensatz während des Garens nie zu stark austrocknen: gib nach und nach kleine Mengen Brühe dazu, damit der Braten feucht bleibt.
Die Ruhephase in der Alufolie ist entscheidend: das ist der Schritt, der wirklich den Unterschied bei der Zartheit macht.
Für einen reichhaltigeren Bratensatz: püriere immer das Gemüse mit, das verleiht Struktur und Geschmack, ohne zusätzliches Würzen.
Wenn du den Braten im Voraus zubereitest, schneide ihn erst nach dem Ruhen und erwärme ihn abgedeckt mit seinem Bratensatz: so vermeidest du, dass er austrocknet.
FAQ (Fragen und Antworten)
Wie vermeide ich, dass der Kalbsbraten trocken wird?
Gut anbraten am Anfang, während des Garens mit Flüssigkeit übergießen und ihn in Alufolie ruhen lassen sind die drei wichtigsten Schritte.
Kann ich den Braten am Vortag zubereiten?
Ja, das ist sogar praktisch: bewahre ihn mit dem Bratensatz auf und erwärme ihn abgedeckt im Ofen, bevor du ihn servierst.
Wie lange muss der Kalbsbraten im Ofen garen?
Richtwert sind etwa 1 Stunde und 15 Minuten pro Kilogramm Fleisch, kann aber je nach Ofen leicht variieren.
Lässt sich der Kalbsbraten einfrieren?
Ja, am besten bereits in Scheiben geschnitten und mit dem Bratensatz, so bleibt er beim Auftauen saftiger.
Muss ich unbedingt Brühe verwenden?
Es ist empfehlenswert, weil sie die Feuchtigkeit erhält und den Bratensatz bereichert, alternativ kannst du heißes Wasser verwenden, das Ergebnis ist dann aber weniger geschmackvoll.

