Paccheri sind eine Pastaform, die sich besonders gut zum Backen im Ofen eignet: du kannst sie alle zusammen würzen oder aufrecht stellen, was ordentlicher aussieht und für eine gleichmäßigere Garung sorgt.
In diesem Rezept bereite ich sie genau so zu, nebeneinander angeordnet und gefüllt mit einem Hackfleisch-Ragù und Erbsen – einfach, aber geschmacksintensiv.
Das Gericht verlangt etwas Aufmerksamkeit bei der Zubereitung, aber das Ergebnis ist gehaltvoll, ausgewogen und perfekt für ein Familienessen oder wenn Gäste kommen.
So macht man überbackene Paccheri mit Ragù.
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Kochzeit: 3 Stunden
- Portionen: 6
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Herbst, Winter und Frühling
Zutaten
- 400 g gemischtes Hackfleisch
- 700 g geschälte Tomaten
- 4 Esslöffel extra natives Olivenöl
- 1 Stange Stangensellerie
- 1 Möhre
- 1 Zwiebel
- nach Geschmack Salz
- 1/2 Glas trockener Weißwein
- 200 g Erbsen
- 500 g Paccheri
- nach Geschmack grobes Salz
- 80 g geriebener Parmesan
Schritte
Überbackene Paccheri mit Ragù sind kein Gericht für die letzte Minute: es braucht Zeit und etwas Geduld. Wenn du die Arbeit aufteilst und vorausplanst, wird alles wesentlich einfacher.
Zuerst bereite das Ragù zu, das du auch im Voraus, am Vortag, machen kannst.
Sellerie, Möhre und Zwiebel fein hacken und in einem Topf mit dem Öl ein paar Minuten anschwitzen, bis sie weich werden. Gib das Hackfleisch dazu und brate es gut an.
Sobald das Fleisch die Farbe wechselt, mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen. Erbsen dazugeben, umrühren und ein paar Minuten mitziehen lassen, dann die zerdrückten geschälten Tomaten hinzufügen und mit Salz abschmecken.
Auf kleiner Flamme mindestens zweieinhalb Stunden köcheln lassen, besser drei, zwischendurch gelegentlich umrühren.Stelle einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser auf den Herd und bringe es zum Kochen.
Gare die Paccheri etwa 3 Minuten: sie müssen sehr al dente bleiben, da sie im Ofen fertig garen. Gieße sie ab und spüle sie kurz unter kaltem Wasser, so stoppst du die Garung und kannst sie ohne Zerbrechen handhaben.
Gib sie in eine große Schüssel und vermische sie mit etwas Öl, damit sie nicht aneinander kleben.
Nimm eine Auflaufform und verteile auf dem Boden einen Schöpflöffel Ragù: das hilft, die Paccheri zu fixieren.
Stelle die Paccheri aufrecht nebeneinander in die Form, sodass die ganze Form gefüllt ist. Fülle mit einem Löffel jedes Pacchero mit dem Ragù. Hebe etwas Sauce für die Oberfläche auf, damit sie im Ofen nicht austrocknen.
Verteile etwas Ragù auch auf der Oberfläche und bestreue alles großzügig mit Parmesan.
Backe das Ganze bei 180 °C für etwa 25 Minuten, bis sich eine leichte Kruste bildet.
Lass es nach dem Backen ein paar Minuten ruhen, bevor du servierst.
Aufbewahrung
Überbackene Paccheri halten sich 2–3 Tage im Kühlschrank, gut verschlossen in einem luftdichten Behälter.
Um sie saftig zu halten, bewahre sie zusammen mit der Sauce auf. Zum Servieren erwärme sie im Ofen, abgedeckt mit Aluminiumfolie, und gib bei Bedarf ein paar Löffel Wasser oder Sauce dazu, damit sie nicht austrocknen.
Wenn etwas übrig bleibt, kannst du sie auch bereits gegart einfrieren: am besten portionsweise mit Sauce verpacken. Lasse sie langsam im Kühlschrank auftauen und erwärme sie dann im Ofen.

Hinweise und Tipps
Du kannst das Ragù auch am Vortag zubereiten: das Ruhen verbessert den Geschmack und hilft dir, die Arbeit entspannter zu planen.
Die Paccheri nicht zu lange vorkochen: sie sollten sehr al dente bleiben, da sie im Ofen nachgaren.
Wenn du sie in die Form setzt, gib immer etwas Sauce auf den Boden: das hilft, sie an Ort und Stelle zu halten und verhindert, dass sie ankleben.
Für eine intensiver gratinierte Oberfläche, gib zum Schluss etwas mehr Parmesan in den letzten Minuten der Backzeit darauf.
FAQ (Fragen und Antworten)
Kann ich die überbackenen Paccheri im Voraus zubereiten?
Ja, du kannst die Auflaufform im Voraus zusammenstellen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Backen etwa 20 Minuten auf Raumtemperatur kommen lassen.

Kann ich die Auflaufform roh einfrieren?
Ja, du kannst die Paccheri bereits zusammengestellt, aber ungebacken, einfrieren. Decke die Form gut mit Frischhaltefolie oder Aluminium ab und ab damit in den Gefrierschrank.
Wenn du sie verwenden möchtest, lass sie langsam im Kühlschrank auftauen und backe sie dann wie im Rezept angegeben. Wenn du sie kalt in den Ofen gibst, rechne mit ein paar zusätzlichen Minuten Backzeit.Kann ich eine andere Pastasorte verwenden?
Ja, aber das Ergebnis verändert sich: Paccheri sind ideal, weil sie die Füllung gut aufnehmen. Alternativ funktionieren große Rigatoni oder Tortiglioni. In diesem Fall müssen sie nicht aufrecht gestellt werden.
Sind die Erbsen Pflicht?
Nein, du kannst sie weglassen, wenn du ein einfacheres Ragù bevorzugst. Das Gericht bleibt trotzdem ausgewogen.
Wie vermeide ich, dass die Paccheri im Ofen austrocknen?
Gib immer etwas Sauce auf den Boden und auf die Oberfläche und verlängere die Backzeit nicht unnötig.
Kann ich die Paccheri ohne Fleisch oder vegan zubereiten?
Ja, du kannst das Ragù durch eine reine Gemüsesauce oder ein pflanzliches Ragù auf Basis von Tofu oder Hülsenfrüchten ersetzen. Für die Gratination kannst du vegane Parmesan-Alternativen verwenden oder den Käse weglassen.
Kann ich sie in der Heißluftfritteuse garen?
Ja, aber mit Vorsicht. Verwende eine passende Form und gare bei 180 °C für etwa 15–20 Minuten. Kontrolliere die Garung und decke sie bei Bedarf mit Aluminiumfolie ab, damit die Oberfläche nicht zu trocken wird.

